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Pritzwalk Warten auf Entscheidung für PK-Kennzeichen
Lokales Prignitz Pritzwalk Warten auf Entscheidung für PK-Kennzeichen
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17:42 21.08.2018
Noch Zukunftsmusik: Die Wiederauflage des PK-Kennzeichens. Quelle: Foto: Bernd Atzenroth
Pritzwalk

Ronald Thiel lässt nicht locker: Pritzwalks Bürgermeister setzt sich mit großer Energie dafür ein, dass das alte PK-Kennzeichen reaktiviert werden kann. Und Thiel kann dabei jetzt auch auf ein Schreiben des Landes verweisen, das er als Unterstützung seiner Position ansieht. Denn in dem Schreiben teilt das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung mit, „dass mittlerweile die Mehrzahl der Landkreise Altkennzeichen wieder eingeführt haben“ und dass die Vergabe nach den Informationen des Ministeriums „problemlos“ laufe. Für Thiel ist das ein deutliches Zeichen, dass es aus Ministeriumssicht keinen Hinderungsgrund geben kann.

Allerdings geht aus dem Schreiben auch klar hervor, dass „Altkennzeichen nur in Abstimmung mit den betroffenen Landkreisen wieder eingeführt werden sollen“. Dies sei deshalb geschehen, da die spätere Umsetzung den Zulassungsbehörden der Landkreise obliege. Das bedeutet auch, dass der Landkreis den Antrag zur Wiedereinführung eines Kennzeichens beim Ministerium stellen muss. Also müssen sich Stadt und Kreis irgendwann einigen.

Auf ein Schreiben vom Landrat in der Sache wartet Ronald Thiel noch, wie er am Montag der MAZ sagte. Dabei hatte es bereits viel Austausch in dieser Angelegenheit gegeben. Der Kreis hatte sich dabei auch nicht dem Anliegen verschlossen, aber auch Probleme gesehen, etwa dass nicht alle Altkennzeichen im Landkreis Prignitz ausgegeben werden können – kommen würde ja gerne das Kyritzer Kennzeichen haben, das aber nur im OPR-Kreis ausgegeben werden könne. Thiel lässt dieses Argument nicht gelten: „Wenn ein Hamburger heute in den Landkreis Prignitz zieht, kann er ja auch sein HH-Kennzeichen mitnehmen. Insofern kann ich das nicht nachvollziehen.“

Zum Kennzeichenthema hatte Torsten Uhe auch bei seiner Halbzeitbilanz vor drei Wochen nichts gesagt, sondern sich lediglich zum zweiten Thema geäußert, das immer im Zusammenhang mit dem Kennzeichenstreit diskutiert wurde: Einer Kfz-Zulassungsstelle in Pritz­walk würde sich der Landrat nicht verschließen. Doch Thiel ist es im Moment wichtiger, in Sachen Kennzeichen weiterzukommen. Und er sieht sich in einer weit besseren Verhandlungsposition als vor einem Jahr. Denn mittlerweile gibt es in der Stadt eine eindeutige Beschlusslage: Parteiübergreifend fand der von den Fraktionen von CDU und FDP initiierte Antrag Zustimmung, nachdem der Bürgermeister damit beauftragt wird, alle notwendigen Maßnahmen zur Wiedereinführung des Kfz_Kennzeichens PK einzuleiten.

Begründung für die Maßnahme: Wenn das Altkennzeichen wieder eingeführt, würde sich die Erkennbarkeit der Stadt Pritzwalk im Kfz-Bereich deutlich erhöhen. Die Fraktionen reagierten mit dem Antrag nach eigenem Bekunden auch auf den „vielfachen Wunsch aus der Bevölkerung“. Und alle Befürworter einer solchen Lösung können sich auch auf eine wissenschaftliche Expertise stützen, die unter Leitung von Professor Ralf Bochert angestrengt worden war und sich „Heilbronner Initiative Kennzeichenliberalisierung“ nennt. Das Forschungsteam hatte bereits 2010 bis 2012 bei einer Umfrage unter 50 000 Bürgern in 200 Städten herausgefunden, dass 72 Prozent der Befragten die Rückkehr zu den Altkennzeichen begrüßten. Seit der Bund die Möglichkeit dazu eröffnete, wurden bereits über 300 Kennzeichen wieder eingeführt – unter anderem in Wittstock und Kyritz.

Von Bernd Atzenroth

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