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Pritzwalk Straße nach Neu Krüssow wird ausgebaut
Lokales Prignitz Pritzwalk Straße nach Neu Krüssow wird ausgebaut
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18:48 27.09.2018
Pritzwalks Bürgermeister Ronald Thiel und sein Vize Halldor Lugowski mit dem Plan für die Straßenerneuerung bei Wilmersdorf. Quelle: Bernd Atzenroth
Wilmersdorf

Diese Straße verdient wirklich eine Erneuerung: Wer von Wilmersdorf (Stadt Pritzwalk) aus in Richtung Alt Krüssow oder Neu Krüssow fahren will, hat zuerst einen Straßenabschnitt vor sich, der vor Schlaglöchern nur so strotzt und mitunter hohe Kanten von der asphaltierten Fahrbahn zum Schotterseitenstreifen aufweist. Das 1186 Meter lange und durchaus viel befahrene Teilstück zwischen der Ortsausfahrt von Wilmersdorf und der Einmündung in die Straße zwischen Alt Krüssow und Neu Krüssow ist in einem schlechtem Zustand und wegen der Sommerwegvariante auch nicht wirklich für Begegnungsverkehr geeignet.

Das soll sich bald ändern: Wenn alles klappt, dann wird die Straße zwischen März und Juli 2019 unter Vollsperrung auf 5,50 Meter Breite ausgebaut. Geplant ist dabei eine offene Oberflächenentwässerung über Mulden und Böschungen. Vor allem erhält die Straße endlich einen vernünftigen Belag. „Die Tragdeckschicht wird so gebaut, dass es in den nächsten 30 Jahren kein Problem geben dürfte“, sagte Halldor Lugowski, Amtsleiter für Stadtentwicklung und Infrastruktur in der Stadtverwaltung, am Donnerstag bei einem Ortstermin an der Straße in Wilmersdorf.

Pritzwalks Bürgermeister Ronald Thiel und sein Vize Halldor Lugowski mit dem Plan für die Straßenerneuerung bei Wilmersdorf. Quelle: Bernd Atzenroth

Das alles ist möglich, weil über Fördermittel auf Grundlage der Richtlinie das Potsdamer Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung für den kommunalen Straßenbau zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden 75 Prozent der förderfähigen Kosten finanziert werden können. 546 300 Euro fließen aus dem Landestopf für die Arbeiten. Der Anteil der Stadt ist, wie der neue Pritz­walker Vizebürgermeister erklärte, aber höher als 25 Prozent der Gesamtkosten von etwa 800 000 Euro, weil die Stadt auch die nicht förderfähigen Kosten übernimmt und deshalb insgesamt 255 000 Euro aus städtischen Mitteln aufbringt. „Das ist ein erheblicher Anteil an Eigenmitteln“, findet Lugowski, dessen Ziel es ist, aus jedem städtischen Euro vier Euro an Investitionen heraus zu zaubern.

Für Pritzwalks Bürgermeister Ronald Thiel ist das Vorhaben der Beleg dafür , dass sich die Stadt um ihre Ortsteile kümmert. Er freut sich, das gerade in Wilmersdorf zeigen zu können. Dorthin hatte ihn seine Sommerradtour geführt: „Wir wollen alle Möglichkeiten ausschöpfen, liegengebliebene Dinge anzufassen, die für die Bürger aussichtslos erscheinen.“ Diese Straße war so eine Sache. Doch sie gehört nun zu eine Reihe größerer Vorhaben in den Ortsteilen – wie auch der Straßenbau in Seefeld und bald in Kuckuck – die jetzt zur Umsetzung anstehen.

„Stadt und Land Hand in Hand – das will ich auch leben“

„Stadt und Land Hand in Hand – das will ich auch leben“, resümierte Ronald Thiel, „wir nehmen städtisches Geld in die Hand, unabhängig von der Zahl der Einwohner, aber mit Blick darauf, dass es zur Stadt Pritzwalk gehört.“ Dafür, dass dies nötig ist, sei bei der Sommertour auch Bewusstsein bei den mitradelnden Pritzwalkern geschaffen worden. Die Maßnahmen werden künftig kleinteiliger und in der Anzahl mehr. Thiel: Es wird nicht so sein, dass wir einen Teil der Stadt entwickeln zu Lasten anderer.“

Halldor Lugowski erklärte, dass die Genehmigungsplanung bereits vorliegt. Jetzt sollen die Arbeiten ausgeschrieben und noch in diesem Jahr vergeben werden. Bei entsprechender Witterung könne dann im März der Ausbau beginnen. Notwendige Baumfällungen werden bereits vorher erledigt sein. Zudem sind bereits Absprachen in Sachen öffentlicher Personennahverkehr getroffen worden. So ist gewährleistet, dass die 16 Schulkinder aus Wilmersdorf auch per Bus zur Schule kommen. Auch für nötige Abfahrten für Landwirte gibt es bereits Pläne.

Von Bernd Atzenroth

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