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Pritzwalk Street-Art in der Pritzwalker Museumsfabrik
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00:19 04.12.2018
Halldor Lugowski und Lars Schladitz (v.r.) eröffneten die dritte Ausstellung in der Museumsfabrik. . Quelle: Marcus J. Pfeiffer
Pritzwalk

„So langsam wohnen wir uns hier ein“, sagt Museumsleiter Lars Schladitz. Am Samstagnachmittag eröffnete die dritte Sonderausstellung in diesem Jahr in der Pritzwalker Museumsfabrik. „Bei jeder Eröffnung war ich mit dabei. Der Zuspruch ist stets groß“, so Vizebürgermeister Halldor Lugowski, der sich bei allen Mitwirkenden, vor allem dem Heimatverein als Träger sowie Ideengeberin und Initiatorin Anne Meier, bedankte.

Kleine, spontane und besondere Ausstellung

Auch am Samstag kamen unzählige Gäste zur neuen Ausstellung, die die Kunstwerke des vor zwei Jahren verstorbenen Street-Art-Künstlers Robi the Dog zeigt. Noch bis zum 13. Januar sind etwa 15 Werke ausgestellt. „Es ist eine eher kleine und spontane, aber auch sehr besondere Ausstellung“, betont Schladitz.

Mit Graffiti besprüht: Ein Bauwagen aus der Prignitz ist auch Bestandteil der neuen Sonderausstellung von Rubi the Dog. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Wie etwa in Berlin und Hamburg, in vielen großes Städten war sie schon zu sehen. Vermutlich ist sie so in diesem Rahmen in der Prignitz zum letzten Mal ausgestellt. „Die Familie ist sich nicht sicher, ob sie die Ausstellung aus emotionalen Gründen noch einmal zeigen will“, berichtet Diana Marossek aus der Galerie Street Art in Berlin. Sie ist eine Expertin zum Thema Street Art und hat die Arbeiten von Robi The Dog über längere Zeit begleitet.

„Er gibt den Werken eine Tiefe“

Robi the Dog war ein im Baseler Land ansässiger Schweizer Straßenkünstler, der seine farbenfrohe und faszinierende Kunst an vielen Orten in Europa hinterließ. Eine genaue Anzahl ist nicht bekannt. Die Werke der Ausstellung sind eine der wenigen, die nicht irgendwo fest an Wänden verewigt sind. Bevor Rubi the Dog jedoch anfing sich der Street-Art zu widmen, war er über zehn Jahre als Graffit-Schreiber unterwegs. Er schuf farbenfrohe Werke mit kuriosen Menschen- und Tierbildern, die auf ironische und fantasievolle Weise das Weltblick des Künstlers widerspiegeln.

Diana Marossek berichtete nicht nur als Expertin über die Werke, sondern auch als guter Freund des Künstlers. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Er spielt mit der Farbe und lässt immer wieder gesellschaftliche Themen mit fassbaren Inhalt einfließen. „Er gibt den Werken eine Tiefe“, so Marossek. Ein Beispiel dafür ist ein im Jahr 2015 erschaffendes Bild, das auf den islamischen Staat aufmerksam macht. Neben Kermit der Frosch, einem Seemannsskelett und einem Bauwagen aus der Prignitz ist auch das in der Ausstellung der Museumsfabrik zu sehen.

Rubi the Dog sah sich nie als Künstler

Bekannt wurde Robi the Dog vor allem mit der sogenannten „Stencil Art“, der Schablonenkunst, die er mit viel Einfallsreichtum und Leidenschaft aufs Papier brachte, bevor sie als Wandbilder in vielen Straßen Europas auftauchten. „Diese Art der Kunst kostete ihm viel Vorbereitungszeit, manchmal über zwei Tage“, informiert die Expertin. Pro Farbe brauchte er eine Schablone, da kommen schnell bis zu 20 zusammen, erzählt sie. Ausgestellt sind Atelierarbeiten auf ganz unterschiedlichen und zum Teil auch ungewöhnlichen Materialien wie rostigen Blechen oder einer alten Holztür.

Farbenfrohe Bilder beschäftigen sich mit der Gesellschaft. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Der Schweizer Straßenkünstler verstarb im August 2016. Er war in der Street-Art-Szene hochgeschätzt, sah sich aber selbst nie als Künstler. „Er blieb immer bodenständig und hatte für jeden ein offenes Ohr“, erinnert sich Diana Marossek. Sie betonte auch, dass seine Kunst keine Straftat gewesen ist.

Von Marcus J. Pfeiffer

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