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Pritzwalker Brandgrundstück wird bebaut

Lücke in der Marktstraße Pritzwalker Brandgrundstück wird bebaut

In der Nacht vom 5. zum 6. Juni 2006 hatten Brandstifter das Fachwerkhaus in der Pritzwalker Marktstraße 30 abgebrannt. Seitdem ist die Lücke eine Wunde im Stadtbild. Jetzt soll das Grundstück wieder bebaut werden - seniorengerechte Wohnungen sind in Planung.

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Das Schild "Wie wär's mit uns beiden?" hat schon an mehreren Stellen zu Sanierung und Neubau ermuntert.

Quelle: Claudia Bihler

Pritzwalk. Einmal mehr hat ein Investor positiv auf die Frage „Wie wär's mit uns beiden?“ geantwortet, die die Stadtverwaltung bezüglich des Leerstands in der Pritzwalker Innenstadt auf großflächigen Tafeln gestellt hat: Das brache Grundstück in der Marktstraße 30 ist verkauft, zum 1. Juni findet der Eigentümerwechsel statt.

Gebaut werden soll im kommenden Jahr

„Eigentlich ist es deshalb noch viel zu früh, um etwas Konkretes zu dem Vorhaben zu sagen“, sagt Angelika Biallas von der Prignitzer Immobilienberatungs- und Verwaltungs-Gesellschaft, die im Namen der ehemaligen Eigentümer das Grundstück seit Jahren verwaltet.

Dennoch kann sie bereits sagen, dass die neue Eigentümergesellschaft, eine Firma aus Neuruppin, auf alle Fälle Wohnraum schaffen möchte. Gebaut werden soll im kommenden Jahr. Biallas: „Das Haus soll aber, in welcher Form auch immer, seniorengerecht gestaltet werden.“ Gespräche mit potenziellen Betreibern seien vom Eigentümer bereits aufgenommen worden. „Aber was auch immer dort gebaut wird: Es ist schön, dass an dieser Stelle etwas geschieht, das Grundstück war ein echter Schandfleck in der Stadt.“

Am 6. Juni 2006 brannte das Fachwerkhaus

Die Bebauungslücke in der Pritzwalker Mitte war seit neun Jahren eine Wunde im Stadtbild. Eigentlich bereitete sich die Stadt gerade auf seine Jubiläumsfeiern zum 750-jährigen Bestehen vor, da versetzte ein nächtlicher Brand die Einwohner in Aufregung. In den frühen Morgenstunden des 6. Junis 2006 stand der Dachstuhl des Fachwerkhauses in der Marktstraße 30 lichterloh in Flammen. Die Feuerwehr holte aus dem Dachgeschoss per Bronto-Skylift eine Person, zu retten war danach aber nicht mehr viel: Vor allem die Flammen und tausende Liter von Löschwasser beschädigten den historischen Lehmbau so schwer, dass er kurze Zeit später nur noch abgerissen werden konnte. Nur mit Mühe hatte die Feuerwehr damals verhindern können, dass die Flammen auf Nachbargebäude übergreifen konnten.
„Wir wissen nach wie vor nicht, ob der Brandstifter jemals überführt werden konnte“, sagt die Verwalterin des Grundstücks. Auch entsprechende Anfragen der MAZ bei Polizei und Staatsanwaltschaft blieben bisher ergebnislos.

Mit dem Haus ging auch ein Stück Pritzwalker Geschichte verloren: In dem Gebäude hatte im Jahr 1887 der ehemalige Bürgermeister Emil Doerfel eine Mansardenwohnung bezogen, nachdem er zuvor drei Monate lediglich im Hotel gelebt hatte. Zu seinem Amtsantritt war Doerfel aus Frankfurt (Oder) an die Dömnitz gezogen, wo er für seine Stadtbild prägende Arbeit bis heute hohes Ansehen in der Region genießt.

Von Claudia Bihler

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