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Pritzwalk Pritzwalk baut Straße am Bürgerplatz um
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00:25 01.02.2019
Ab 2. April soll die Zufahrt zur Altstadt umgebaut werden – unter Vollsperrung. Quelle: Stephanie Fedders
Pritzwalk

Die Stadt Pritzwalk plant umfangreiche Investitionen in das Straßen- und Wegenetz der City. Der erste Schritt dorthin lässt nicht mehr lange auf sich warten: Bereits Anfang April sollen die Arbeiten im Bereich Kietz, Bürgerplatz, Havelberger Straße und Burgstraße beginnen. Die Errichtung einer Querungshilfe ist der Startschuss für die Umsetzung des Verkehrskonzeptes Altstadt, das die Neugestaltung aller Eingänge vorsieht.

Ende August sollen die Arbeiten fertig sein

Die aus nördlicher Richtung kommende Hauptverkehrsader wird auf diesem rund 140 Meter langen Abschnitt zwischen Dömnitzbrücke und Burgstraße grundhaft ausgebaut – unter Vollsperrung. Der Startschuss soll am 2. April fallen, der Zieleinlauf ist für den 30. August geplant. „Diese Frist haben wir vorgegeben“, erklärt Pritzwalks Amtsleiter für Infrastruktur und Stadtentwicklung, Halldor Lugowski.

Noch befindet sich das Projekt in der Phase der Ausschreibung, die bis zum 1. Februar läuft. Bis zu diesem Termin müssen interessierte Baufirmen ihre Angebote auf dem Postweg an die Verwaltung geschickt haben. Die Finanzierung besteht zu zwei Dritteln aus Mitteln der Städtebauförderung, ein Drittel übernimmt die Stadt.

Neue Verwendung für das Natursteinpflaster

Mit Beginn der Arbeiten wird in diesem Bereich kein Stein auf dem anderen bleiben. Das aus dem 60er Jahren stammende Natursteinpflaster soll komplett aufgenommen und im Bereich der Fahrbahn durch Asphalt ersetzt werden. Jede Seite wird auf 3,50 Meter ausgebaut. Dazwischen entsteht die Mittelinsel als Querungshilfe, die drei Übergänge bekommt und zudem bepflanzt werden soll.

Im Seitenstreifen kommt wieder Kopfsteinpflaster zum Einsatz. Daran angrenzend werden die Gehwege auf jeweils 2,50 Meter verbreitert. Erneuert werden auch die Bushaltestellen und die entsprechende Beleuchtung. Die Straßenlaternen werden mit LED ausgestattet.

Barrierefrei über die Straße kommen

Wichtig ist der Stadt der Aspekt der Barrierefreiheit, der in zweifacher Hinsicht berücksichtigt werden soll. Zum einen werden 120 Meter Flachbordsteine gesetzt, die das Überqueren der Straße beispielsweise für Rollstuhlfahrer oder Nutzer von Rollatoren leichter machen sollen. Zum anderen werden für Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit sogenannte Rillenplatten verlegt, die sich als Blindenleitsystem bewährt haben.

Auch im Erdreich soll sich einiges tun. Die Stadt nutzt die Gelegenheit, um Leerrohre verlegen zu lassen, auf die später bei Bedarf Kommunikationsunternehmen zurückgreifen können. „So können wir jederzeit entsprechende Kabel und Datenleitungen legen lassen“, sagt Halldor Lugowski.

Rotbuchenhecke ersetzt die Sträucher

Auch für den Abfluss von Schmutz- und Regenwasser werden Kanäle erneuert. Letzteres wird weiterhin in die Dömnitz eingeleitet, allerdings zuvor gefiltert, damit Schadstoffe wie Reifenabrieb aufgefangen werden.

Als eine der ersten Maßnahmen müssen zunächst die Sträucher auf Höhe des Bürgerparks entfernt werden. Als Ersatz soll an gleicher Stelle später eine Rotbuchenhecke gepflanzt werden.

Mit Freigabe des umgestalteten Abschnitts wird dort sowie später auch in der gesamten Altstadt Tempo 30 gelten.

Von Stephanie Fedders

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