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Pritzwalk Umbau des Magazinplatzes könnte Pritzwalker Parkplatzprobleme lösen
Lokales Prignitz Pritzwalk Umbau des Magazinplatzes könnte Pritzwalker Parkplatzprobleme lösen
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17:30 12.02.2019
Im östlichen Abschnitt der Grünstraße sind Dauerparker erlaubt. Geschäftsinhaber Thomas Schläffke möchte das ändern. Quelle: Stephanie Fedders
Pritzwalk

Sollen einige der Dauerparkplätze in der Pritzwalker Grünstraße in Kurzzeitparkplätze umgewandelt werden oder nicht? Die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung waren im Herbst vergangenen Jahres aufgefordert worden, sich dazu eine Meinung zu bilden und im zuständigen Ausschuss für Recht, Ordnung, Umweltsicherung und Naturschutz zu berichten.

1260 Plätze stehen bereit

In der Pritzwalker Innenstadt stehen insgesamt 1260 kostenlose Parkplätze zur Verfügung.

Mit Umsetzung des Parkplatzkonzeptes verzichtet die Stadt seit Anfang 2015 auf die Erhebung von Parkgebühren.

Im Jahr 2017 wurde das Parken in der Markstraße neu geregelt. Im östlichen Abschnitt von der Wallstraße bis zur Meyenburger Straße stehen insgesamt 16 Kurzzeitparkplätze zur Verfügung.

Das Gremium hatte in seiner Sitzung am Montag das Thema auf die Tagesordnung gesetzt, doch die Ausschussmitglieder wussten nichts zu erzählen. „Es sind keine Vorschläge aus den Fraktionen eingegangen“, sagte der Ausschussvorsitzende Jean Duwe (FDP).

Stadt sieht ein gesundes Verhältnis zwischen Kurzzeit- und Dauerstellflächen

Initiator Thomas Schlaffke hatte sich vergangenes Jahr mit einer Petition an Ronald Thiel gewandt, in der er den Bürgermeister auffordert, die Parkdauer in vier der vorhandenen Parkbuchten auf 30 Minuten zu begrenzen. Geschäftsinhaber Schlaffke argumentiert, dass dadurch Kundenparkplätze geschaffen werden könnten.

Trotz fehlender Stellungnahmen aus den Fraktionen entspann sich eine Diskussion um das Für und Wider einer Umwidmung. Heiko Möbius, Fachgebietsleiter für Ordnungswesen, Verkehr, Brand- und Katastrophenschutz, erinnerte an das Parkplatzkonzept der Verwaltung, das die Grundlage für die Ausweisung der Plätze im Bereich der Innenstadt bildet.

Es sei „ein gesundes Verhältnis zwischen Kurzzeit- und Dauerstellflächen erarbeitet worden“. Zudem werden seit Jahren keine Parkgebühren mehr erhoben.

Nicht alles ist punktgenau zu regeln

Die angedachte Umwandlung beträfe Plätze gegenüber Schlaffkes Geschäft und somit vor dem Wohnblock Grünstraße Nummer 38 bis 40, die nicht zuletzt durch die Mieter genutzt werden. „Wir müssten den Ärger mit den Anwohnern aushalten“, gab Möbius zu bedenken. „Hinzu komme eine große Anzahl von Leuten, die in der Innenstadt arbeiten. Das kann man nicht regeln.“

Jean Duwe kritisierte den Anspruch vieler Autofahrer, direkt vor den Geschäften anhalten zu wollen. „Kurzzeitplätze garantieren nicht, dass dort nur Kunden stehen“, sagte er. Mit der Umsetzung des Verkehrskonzeptes sei auch die Umgestaltung des Magazinplatzes geplant, eine Variante sehe die Ausweisung von Parkplätzen vor.

Ausschussvorsitzender fordert Stellungnahmen

Ausschussmitglied Conrad Pfestorf (CDU) erklärte den fehlenden Bericht damit, seine Fraktion habe sich darauf zurückgezogen, dass in der Stadt ohnehin verkehrstechnische Änderungen angedacht seien. „Das Anliegen muss man aber ernst nehmen.“ Er sieht in der Umgestaltung des Magazinplatzes die nachhaltigere Lösung.

Auch Axel Willert, sachkundiger Einwohner für die Fraktion Die Linke, berief sich auf kommende Baumaßnahmen in der Innenstadt. Für Jean Duwe jedoch kein Grund, sich jetzt nicht zu positionieren, „sonst schieben wir immer was vor uns her“.

Der Ausschussvorsitzende appellierte an alle Fraktionen, das Thema mit einem entsprechenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Stadtverordnetenversammlung setzen zu lassen, die am 27. Februar stattfinden soll. Nur so könne umgehend eine Entscheidung getroffen werden. Lassen die Stadtverordneten die Zeit verstreichen, würde möglicherweise erst nach der Kommunalwahl über die Petition entschieden.

Von Stephanie Fedders

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