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Prignitz Pritzwalker Feuerwehr feiert die Million
Lokales Prignitz Pritzwalker Feuerwehr feiert die Million
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00:27 14.12.2015
Christian Seidel, Christian Duchrau und Frank Blumenthal sowie Patrick Fenske und Norman Feuerböter (v. l.) feiern eine Million Besucher. Quelle: Claudia Bihler
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Pritzwalk

Die verqualmte Einsatzkleidung haben sie noch nicht ganz abgelegt, da sitzen die beiden Pritzwalker Feuerwehrleute Norman Feuerböter und Christian Weidel bereits am Computer und verfassen einen Beitrag für die Webseite der Feuerwehr: „Tun wir das mal nicht sofort, sondern ruhen uns erst ein bisschen aus, fragen die Leute schon nach, wieso noch nichts im Internet zu lesen ist.“

Der Bildschirm mit den Informationen der Internetseite hängt dort, wo sonst die Einsatzpläne zu finden sind. Quelle: Claudia Bihler

Vor allem nach Einsätzen steigen die Zugriffszahlen auf die Internetpräsenz: Im November, als die Feuerwehr neben dem Großbrand im Gewerbegebiet Süd diverse Einsätze zu absolvieren hatte, waren es über 25 000 Zugriffe. Doch auch zu ganz normalen Zeiten verzeichnet die Wehr täglich 500 Besucher auf ihrer Homepage. Eine Million Leute haben die Seite inzwischen gelesen – von der riesigen Zahl sind die Feuerwehrleute nach wie vor ein bisschen überrascht, obwohl sie bereits seit sechs Jahren im Netz arbeiten.

Am 12. Mai 2009 konnte der ehemalige Feuerwehrchef Peter Gronau vermelden: „Die Pritzwalker Feuerwehr ist im Internet.“ Das erste Jahr war mühsam: Jede einzelne Seite mussten die beiden schreibenden Feuerwehrleute einzeln erstellen, jedes Foto verlangte viel Arbeit am Computer. Knapp 17 000 Besucher sahen sich im ersten Jahr die Seite an – das sind wesentlich weniger als die über 20 000 Nutzer, die heute in einem Monat vorbeischauen.

Nach zwölf Monaten stieg Patrick Fenske von Net-IT ehrenamtlich ein und renovierte Funktion und Design der Seite gründlich. Von da an konnte die Feuerwehr Einsätze in Formulare eintragen und auch ansonsten hat Fenske für viel Dynamik gesorgt. Unwetterwarnungen werden eingeblendet, die Geschichte der Wehr wird bis zurück ins Gründungsjahr 1872 dargestellt, Jugendgruppen wie die Pritzwalker Löschrüpel berichten in Bild und Text von ihren Aktivitäten und wer einen Fachbegriff nicht versteht, kann im Feuerwehrlexikon nachschauen. Zwei Mal hängte der Provider die Pritz­walker schon ab, weil der Datenverkehr zu hoch war: Das wurde aber inzwischen geändert. Auch die Anbindung an Facebook und Twitter ist heute selbstverständlich. Drei Mal wurde die Seite bereits ausgezeichnet, darunter 2013 mit fünf Helmen der Firma Draeger als eine der 20 besten Feuerwehrseiten bundesweit.

Dass der Auftritt bis heute ohne Werbung auskommen kann, ist dem Förderverein der Feuerwehr zu verdanken: Der finanziert die Öffentlichkeitsarbeit im weltweiten Netz seit dem ersten Tag.

Von Claudia Bihler

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