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Pritzwalker Kinder ins Mittelalter entführt

Lesung mit Marlies Bardelie Pritzwalker Kinder ins Mittelalter entführt

Wie aus Liebe die Wäscheleine und der Regenschirm erfunden wurde, darüber wird in dem Kinderbuch von Marlies Bardelie erzählt. In der Pritzwalker Bibliothek nimmt die Hamburger Autorin die Kinder mit auf eine Reise ins Mittelalter und zu Herrn Kubin, einem menschenscheuen Erfinder. Der ist mächtig verliebt.

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Marlies Bardeli las in Pritzwalk aus ihrem Buch „Timur und die Erfindungen aus lauter Liebe“.

Quelle: Andreas König

Pritzwalk. Es ist eine charmante Vorstellung, dass viele der heutigen Annehmlichkeiten ihre Existenz der Liebe verdanken. Genau diese Herleitung schildert Marlies Bardeli in ihrem Buch „Timur und die Erfindungen aus lauter Liebe“. Zweimal liest die in Reinbek bei Hamburg lebende Autorin am Montag vor Pritzwalker Schülern in der Stadtbibliothek. Das Buch handelt von Herrn Kubin, einem menschenscheuen Erfinder. Seinem ebenso genialen wie eigenbrötlerischen Geist verdankt die Menschheit die Erfindung des Besens, der Wäscheleine und des Regenschirms. Jedenfalls verhält sich das so in Marlies Bardelis Werk.

Herrn Kubins große Liebe ist Agatha. Ihr will er das Leben leichter machen. Die Angebetete wiederum weiß gar nichts von ihrem Glück. Sie wundert sich nur, wieso zum Beispiel nach einem Gewitter eine „Wäschetrocknungsleine“ an ihrem Haus befestigt ist, auf der sie die frisch gewaschene Wäsche zum Trocknen aufhängen kann mit Holzklammern, die so aussehen wie Spatzen. Marlies Bardeli bringt den Kindern nicht nur die Figuren ihres Buches näher, sondern unternimmt auch Ausflüge in die Sprache. „Fenster nannte man früher Windauge“, sagt sie. „Wenn ihr das englische Wort ,Window’ hört, könntet ihr spüren, wie der Wind sachte hindurch weht“, sagt sie. Die Figuren fahren in einem regelrechten Liebeskarussell mit, wobei keines Protagonisten Liebe vom jeweils Verehrten erwidert wird: Agatha liebt Eduard von Ackerfeld, der liebt Magdalene, die hat nur Augen für den blondgelockten Friedrich, der sich wiederum nach Franz verzehrt. Der wiederum liebt nur die Natur.

Das Buch wurde in mehrere Sprachen übersetzt, darunter ins Spanische. Die Autorin zeigt die verschiedenen Illustrationen, bezieht die Kinder in die Lesung ein und schlägt eine Brücke in die Gegenwart, wenn sie fragt „Wie viele Outfits habt ihr Zuhause?“ Alles in allem eine unterhaltsame Lesung, an der Schüler der 4. Klassen der Pritzwalker Jahn-Grundschule und der Quandtschule ihren Spaß hatten.

Von Andreas König

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