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Pritzwalk Ungewöhnliches Konzert im Schloss
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00:20 13.02.2019
Sie haben Spaß an ihrer Musik: Alexa Rodrian und Jens Fischer Rodrian im Schloss Wolfshagen. Quelle: Bernd Atzenroth
Wolfshagen

Als die „Little Black Fly“ davonflog, da konnte man sie fast fliegen hören. Jens Fischer Rodrian setzte musikalisch liebevoll um, was seine Frau Alexa Rodrian in ihrem Lied erzählte. Die anrührende Geschichte von den Marienkäfern, die sich immer rund um das Holzkreuz auf dem Grab ihres Vaters gesammelt hatten, hatte sie zwar in Englisch gesunden. Zuvor hatte sie sie aber auf deutsch erzählt.

Es war am Samstag ein ungewöhnliches Konzert für das Schloss Wolfshagen, das sicher mehr Besucher verdient gehabt hätte. Doch vielleicht war das gerade ein Grund, warum die Atmosphäre so schön und dicht war. Niemand im Publikum hätte wohl bemerkt, wie viel Improvisation dabei war. Denn das Musikerpaar fühlt sich erst in sein Publikum ein und entscheidet spontan, was gespielt wird, wie Jens Rodrian danach sagte.

Sie mag es, auf Englisch zu singen, erzählt ihre Geschichten aber auch in Deutsch: Alexa Rodrian. Quelle: Bernd Atzenroth

Beide sind Vollblutmusiker. Sie leben mit ihren beiden Kindern in Berlin, wo Jens Fischer Rodrian die Blue Man Group leitet. Doch auch die Sprache und ihre Geschichten sind ihnen wichtig. Alexa Rodrians Vorliebe für die englische Sprache kommt aus der Zeit, als sie in New York studierte und sich mit Songwriting und Jazz beschäftigte. Dort hatte sie auch ihren Mann kennengelernt. Zu der deutschen Übersetzung hatte Konstantin Wecker die gebürtige Münchnerin ermuntert. Das Ehepaar stand mit dem großen Liedermacher schon gemeinsam auf der Bühne.

Und so trägt Alexa Rodrian die Übersetzung ihrer Liedtexte vor, etwa von „Shall we dance“, in dem sie ihrer alten Liebe zum Tanz, insbesondere dem Stepptanz von Fred Astaire und Ginger Rogers, Ausdruck gibt. Diese Liebe zum Tanz teilt ihr Mann nicht – das Lied ist trotzdem auch für ihn.

Einfühlsamer Gitarrist und Surfer zwischen den Stilen: Jens Fischer Rodrian. Quelle: Bernd Atzenroth

Was die beiden machen, ist nicht einfach Jazz und stilistisch nicht festgelegt. Mal pluckert die Rhythmusmaschine zum Bass von Alexa Rodrian und der Gitarre ihres Mannes, dann spielt dieser wiederum mit sich selbst per Loop-Technik. „Aus „House of the rising sun“ machen die beiden wiederum Jazz. Oft reicht Jens Rodrians Gitarre als musikalische Begleitung.

Wer da war, wird diesen Nachmittag sicher nicht vergessen. Alexa und Jens Fischer Rodrian auch nicht: „Danke, dass wir an diesem wunderbaren Ort spielen konnten“, sagte Alexa Rodrian am Schluss zu Bernhard von Barsewisch vom Förderverein Schlossmuseum Wolfshagen.

Am 16. März kommt ^ie Songwriterin Nikki Forova

Einen weiteren Ausflug ins Singer/Songwriter-Genre unternehmen die Veranstalter im Schloss Wolfshagen am 16. März. Zur Eröffnung einer neuen Ausstellung wird Nikki Forova um 15 Uhr mit der Violinistin Constanze Müller spielen.

Von Bernd Atzenroth

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