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Pritzwalk Naturschutz kontra Eigenheim
Lokales Prignitz Pritzwalk Naturschutz kontra Eigenheim
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18:12 28.11.2018
Das geplante Baugebiet am Wasserturm soll einmal aus sechs Grundstücken bestehen. Quelle: Andreas König
Pritzwalk

Die Stadt Pritzwalk und alle potenziellen Bauherren müssen sich in Geduld üben, bis an der Havelberger Straße tatsächlich die Bagger anrollen können. Zwar hat der Hauptausschuss der Stadt auf seiner Sitzung am Dienstag die nächsten Beschlüsse für das Vorhaben gefasst. Ausgebremst wird es fürs erste dennoch: Der Naturschutz hat Vorrang.

Abstimmung mit der Naturschutzbehörde

Auf Grundlage eines artenschutzfachlichen Gutachtens müssen sich die Stadt und der Landkreis – hier die untere Naturschutzbehörde (UNB) – abstimmen, welche Untersuchungen auf der Fläche rund um den Wasserturm notwendig sind. „Die Frage des Aufwands ist zu klären“, schildert Halldor Lugowski, Leiter des Amtes für Infrastruktur und Stadtentwicklung. Die UNB wurde genauso wie Träger öffentlicher Belange und Nachbargemeinden im Zuge des Beteiligungsverfahrens Ende Mai dieses Jahres um Stellungnahmen gebeten. Daraus ergaben sich Planänderungen, die die Stadt zu berücksichtigen hat.

Der Landkreis monierte beispielsweise die Größe der Fläche, die östlich der Havelberger Straße bebaut werden soll.

Im südlichen Bereich des Wasserturmes wurde das Plangebiet daraufhin um zwei Baugrundstücke reduziert, so dass jetzt nur noch sechs mögliche Grundstücke angeboten werden können. Die gesamte Fläche ist auf 1,1 Hektar geschrumpft.

Ausgleichsmaßnahmen für Bebauung gefordert

Da das Erstellen des Gutachtens gemeinsam mit dem Erarbeiten des benachbarten Bebauungsplanes Nummer 20 „Wohngebiet am Birkenwäldchen“ geschehen soll, liegt der Stadt jetzt erst einmal die so genannte artenschutzfachliche Potenzialeinschätzung eines Gutachters vor. Die sich daran anschließenden Untersuchungen vor Ort dienen dem Nachweis möglicher schützenswerter Tiere und Pflanzen. Da die Vegetation kurz vor der Winterpause steht, kann erst im März kommenden Jahres mit der Analyse begonnen werden. Und die kann sich durchaus bis in den Herbst hineinziehen. Während dieser Phase sind der Verwaltung die Hände gebunden. Je nachdem, welche Ergebnisse dabei herauskommen, muss die Stadt entsprechende Ausgleichsmaßnahmen leisten.

Grundstücksverkauf zieht sich hin

Diese ökologischen Kompensationsmaßnahmen müssen zudem mit der unteren Naturschutzbehörde abgestimmt werden. Wenn die Stadt dann den Nachweis erbracht hat, dass die Umsetzung erfolgt ist, darf mit dem Verkauf der Grundstücke begonnen werden. Schwarz auf weiß wird das in einem Selbstbindungsbeschluss festgehalten, den der Hauptausschuss am Dienstag einstimmig abgesegnete.

Auf die Frage des Ausschussmitglieds Klaus Brandt (Fraktion Freie Wähler/Pro Prignitz), nach den Grundstückspreisen mochte Bürgermeister Ronald Thiel keine Antwort geben: „Dafür ist es noch zu früh.“

Von Stephanie Fedders

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