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Pritzwalk Rettung für den Streichelzoo in Sicht
Lokales Prignitz Pritzwalk Rettung für den Streichelzoo in Sicht
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19:18 28.06.2018
Weil die Wolfshagener Firma WDM jetzt großzügig Drahtmatten bereitgestellt hat, konnten die Sturmschäden an der Rebhuhnaufzuchtstation im Pritzwalker Hainholz endlich beseitigt werden. Quelle: Bernd Atzenroth
Pritzwalk

Rüdiger Jach erzählt die gute Nachricht des Tages fast beiläufig: Die Stadt Pritzwalk hegt offenbar die Absicht, ab dem 1. Januar 2019 den Streichelzoo im Hainholz zu übernehmen, natürlich vorbehaltlich einer Zustimmung der Stadtverordneten, die erst wieder im September tagen. Ein Vorgespräch hat es aber schon gegeben. Der Vorstand der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald trifft sich deswegen auch bald zu einer Sondersitzung.

Wenn es dazu kommen sollte, dass die Stadt wirklich einspringt, würde sich Jach sehr freuen: „Darauf hatte ich gehofft“, sagte er am Donnerstag im Gespräch mit der MAZ. Wie bereits berichtet, hätte der Streichelzoo mit den zur Verfügung stehenden Mitteln und Kräften in der jetzigen Konstellation nicht mehr weitergeführt werden können. Von der Stadt gibt es aber noch keine Bestätigung dafür.

Weil die Wolfshagener Firma WDM jetzt großzügig Drahtmatten bereitgestellt hat, konnten die Sturmschäden an der Rebhuhnaufzuchtstation im Pritzwalker Hainholz endlich beseitigt werden. Quelle: Bernd Atzenroth

Klar ist: Um die vielfältigen Aufgaben im Hainholz gut erfüllen zu können, sind Jach und seine Mitstreiter mehr denn je auch auf Hilfe von außen angewiesen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Beseitigung der Sturmschäden an der Rebhuhnaufzuchtstation. Vier der Gehege hatten beim Sturm Xavier am 5. Oktober 2017 gelitten. So war eine Buche darauf gefallen. Dank einer großen Spende des Unternehmens WDM aus Wolfshagen sind die Arbeitskräfte im Hainholz derzeit dabei, die Schäden zu beseitigen.

WDM-Chef Ernst Hüffmeier hatte 140 Quadratmeter verzinkte Drahtmatten zur Verfügung gestellt – das ist sogar erheblich mehr, als jetzt benötigt wird. Auch Dachdeckermeister Dietmar Sperling hat Materialien und Sachkosten beigesteuert, um den Wiederaufbau der betroffenen Volieren zu ermöglichen. Nun können dort allein bald 120 junge Rebhühner untergebracht werden.

Erfolgreiche Rebhuhnaufzucht mit langem Anlauf

Obwohl es auch wegen des langen Winters ein schwieriges Jahr war, verläuft die Rebhuhnaufzucht mittlerweile zur vollen Zufriedenheit von Rüdiger Jach: Er rechnet in diesem Jahr mit etwa 350 Rebhühnern von 37 Pärchen. Das ist in etwa die Zahl des Vorjahres. Sie sollen ausgewildert werden. Dafür gibt es bereits eine große Nachfrage, doch ist es noch möglich, Rebhühner im Hainholz dafür zu erwerben. Bei Interesse kann man sich an Rüdiger Jach im Hainholz wenden.

Auch die Erfüllung dieser Aufgabe ist jedoch davon abhängig, mit welcher Struktur im Hainholz künftig gearbeitet werden kann – und selbst die Rettung des Streichelzoos bedeutet nicht, dass man um eine grundsätzliche Debatte über die Zukunft der Einrichtungen im Hainholz und ihrer künftigen Bewirtschaftung herumkommt.

Von Bernd Atzenroth

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