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Pritzwalk Rekord bei der Jobstart-Messe
Lokales Prignitz Pritzwalk Rekord bei der Jobstart-Messe
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13:15 16.09.2018
Auch der Rettungsdienst informierte bei der Jobstart 2018 über die Berufschancen für junge Leute. Quelle: Claudia Bihler
Pritzwalk

Selbst die Veranstalter vom Förderverein Wachstumskern Autobahndreieck Wittstock waren überwältigt: Bei der diesjährigen Jobstart Berufs- und Studienmesse sind einmal mehr alle Rekorde gebrochen worden: Nicht nur das großzügige Ausstellungsgelände in der VK-Eventhalle, dem Sudhaus und im Biergarten auf dem Brauereigelände war bis auf den letzten Platz von 112 Ausstellern ausgebucht.

Die Jobstart-Berufs- und Ausbildungsmesse verzeichnete in Pritzwalk einmal mehr Rekorde: 112 Aussteller informierten 1600 Besucher über ein breitgefächertes Bildungsangebot in der Region.

Noch viel mehr freute sich Mike Blechschmidt, Vorsitzender des Fördervereins, dass auch bei den besucherzahlen erneut ein Rekord aufgestellt wurde.

Ohne moderne Technik geht nicht mehr

1600 Besucher kamen nach Pritz­walk, um sich bei der größten Ausbildungsmesse im Nordwesten Brandenburgs über Berufs- und Bildungschancen zu informieren. Begrüßt wurden die Gäste von einem Handwerkermarkt, bei dem die unterschiedlichsten Gewerke vertreten waren und ihre Arbeit praktisch vorstellten.

Moderne Technik gehört im Handwerk längst zu den täglichen Arbeitsmitteln: Dachdecker inspizieren Dächer mit Drohnen, im Sanitärhandwerk werden Sonde und Laptop genutzt und im Bauhandwerk die Gehwegplatten von Robotern verlegt.

Im Mittelpunkt stand die Digitalisierung

Die Digitalisierung stand bei der Jobstart in diesem Jahr im Mittelpunkt. Dass sie mit einem riesigen Roboterpark arbeiten können, erfuhren etwa die Besucher am Stand der Meyenburger Möbelwerke. Glatfelter aus Falkenhagen informierte über seine Ausbildungsangebote in der hochautomatisierten Produktion, und das Pritzwalker Zahnradwerk mit seinen Präzisionsinstrumenten, das die Insolvenz vor einiger Zeit lange abgeschüttelt hat, konnte vermelden: „Uns geht es wieder richtig gut. Wir bilden in sechs Berufen aus.“

Die Gastronomie wurde unter anderem vom Neuruppiner Resort Mark Brandenburg vertreten, die Lebensmittelindustrie von Nordgetreide Falkenhagen und wer einen Beruf in der Chemiebranche anstrebt, konnte sich unter anderem bei Oleo aus Wittenberge oder bei Ayanda Falkenhagen umschauen.

Jede Menge Studienangebote

Über Büro-Berufe informierten unter anderem Verwaltung und Banken, über Berufe in der Pflege Krankenhäuser und Stiftungen. Informationen zu den Studienangeboten im gesamten Land Brandenburg gab es von der Präsenzstelle der Technischen Hochschule Brandenburg. Das Land selbst stellte neben anderen Bildungsgängen seinen Dual-Studiengang Verwaltungsinformatik für die Landesverwaltung vor.

Aber auch, wer vor dem Beruf oder Studium erst einmal die Welt kennenlernen möchte, war bei der Jobstart gut aufgehoben, so gab es beispielsweise Informationen zu Aupair-Diensten oder auch zum Sozialen Jahr.

Ministerin ist begeistert

Schirmherrin der diesjährigen Jobstart war Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst. Sie zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der Berufschancen in der Region und sprach der Jobstart ein Kompliment aus: „Das hier ist nicht nur eine normale Messe. Zu spüren ist, dass die Unternehmen hier in der Region hervorragend vernetzt sind und gut zusammenarbeiten.“

Am Rande der Messe trafen Unternehmer, Schulleiter und Verbände wie etwa die IHK mit der Bildungsministerin zusammen, um über Probleme in der Schul- und Berufbildung zu reden. Thematisiert wurde dabei der Lehrermangel an Brandenburgs Schulen. Hier will das Land nun zusätzliche 350 Pädagogen im Jahr ausbilden – noch wird das allerdings ein paar Jahre dauern, bis die neuen Lehrer für den Unterricht zur Verfügung stehen.

Niedrige Schülerzahlen im Nordwesten

„Sehr konstruktiv verlief unser Gespräch mit der Ministerin zum Thema Berufsschulbildung“, sagte Mike Blechschmidt: „Britta Ernst betonte, dass an Lösungen für den ländlichen Raum gearbeitet werde.“

Die Berufsschulbildung im Nordwesten Brandenburgs ist stark betroffen von niedrigen Schülerzahlen, so dass häufig zu wenig Schüler und Schülerinnen dazu führen, dass Bildungsgänge für einzelne Berufe gefährdet sind. Für die Auszubildenden bedeutet das, dass sie häufig lange Wege in die Berufsschulen in Kauf nehmen müssen.

Nicht nur Schulabgänger suchen nach Inspiration

Britta Ernst schlug in diesem Zusammenhang vor, dass die Schulen künftig auch eindeutiger beim Namen genannt werden müssen. Statt der bisher gebräuchlichen Bezeichnung Oberstufenzentren wäre es sinnvoller, sie als Berufsschulen zu bezeichnen.

Dass die Jobstart mehr und mehr auch jene anlockt, die nicht nach der Suche nach einer Erstausbildung sind, konnte Christian Fahner von der Regionalen Entwicklungsgesellschaft Neuruppin berichten: „Wir haben drei Beratungsgespräche für Existenzgründer geführt. Dafür interessieren sich weniger die Jugendlichen als ihre Eltern.“

Von Claudia Bihler

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