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Pritzwalk Gymnasiasten wollen niemanden verpfeifen
Lokales Prignitz Pritzwalk Gymnasiasten wollen niemanden verpfeifen
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00:51 30.04.2018
Am letzten Schultag haben die Abiturienten ihren Senf dazu gegeben. Quelle: dpa-Zentralbild
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Pritzwalk

Einige wenige Gymnasiasten der Jahrgangsstufe 12 haben es an ihrem letzten Schultag „total übertrieben“. Zu dieser Einschätzung kommt eine Vertreterin des Jahrgangs die sich gegenüber der MAZ zu der Randale im Gymnasium (MAZ berichtete) geäußert hat.

„Von der Geschichte mit dem Senf einmal abgesehen, war aber das, was am letzten Schultag abgelaufen ist im wesentlichen mit dem vergleichbar, was in anderen Jahren war“, sagt die Vertreterin der Schülerschaft. Ihr Name ist der Redaktion bekannt, sie möchte ihn jedoch nicht öffentlich nennen, weil sie Nachteile bei den Abiturprüfungen befürchtet.

Nach einer Stunde war alles behoben

Das sei im Übrigen auch der Hauptgrund, warum sich die Verursacher bis jetzt nicht gegenüber Schulleiter Harald Glöde zu der Aktion bekannt haben. Am letzten Schultag waren mehrere Unterrichtsräume und die darin befindliche Technik mit Senf beschmiert worden. Zu dem war Mobiliar beschädigt worden.

„Wir möchten aber auch darauf hinweisen, dass eine knappe Stunde danach die wesentlichen Folgen des Fehltrittes beseitigt waren“, schildert die Jahrgangsvertreterin. Trotzdem hätten die Schüler ihr Programm für den letzten Schultag nicht aufführen dürfen. Das empfanden sie als nicht gerecht.

Um Entschuldigung gebeten

Beim Schulleiter hatten sie um Entschuldigung für das Fehlverhalten einiger weniger gebeten. Der materielle Schaden sei wegen der geringen Höhe von der Schule selbst übernommen worden.

„Für uns war die Sachlage nach dem Gespräch mit Herrn Glöde geklärt“, sagt die Vertreterin des Abiturjahrgangs.

Stimmung ist ohnehin weg

Die Hauptforderung des Schulleiters jedoch, die Verantwortlichen mögen sich bekennen, oder die nicht Beteiligten mögen sich davon distanzieren, wollen die Schüler nicht erfüllen. „Wir haben uns zu diesem Thema beraten“, sagt die Vertreterin. Dabei sei man übereingekommen, dass „wir niemanden verpfeifen“, erklärte die Schülerin.

Von dem Angebot des Schulleiters, Farbe zu bekennen und das Programm mit dem Titel „Abi Vegas“ am Tag der Bekanntgabe der Prüfungsergebenisse aufzuführen, wollen die Schüler keinen Gebrauch machen. „Die Stimmung des letzten Schultages ist ohnehin weg“, sagt die Vertreterin des Jahrgangs. Möglicherweise gibt es Teile des Programms auf dem Abiball zu sehen.

Bekenntnis erst nach dem Abitur

Überhaupt scheint niemand riskieren zu wollen, wegen der Randale belangt zu werden und möglicherweise negative Konsequenzen für das Abitur in Kauf zu nehmen. „Vielleicht erklärt sich auch der eine oder andere nach bestandenem Abitur bereit, sich gegenüber dem Schulleiter zu bekennen, aber vorher ist das nicht möglich“, sagt die Vertreterin.

Genau das erwartet Schulleiter Harald Glöde allerdings von den Verursachern. Immerhin missbilligt der Jahrgang den „Fehltritt“ einiger weniger. Innerhalb der Schülerschaft sei das ausgewertet worden.

Von Andreas König

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