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Pritzwalker Marktlandschaft ändert sich

Neuer Rewe und Runderneuerung bei Aldi und Edeka Pritzwalker Marktlandschaft ändert sich

Ein Schandfleck in Pritzwalks Stadtkern soll jetzt beseitigt werden: Die Stadtverordneten befürworteten am Mittwoch den Neubau eines Rewe-Marktes an der Bergstraße. Außerdem dürfen sich in Pritzwalk Nord der Edeka- und der Aldi-Markt runderneuern und vergrößern. Trotz klarer Mehrheit gab es eine durchaus kontroverse Diskussion.

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Die Pritzwalker Stadtverordneten entschieden über den Supermarktneubau.

Quelle: Atzenroth

Pritzwalk. Die Pritzwalker Stadtverordneten befürworteten am Mittwochabend mit großer Mehrheit den Bau eines Rewe-Marktes an der Bergstraße. Nach breiter Diskussion stimmten 16 Stadtverordnete für den Antrag. Einzig Rüdiger Kurtz (SPD) war dagegen, Andreas Schmolke (Linke) enthielt sich der Stimme. Zustimmung fand auch der Wunsch, den Aldi- und den Edeka-Markt in Pritzwalk-Nord neu und größer zu bauen.

Einig war man sich mehrheitlich darin, dass so schnell keine bessere Chance mehr kommen wird, das Gelände an der Bergstraße so grundlegend umzugestalten, zumal mit einem sehr solventen Investor, der zudem bereit ist, auf die Wünsche der Stadt einzugehen. Kurtz hingegen sieht die gesamten Gewerbeflächen in der Stadt als ausreichend an. Wenn ein Markt neu gebaut werde, bestehe daher die Gefahr, dass sich nicht alle Märkte halten und wieder Marktgebäude leerstehen. Kurtz: „Mir erschließt sich die Logik nicht, dass wir größere Märkte brauchen.“

Der zehnte Verbrauchermarkt in der Stadt

Andreas Schmolke wiederum meinte: „Wir haben bereits neun Märkte, dies wäre der zehnte. Damit habe ich Bauchschmerzen.“ Bürgermeister Wolfgang Brockmann (FDP) entgegnete, dass man keine Nachnutzungsgarantie für den Komplex geben könne. Klaus-Peter Garlin (CDU) ergänzte, dass man die Befürchtung schon bei anderen Vorhaben gehabt habe, sich diese aber als grundlos erwiesen hätte.

Klaus-Peter Garlin (CDU), Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung

Klaus-Peter Garlin (CDU), Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung.

Quelle: Atzenroth

Hartmut Winkelmann (Linke) äußerte zwar Verständnis für die Haltung von Kurtz. So sei es „Wunschdenken, dass die Leute nach dem Einkauf bei Rewe in die Stadt gehen“. Außerdem könne man nicht von der Hand weisen, dass der neue Markt eine Gefährdung für den kleinen Frischemarkt Schröder in der Innenstadt darstelle. „Gleichzeitig können wir nicht beschließen, welche Gewerbe wir haben und welche nicht.“ Vorteil des Projektes: „Ein Schandfleck ist weg und es gibt ein Gesamtkonzept für die Fläche.“

Innenstadthändler befürworten Neubauprojekt

Um dem Bauverfahren grünes Licht zu geben, musste zuerst das städtische Einzelhandelskonzept geändert und erweitert werden. Michael Ballenthien (CDU) erinnerte daran, dass die Erweiterung schon beim Beschluss des Konzepts vorgesehen gewesen sei. Christa Pfeifer (Freie Wähler) berichtete, sie habe eine Umfrage bei den Unternehmen in der Innenstadt gemacht. Die Mehrzahl sei dafür. Auch Marlies Ferner (SPD) stimmte für das Vorhaben, das unter ökologischen Gesichtspunkten interessant sei.

Unter den Gästen der Sitzung waren auch Anlieger des Geländes an der Bergstraße. Ein Frau äußerte die Befürchtung, dass beim Abriss des alten Baus Asbest freiwerden könnte.

Umumstrittener waren die Markterweiterungen in Pritzwalk Nord. Sie seien getragen von der Absicht, dass der Kunde ein besseres Einkaufserlebnis habe, sagte Ballenthien. Nach einem Besuch beider Märkte kam Christa Pfeifer zu der Erkenntnis, dass sie sich den Modernisierungsmaßnahmen nicht verschließen könne.

Im Publikum saßen viele interessierte Zuhörer

Im Publikum saßen viele interessierte Zuhörer.

Quelle: Atzenroth

Von Bernd Atzenroth

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