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Pritzwalk Rollentausch in der Pritzwalker KMG-Klinik
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18:16 14.03.2019
Das Team der Pritzwalker Geriatrie ist gemeinsam damit beschäftigt, die aktuellen Patientendaten zu dokumentieren. Quelle: FotoS (2): Antonia Eisermann
Pritzwalk

Schüler des dritten Lehrjahrs der KMG-Bildungsakademie haben für zwei Wochen die Geriatrie-Station im Pritzwalker Krankenhaus übernommen. Die Schüler sollen so auf ihre praktische Prüfung im Sommer und auf den späteren Stationsalltag vorbereitet werden. Das Projekt hilft den Auszubildenden, ein besseres Gefühl für die Patienten und eine gewisse Selbstständigkeit zu entwickeln.

Die Rollen werden sozusagen getauscht, denn die Schüler müssen in diesen zwei Wochen selbst Entscheidungen treffen, tragen Verantwortung für ihre Patienten und müssen gut im Team zusammenarbeiten. Eine examinierte Pflegekraft schaut den Schülern dabei stets über die Schulter.

18 Azubis nehmen diesmal teil

Unterstützt wird die Aktion von den KMG-Häusern in Wittstock, Kyritz, Havelberg und Pritzwalk sowie von den Lehrkräften der Berufsschule. „Der Spaß steht aber im Vordergrund“, erzählt Pflegeleiter Marko Grove.

Schon im vergangenen Jahr gab es das Projekt mit den Auszubildenden der Kranken- und Gesundheitspflege im KMG-Klinikum in Wittstock.

Eine Schulklasse mit 18 Azubis, ein Junge und 17 Mädchen, nehmen diesmal am Projekt teil. Die ersten zwei Tage dienten den Schülern zur Einführung in das theoretische und praktische Wissen. Dort lernten sie, Krankheitsbilder vorzubereiten, Dokumentation zu führen und auch richtig mit Thema Hygiene umzugehen. Vor allem die Dokumentationsführung hätten sie sich einfacher vorgestellt, gestehen die Auszubildenden. Doch auch darin sollen die Schüler ihr Wissen festigen.

Marvin Lange: „Es macht echt Spaß, aber ist auch anstrengend“

Ab dem dritten Tag begann dann die Arbeit auf der Station. Die Auszubildenden wählten unter sich einen Stationsleiter und ernannten dazu ihren einzigen männlichen Mitschüler Marvin Lange.

Wie im Stationsalltag haben sich die angehenden Kranken-und Gesundheitspfleger untereinander in die Früh-, Spät- und Nachtschichten eingeteilt. In jeder Schicht steht eine Praxisanleiterin der vier KMG-Häuser den Schülern zur Seite.

Lieselotte Hamsch (M.) fühlt sich toll betreut von der Auszubildenden Vanessa Richter (r.) und ihrer Anleiterin Claudia Zielke (l.). Quelle: Antonia Eisermann

„Die Auszubildenden werden als eine volltätige Kraft eingesetzt“, schildert Claudia Zielke, Praxisanleiterin aus Pritzwalk. Sie arbeiten direkt mit einem großen Team von Ärzten, verschiedenen Therapeuten und Stationsleitern zusammen. Da ist eine gute Koordination untereinander gefragt. In den darauffolgenden Tagen sollen die Azubis ihre Patienten auch zu den Physio- oder Ergotherapien begleiten.

Ausbildung in der Bildungsakademie

Seit Oktober 2003 wird von der KMG Bildungsakademie in Pritzwalk die Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin beziehungsweise zum examinierten Altenpfleger angeboten.

Die Schule für Altenpflege agiert als Kooperationspartner für verschiedene Träger der stationären und ambulanten Altenhilfe. Dafür stehen 100 Ausbildungsplätze zur Verfügung.

Dieser Abschluss ist im gesamten Bundesgebiet anerkannt. Die Chancen auf einen Arbeitsplatz sind für die Absolventen sowohl in den KMG-Einrichtungen als auch in anderen Einrichtungen sehr gut.

„Es macht echt Spaß, aber ist auch anstrengend“, sagt der gewählte Schüler-Stationsleiter Marvin Lange über seine Arbeit. Gerade zur Mittagszeit wird sie zur Herausforderung. Die Auszubildenden müssen die Therapie- und Behandlungspläne kontrollieren, Blutwerte messen und auf eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung bei den Patienten achten. Trotzdem sieht man den Schülern den Spaß am Projekt an. Sie kümmern sich mit großer Verantwortung um das Wohl ihrer Patienten auf der Geriatrie-Station.

Patienten fühlen sich sehr gut behandelt

Auch die behandelten Patienten scheinen überaus zufrieden zu sein mit der Arbeit der angehenden Kranken- und Gesundheitspfleger. Von ihnen gab es ausschließlich Lob. „Sie sind alle freundlich und man fühlt sich wohl“, sagt Patientin Lieselotte Hamsch.

Dirk Klebingat, Geschäftsführer der KMG-Kliniken sagt: „Der Pflegeberuf wird oft kaputt geredet, dabei ist es ein toller, empfehlenswerter Beruf.“ Das bestätigen auch die Auszubildenden. Auf dem selbstverwalteten Instagram-Account geben die Schüler der KMG-Kliniken kleine Einblicke über das Projekt und zeigen ihre Freude daran.

„Als Schülerin hätte ich mir ein solches Projekt auch gewünscht“

Zum Ende der zwei Wochen tragen die Schüler in einer Evaluation Verbesserungsvorschläge zusammen und geben ein Feedback über die beiden Projektwochen. „Als Schülerin hätte ich mir ein solches Projekt auch gewünscht“, sagt Claudia Zielke und freut sich, dieses Jahr als Praxisanleiterin die Aktion begleiten zu können.

Für nächstes Jahr planen die KMG-Häuser wieder ein solches Projekt für die Azubis des dritten Lehrjahrs, dann vielleicht im KMG-Klinikum in Kyritz.

Von Antonia Eisermann

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