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Pritzwalk Privatermittler rollen Brand mit Millionenschaden neu auf
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01:15 31.01.2019
Nur noch Schutt und Asche blieb am 11. Dezember 2017 von der abgebrannten Futtermittelhalle. Quelle: Archivfoto: Andreas König
Kuhsdorf

Seit mehr als einem Jahr bereits harrt die Brandstiftung in einer Futtermittelhalle in Kuhsdorf (Gemeinde Groß Pankow) einer Aufklärung. Während bei Polizei und Staatsanwaltschaft die Ermittlungen im Moment ruhen, sind nun Privatermittler im Auftrag einer Versicherung in der Sache tätig geworden. Diese gehen jetzt Spuren in und um Kuhsdorf nach.

Von offizieller Seite ist im Moment kein neuer Ermittlungsstand zu erwarten. Die Polizei hat nach Auskunft der Polizeidirektion Nord das Verfahren an die Staatsanwaltschaft abgegeben. Wie Sprecherin Ariane Feierbach erklärte, habe man keinen Tatverdächtigen gehabt – die Akte liege seit Oktober bei der Staatsanwaltschaft in Neuruppin.

Bei neuen Erkenntnissen jederzeit Wiederaufnahme

Die hat dann am 16. November 2018 das Verfahren zunächst eingestellt, wie Staatsanwalt Torsten Sauermann auf MAZ-Nachfrage erklärte. Befasst war mit der Angelegenheit Staatsanwalt Andreas Pelzer, der aber derzeit nicht für die Staatsanwaltschaft arbeitet. Sauermann betonte aber, dass er das Verfahren bei neuen Erkenntnissen jederzeit wieder aufnehmen könne.

Diese neuen Erkenntnisse glauben die Privatermittler schon bald liefern zu können. Im Gegensatz zur Polizei gehen sie sehr wohl davon aus, dass es Verdächtige gibt, deren Überprüfung lohnt. Es gibt aus ihrer Sicht „zwei bis drei Personen, wo eine Motivlage erkennbar ist“. Sie gaben sich außerdem sicher, dass es im Ort selbst Mitwisser geben müsse. Allerdings sind sie auf Zeugenaussagen angewiesen, um ihren Verdacht erhärten zu können. Sie sind sich auch nicht sicher, ob die Täter wirklich die Größenordnung, die das Feuer letztlich hatte, beabsichtigt hatten. Belege dafür gibt es jedoch nicht.

Feuer mit Millionenschaden

Ein Blick zurück auf das Geschehen in jener Winternacht: Am 11. Dezember 2017 gegen 3 Uhr nachts ging die 2700 Quadratmeter große Halle, in der Futtermittel, Paletten und Arbeitsmaschinen untergebracht waren, im Agrarbetrieb Hagemann in Flammen auf. Der schwer zu löschende Brand verursachte einen Millionenschaden. Etwa 70 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Kriminaltechniker schlossen schnell einen technischen Defekt als Ursache aus. Der Brand ist nach ihren Erkenntnissen außerhalb der Lagerhalle ausgebrochen. Die Polizei ermittelte daraufhin wegen Brandstiftung. Doch obwohl der Agrarbetrieb Hagemann sogar eine Belohnung von 10 000 Euro für denjenigen auslobte, der Hinweise zur Aufklärung der Straftat gibt, stagnierten die Ermittlungen fortan. Auch wenn Brandstiftung feststand, blieb unklar, wie genau der oder die Täter das Feuer gelegt haben. „Fest steht jedoch, dass sich das Feuer von einem Stapel mit Paletten außerhalb der Halle in deren Richtung ausgebreitet hat“, ließ die Polizei vor einem Jahr verlauten.

Ermittler wollen mögliche Mitwisser zum Reden bringen

Ob eventuell auch die Versicherung eine Belohnung für die Aufklärung der Brandstiftung auslobt, steht derzeit nicht fest, auch wenn die Privatermittler dafür gute Chancen sehen. Ihre Strategie ist es, mögliche Mitwisser der Tat zum Reden zu bringen, um so schließlich den Täter überführen zu können.

Robert Hagemann, Inhaber des Agrarbetriebs in Kuhsdorf, gab sich von der neuen Entwicklung überrascht, wollte sich aber nicht weiter dazu äußern, außer, dass er und seine Familie froh darüber sind, wenn in der Angelegenheit etwas passiert.

Hinweise an die Privatermittler unter 0800/72 37 01 77 18.

Von Bernd Atzenroth

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