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Pritzwalk Positive Signale für Erhalt des Streichelzoos
Lokales Prignitz Pritzwalk Positive Signale für Erhalt des Streichelzoos
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15:48 29.11.2018
Die Tiere des Streichelzoos sollen bleiben. Quelle: Bernd Atzenroth
Pritzwalk

Die Stadt kann bei ihren Bemühungen, den Betrieb des Streichelzoos im Pritzwalker Hainholz aufrecht zu erhalten, auf breite Unterstützung der Kommunalpolitiker bauen. Nach dem Vor-Ort-Termin des Kulturausschusses (MAZ berichtete) befasste sich auch der Hauptausschuss auf seiner Sitzung am Dienstag mit dem Thema. Fraktionsübergreifend herrscht Konsens, alle Möglichkeiten für den Erhalt in Betracht zu ziehen.

Dietmar Sachs, Amtsleiter für Recht, Bildung, Kultur und Soziales, blieb nach der Sitzung des Kulturausschusses in Kontakt mit dem Landkreis und bekam von dort positive Signale für das angedachte Modell.

Positive Signale vom Landkreis

Der Verein NLD Streckenthin könnte als Träger fungieren, um die Tiere sollen sich Personen kümmern, die über das ab 1. Januar 2019 geltende Teilhabechancen-Gesetz angeworben werden. „Ich habe mit Frau Dr. Kramer gesprochen, die Genehmigung könnte erteilt werden“, verkündete Sachs im Hauptausschuss. Bis 31. Dezember müsse die Bedarfsanmeldung beim Jobcenter erfolgen. Momentan gehe die Verwaltung davon aus, dass eine Förderung möglich ist.

Schwierig dürfte aber die Suche nach geeignetem Personal werden, das für die Arbeit mit Schafen, Waschbären und Co. geschult sei. Hartmut Winkelmann (Die Linke) mahnte einen verantwortungsvollen Umgang mit Tieren an.

Notbetrieb bis zur Klärung

Die Stadt wird nach jetzigem Stand ab 1. Januar Träger des Streichelzoos und würde mit dem NLD einen Betriebsführungsvertrag schließen. „Wenn die Stadtverordnetenversammlung keine gegenteilige Meinung hat, wäre der NLD bereit, sämtliche Maßnahmen zu organisieren“, erklärte Sachs. Bis dahin liege der Fokus „auf dem Erhalt des Status quo“, betonte Bürgermeister Ronald Thiel. Daher sei es auch zu vertreten, für ein Vierteljahr auf „Notbetrieb“ zu schalten.

Jörg Schilling (SPD) äußerte Bedenken, dass drei Monate für die Neuausrichtung reichen würden. Er schlug ein halbes Jahr Anlaufzeit vor. Das stieß auf Widerspruch. „Am 1. Januar muss es weiter gehen. Die Viecher machen ja keine Hungerkur“, sagte Klaus Brandt (Freie Wähler Pro Prignitz). Nach dem Jahreswechsel müsse jemand da sein, der die Tiere füttert.

Unisono betonten die Teilnehmer der Sitzung, wie wichtig der Erhalt des Streichelzoos für die Stadt sei. Jörg Schilling sprach gar von einem Juwel für Pritzwalk: „Wir haben nicht viele besonders interessante Sachen.“ Und Dietmar Sachs erinnerte an den Bildungsauftrag, den der Streichelzoo wahrnimmt – als „gute Ergänzung zum grünen Klassenzimmer“.

Von Stephanie Fedders

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