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Pritzwalk Pritzwalker Rochow-Schule wird vom Gewinn eines Preises völlig überrascht
Lokales Prignitz Pritzwalk Pritzwalker Rochow-Schule wird vom Gewinn eines Preises völlig überrascht
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16:04 12.10.2018
Die Sportlehrer Michael Wolff (l.) und Monika Rohde (r.) mit den Schülerinnen und Schülern Jasmin, Len, Marlon und Paulina. (v. l.). Quelle: Sophie Kamann
Pritzwalk

Pritzwalker Schüler waren wieder erfolgreich – denn bei dem alle zwei Jahre laufenden Wettbewerb des Sportministeriums in Potsdam zur Ermittlung der sportlichsten Schule Brandenburgs belegte die Freiherr-von-Rochow-Schule den zweiten Platz. Schüler aus allen Klassenstufen von 7 bis 10 hatten sich mit ihren Leistungen zum ersten Mal daran beteiligt. Schulleiterin Gisa Michaelis erklärte: „Wir haben nicht schon früher an dem Wettbewerb teilgenommen, weil sich die Schüler erst in den einzelnen Bereichen entwickeln und trainieren mussten.“

Für die Bewerbung wurde dann ein sehr umfangreicher Fragebogen ausgefüllt und die Schülerfirma erstellte einen Imagefilm über das herausragende sportliche Profil der Schule.

Zahlreiche Initiativen rund um den Sport

Leibesübungen sind das Metier von Frank Dannehl. Mit seinem Arbeitsbeginn als neuer Sportlehrer vor 17 Jahren, er ist ein anerkannter A-Lizenz-Trainer für Fußball, wurde diese Ballsportart an der Schule zum Schwerpunkt.

Ronny Viererbe und Monika Rohde ließen Ausbildungskurse zu Schieds- und Kampfrichtern und „Junior-Coaches“ folgen – dem ersten Schritt auf der Karriereleiter als Trainer. Die Oberschule ist seit 2014 und 2015 die erste und damals einzige Schule, die auf diese Weise jährlich 20 „Junior-Coaches“ und Schiedsrichter ausbildet. Volleyball wird von den Lehrkräften Michael Wolff und Monika Triebel gefördert, Monika Rohde trainiert außerdem die Leichtathleten. Tanzen, Schach und seit drei Jahren eine Reit-AG ergänzen das vielfältige Sport-Angebot. „Wir sind generell sehr gut sportlich aufgestellt, unser Motto ist schließlich: ’Stärken stärken’. Die Schüler definieren sich hier auch über den Sport, wir sind sehr sportbegeistert“, lobte die Schulleiterin das Konzept.

Elbbadetag, Tour de Prignitz, Jugend trainiert für Olympia

Mit den guten Leistungen nimmt die Schule häufig an Wettbewerben teil, so zum Beispiel bei „Jugend trainiert für Olympia“, das Drachenbootrennen zum Elbebadetag und das Soccerturnier mit einem Workshop der Sparkasse. Mehr als 20 Schülerinnen und Schüler beteiligen sich ebenfalls an der „Tour de Prignitz“, in Klasse 7 und 8 können im Schwimmlager Schwimmabzeichen gemacht werden.

Auch eigene Veranstaltungen, wie das Nikolausturnier und das lustige Familiensportfest erfreuen sich großer Beliebtheit. Jedes Jahr spielen sowohl die Mädchen gegen die Lehrerinnen als auch die Jungen der Abschlussklassen gegen die Lehrer in eigenen Turnieren.

Schüler und Lehrer zufrieden

Um sich sportlich zu fördern und zu fordern, haben die Schüler darüber hinaus die Möglichkeit, Fächer der Sport-AGs in den siebten und achten Klassen in den letzten beiden Schuljahren als „Verstärkung“ zu wählen – im vierten Jahr wird dann zusätzlich der Wahlpflicht-Kurs Sport angeboten. Bei Interesse können die Schüler sogar acht Wochenstunden Sport belegen, denn laut Sportlehrerin Monika Rohde kann Sport „nicht zu viel sein.“ So kommt es dazu, dass manche Schüler nach der zehnten Klasse auf eine Sportschule gehen und ihre Karriere starten.

Mit dem Ergebnis des Wettbewerbs des Sportministeriums sind Schüler und Lehrer zufrieden. „Dafür, dass 30 Schulen mitgemacht haben und wir auf Platz zwei sind, ist es schon sehr gut“, freute sich Marlon Röder. Der Schüler ist Teilnehmer an „Verstärkung Fußball“ und Kampfrichter in der Leichtathletik.

Einige Ideen, das Geld einzusetzen

Eigentlich erhalten die ersten drei Plätze des Wettbewerbs eine Geldprämie, die Rochow-Schule hätte 1000 Euro bekommen. Doch niemand wurde informiert oder zur Preisverleihung am 8. Oktober in Potsdam eingeladen. Mit dem Geld könnte zum Beispiel 2020 das Schulfest zum Jubiläum bezahlt, das Sportfest ausgerichtet, die Busfahrt zu einem U 16-Turnier bezahlt oder einheitliche Sportbekleidung gekauft werden, spekulierten Monika Rohde und Michael Wolff. „Es gibt viele Möglichkeiten, das Geld im Interesse der Schüler einzusetzen.“ Nun möchte sich Gisa Michaelis ans Sportministerium wenden, um Missverständnisse aufzuklären.

Die Schüler meinten, dass die Schule trotzdem weiterhin am Wettbewerb teilnehmen und in den unteren Klassenstufen für den Wettbewerb geworben werden soll, schließlich opfern sie für den Sport ihre Freiheiten.

„Oberschulen brauchen aber auch mal eine Chance zu gewinnen, man könnte die Ausrichtungen schulspezifischer gestalten und die Kriterien somit vergleichbarer machen.“, appelliert Michael Wolff. Man wünsche sich dabei auch einen konkreten Vergleich mit den höher Platzierten, um sich weiterentwickeln und verbessern zu können – vielleicht reiche es dann beim nächsten Mal schon zum Sieg…

Von Sophie Kamann

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