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Prignitz Pritzwalker Blauröcke auch in Orange sicher
Lokales Prignitz Pritzwalker Blauröcke auch in Orange sicher
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02:16 21.09.2015
Verschiedene Aufgaben, verschiedene Bekleidung: die Einsatzuniformen der Pritzwalker Feuerwehr. Quelle: Andreas König
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Pritzwalk

Es klang bedrohlich: „Trifft es zu“, fragte Christian Kenzler, „dass einige Feuerwehrleute in unzulässigen orangefarbenen Uniformen Brände löschen?“ In der Einwohnerfragestunde der Pritz­walker Stadtverordnetenversammlung sorgte die Frage für einiges Murmeln, aber zunächst konnte der stellvertretende Bürgermeister Ronald Thiel nur sagen, dass die Wehren nach und nach mit der erforderlichen Ausrüstung versehen werden.

Doch Stadtbrandmeister Volker Lehmann und seinem Stellvertreter Peter Gronau ließ die Frage keine Ruhe. „Selbstverständlich sind alle unsere Kameraden vorschriftsmäßig ausgerüstet“, sagte Peter Gronau. Doch die nicht zu leugnenden farblichen Unterschiede der Uniformen hätten historische Ursachen. „In den 90er Jahren waren orangefarbene Uniformen Standard“, erinnert sich Stadtbrandmeister Volker Lehmann. Gerade als die meisten Kameraden neue, orangefarbene Uniformen nach Westvorbild erhalten hatten, überlegten es sich die Verantwortlichen des Landes Brandenburg anders und führten die heute noch üblichen schwarzblauen Uniformen ein. „Doch die anderen orangefarbenen Uniformen dürfen nach wie vor verwendet werden, wenn sie nicht verschlissen sind“, sagt Peter Gronau. Diese Monturen haben die Schutzstufe 1. Sie dürfen bei der Brandbekämpfung im Freien oder bei technischer Hilfeleistung getragen werden.

Etwas anders ist die Situation bei der Brandbekämpfung in Gebäuden. Dabei sind Uniformen der Schutzstufe 2 vorgeschrieben. Sie bestehen aus drei oder vier Lagen und sind so robust, dass sie einer sogenannten Durchzündung, also einer Feuerwalze, standhalten. Diese Uniformen sind heutzutage in Brandenburg nur noch in Schwarzblau erhältlich. „Allerdings kosten sie weitaus mehr als die Uniformen der Schutzstufe I“, berichtet Peter Gronau. Kann man einen Feuerwehrangehörigen mit einer Einsatzuniform der Stufe I für etwa 320 Euro zuzüglich rund 200 Euro für einen Helm ausrüsten, kostet die Stufe 2 fast 900 Euro, den 250 Euro teuren Helm noch nicht mit eingerechnet. „Wir haben in allen Wehren der Stadt Pritz­walk und der Ortsteile etwa 350 aktive Kameraden“, sagt Volker Lehmann. Davon seien 70 Atemschutzgeräteträger, die ihrerseits die höherstufige Schutzkleidung besitzen.

„Sicher ist es wünschenswert, die Kameraden nach und nach mit den Uniformen des neuen Standards zu versorgen, aber nicht jeder braucht die teure Uniform“, sagt Peter Gronau.

Christian Kenzler hatte bei dem schweren Brand in der Wallstraße im Juni beobachtet, dass Feuerwehrleute in orangefarbenen Uniformen Atemmasken trugen. „Das waren sicher Rauchschutzmasken“, sagt Volker Lehmann. Ins brennende Gebäude dürfen Feuerwehrleute nur mit Atemschutzgeräten und der passenden Uniform. Und die ist schwarzblau. „Wir sparen nicht an der Feuerwehr“, versichert Vizebürgermeister der Stadt, Ronald Thiel.

Von Andreas König

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