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Pritzwalker Feuerwehr gut aufgestellt

Ortswehrführer blickte auf 2015 zurück Pritzwalker Feuerwehr gut aufgestellt

Die Kameraden der Pritzwalker Feuerwehr mussten 2015 insgesamt 84 mal ausrücken – etwas mehr als im Jahr zuvor. Dabei nahm der Anteil technischer Hilfeleistungen gegenüber Bränden weiter zu. Immer häufiger müssen die Männer und Frauen Bäume nach Unwettern wegräumen oder eingeklemmte Personen befreien.

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Der Brand in der Pritzwalker Wallstraße zählte mit zu den größeren Einsätzen im vergangenen Jahr.

Quelle: Claudia Bihler

Pritzwalk. Das Jahr ist gerade drei Wochen alt, da hatten die Pritz­walker Feuerwehrleute bereits sieben Einsätze – die beiden letzten am vergangenen Samstag. Das setzte den leichten Trend fort, der sich im Jahr 2015 mit 84 Einsätzen abzeichnete: dass die Feuerwehr immer häufiger gefragt ist. „Das Jahr 2015 war eines, das uns mehr forderte als die Vorjahre“, sagte Ortswehrführer Adrian Zechser in der Hauptversammlung der Wehrmitglieder am Freitagabend. Immerhin 1295 Stunden leisteten die Männer und Frauen an den Unglücksorten ab – freiwillig.

Zu den längsten Einsätzen zählte der Großbrand im TAC Pritz­walk am 19. November, bei dem die Einsatzkräfte laut Zechser elf Stunden vor Ort waren. Auch der Brand eines Wohn- und Geschäftshauses in der Pritzwalker Wallstraße dürfte vielen in Erinnerung bleiben. Dabei machen die technischen Hilfeleistungen einen immer größeren Teil der Arbeit aus, weiß Zechser: „Bäume wegräumen nach Unwettern, eingeklemmte Personen befreien, Türöffnungen, Einsätze mit gefährlichen Stoffen“, zählt der Wehrführer auf. Das erfordere eine entsprechende Ausbildung, die die Ehrenamtler wiederum in ihrer Freizeit absolvieren.

Auszeichnungen und Beförderungen

Folgende Beförderungen gab es in der Pritzwalker Wehr: vom Feuerwehrmannanwärter zum Feuerwehrmann Elisabeth Ruske, Martin Calmon, Holger Friese, Danny Mittag, Mike Scharief; vom Oberfeuerwehrmann zum Hauptfeuerwehrmann: Kilian Zechser; vom Hauptfeuerwehrmann zum Löschmeister Carlo Conrath, Stephan Gellert, Mark Histermann; vom Löschmeister zum Oberlöschmeister: Matthias Elert; vom Ersten Hauptlöschmeister zum Brandmeister Uwe Gursch; vom Brandmeister zum Oberbrandmeister: der stellvertretende Ortswehrführer Dirk Blohm; vom Oberbrandmeister zum Hauptbrandmeister der Ortswehrführer Adrian Zechser.

Belobigungen erhielten für ihre überdurchschnittlich hohe Teilnahme an Einsätzen und Ausbildungsangeboten Stephan Gellert, Sven Schöttle, Christian Weidel, Norman Feuerböter und Carlo Conrad.

Das Ehrenkreuz in Silber des Landesfeuerwehrverbandes wurde dem zweiten stellvertretenden Ortswehrführer Klaus Köpke für sein jahrelanges Engagement überreicht.

Das könne man nicht genug würdigen, findet Zechser und verweist darauf, dass die 92 Mitglieder der Pritzwalker Stadtfeuerwehr gerade mal 0,78 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Stadtbrandmeister Volker Lehmann sieht das indessen etwas entspannter: „Das liegt an der Struktur, in den Ortsteilen sieht das anders aus.“ So seien etwa in Mesendorf zehn Prozent der Einwohner in der Feuerwehr. Und auch zum Beispiel in Beveringen würden viele Eltern über ihre Kinder zur Truppe stoßen. Rein rechnerisch liegt laut Lehmann die Sollstärke für Pritz­walk und die Ortsteile bei 247, aktiv sind rund 340 Einsatzkräfte, so der Stadtbrandmeister. „Auch wenn Pritzwalk die größte Feuerwehr hat, bedarf es der Unterstützung der anderen Wehren.“

Technische Hilfeleistungen, etwa beim Beseitigen von Ölspuren wie hier in der  Straße Am Kietz, nehmen   zu

Technische Hilfeleistungen, etwa beim Beseitigen von Ölspuren wie hier in der Straße Am Kietz, nehmen zu.

Quelle: Andreas König

Mit Erfolg werden seit einigen Jahren Kinder in die Jugendfeuerwehr aufgenommen: „Der Zulauf hat sehr zugenommen“, so der Ortswehrführer. Das sei nicht zuletzt den Betreuern Marc Histermann, Roberto Buschow sowie Franziska und Tobias Ramin zu verdanken, die es schaffen, den Nachwuchs mitzunehmen. Inzwischen gebe es sogar eine Warteliste. Rege sei auch die Alters- und Ehrenabteilung, deren 13 Mitglieder sich zehnmal im Jahr treffen.

Dass viel Freizeit für die Arbeit in der Feuerwehr geopfert wird, ist unbestritten. Die Arbeit der 56 Aktiven, von denen drei Frauen sind, beschränke sich nicht allein auf die Einsätze. Intensive Ausbildung auch an der speziellen Technik sei nötig, damit im Ernstfall alles glatt läuft, so Zechser. So verfüge die Wehr über 24 einsatzfähige Atemschutzgeräteträger. Das Durchschnittsalter der Feuerwehrmitglieder liege bei 37 Jahren. Für den Fuhrpark und die sensible Technik steht Peter Gronau als Angestellter der Stadt Pritz­– walk zur Verfügung. Er gehe aber in absehbarer Zeit in den Ruhestand. Ortswehrführer Zechser hofft daher, dass die Stadtpolitik eine Fortschreibung der Stelle beschließt und diese dann wieder neu besetzt wird. „Das ist kein Gebiet, das man ehrenamtlich so nebenbei bewerkstelligen kann“, sagt er. Eine gute Zusammenarbeit gebe es mit der Stadt: So könne über die Mitarbeiter des Stadtbetriebshofes tagsüber die Einsatzbereitschaft abgesichert werden. Zechser sprach auch allen anderen Partnern der Feuerwehr seinen Dank aus.

Von Beate Vogel

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