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Prignitz Pritzwalker Klinik bekommt neuen Chefarzt
Lokales Prignitz Pritzwalker Klinik bekommt neuen Chefarzt
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00:32 13.06.2015
Bernd-Michael Harnoss Quelle: MAZ
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Pritzwalk

Bernd-Michael Harnoss heißt der neue Chefarzt für Gefäßmedizin im KMG-Klinikum Pritzwalk. Der Platz auf seiner Visitenkarte reicht nicht aus, um all seine Qualifikationen darauf zu vermerken, die er im Laufe seines langen Berufslebens erworben hat: Er ist sowohl Facharzt für Allgemein-, Gefäß- und Viszeralmedizin, er hat sein Facharztstudium als Zahnarzt abgeschlossen und zudem hat er eine Professur an der Freien Universität in Berlin inne, wobei er auch in Leipzig lehrt. Viele Jahre war er zunächst in Berlin Chefarzt für Gefäß- und Viszeralchirurgie unter anderem am Martin-Luther-Krankenhaus, bevor er für einige Jahre ins Leipziger Herz- und Gefäßzentrum in eine Chefarztstelle wechselte. „Jetzt hat es aber dort Veränderungen gegeben, so dass ich auch einmal etwas anderes tun möchte“, begründet er seinen Wechsel nach Pritzwalk. „Ich finde es eine spannende Aufgabe, das Haus hat mich überzeugt, weil es hier moderne Strukturen gibt. Zudem ist das Haus, das aus den drei Krankenhäusern in Wittstock, Kyritz und Pritzwalk besteht, mit seinen 500 Betten ja auch kein ganz kleines Haus“, meint er. Gleichzeitig gebe es ein hohes medizinisches Potenzial, weil die Gefäßkrankheiten häufig seien, aber nur bescheidene medizinische Angebote für Patienten bestehen würden.

Netzwerk für gesunde Füße

Als eine Aufgabe sieht der neue Chefarzt im Pritzwalker KMG-Klinikum an, ein Netzwerk für Fußmedizin bei Diabetikern ins Leben zu rufen. Ziel ist, die Geh- und Stehfähigkeit bei den Patienten zu erhalten.

 

Beim diabetischen Fußsysndrom können sich auch kleinste Wunden an den Füßen zu schweren Nekrosen entwickeln.

 

Bei Behandlungen möchte Bernd-Michael Harnoss Klinik- und Hausärzte, orthopädische Schuhmacher und Fußpfleger mit ins Boot holen.

Seine künftigen Schwerpunkte sieht er bei der Behandlung mehrerer Krankheiten: Der so genannten Schaufensterkrankheit, die ihren Namen bekam, weil fast ausschließlich Raucher unter ihr leiden, die wegen Schmerzen in den Beinen bei Spaziergängen oft vor Schaufenstern stehen bleiben. Zweiter Schwerpunkt ist der diabetische Fuß – also solche Wunden, die bei Diabetikern leicht unbeachtet bleiben – und schlussendlich bis hin zu Amputationen führen können. Weitere Aufgaben sieht er in der vorbeugenden Behandlung gegen Durchblutungsstörungen des Gehirns und gegen Schlaganfall, an der Hauptschlagader und auch an den venösen Gefäßsystemen – etwa bei Krampfadern oder Thrombosen. „Und schließlich gibt es auch die kosmetischen Behandlungen, etwa bei Besenreißern. Die sind zwar nicht gefährlich, aber wenn sie behandelt sind, werden Beine einfach schöner“, meint Harnoss.

Eigentlich müsste der 66-Jährige gar nicht mehr arbeiten: „Aber ich übe meinen Beruf sehr gerne aus, es ist einfach schön, wenn man Menschen helfen kann“, meint er. Dabei legt er Wert darauf, auch selbst gesund zu leben: „Die Gefäße halten unseren Körper gesund, daran glaube ich und dafür tue ich auch viel.“ Dazu gehört unter anderem Sport: Muskeltraining und Jogging gehören für den neuen Pritzwalker Chefarzt dazu, ebenso wie eine Ernährung, mit der Übergewicht vermieden wird.

Obwohl seine Familie in Berlin lebt, möchte er eine Wohnung in Pritzwalk beziehen: „Das ist den Leuten gegenüber nur fair. Aber derzeit ich noch keine Wohnung gefunden.“

Von Claudia Bihler

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