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Pritzwalker Marktstraße nur für Lieferanten

Blumenkübel als Barriere gegen Raser Pritzwalker Marktstraße nur für Lieferanten

Das Aufstellen von Blumenkübeln als provisorische Durchfahrsperre in der Pritzwalker Marktstraße zeigt erste Erfolge. Nach den Erfahrungen von Ordnungsamtsleiterin Karin Schrödter wird weniger gerast. Die Anwohner begrüßen das durchaus. Nach ersten Kontrollen, bei denen es bei Verwarnungen blieb, werden jetzt Verwarngelder verhängt.

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Seit vergangener Woche ist die östliche Pritzwalker Marktstraße mit Hilfe von Blumenkübeln gesperrt.

Quelle: Andreas König

Pritzwalk. Wie eine freundliche, aber bestimmte Drohung stehen die Blumenkübel in der Pritzwalker Marktstraße. Sie verkünden „Bis hier und nicht weiter“. Seit die Behältnisse in der vergangenen Woche aufgestellt wurden, hat sich der Verkehr in der Marktstraße in erheblichem Maße beruhigt. „Wir mussten unbedingt etwas tun, es ging ja so nicht weiter“, begründete Bürgermeister Wolfgang Brockmann nochmals den Schritt. Neben den Verstößen gegen die Vorschriften in einer Fußgängerzone gab vor allem die Raserei in der Einkaufsstraße den Ausschlag für das rigorose Absperren.

„Im Grunde handelt jeder ordnungswidrig, der in die östliche Marktstraße einfährt und kein Lieferant oder Angehöriger von Einsatzkräften ist“, sagt Ordnungsamtsleiterin Karin Schrödter. Während die Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes nur den ruhenden Verkehr, also haltende und parkende Fahrzeuge kontrollieren dürfen, ist die Polizei für den fließenden Verkehr verantwortlich. „Gleich am vergangenen Mittwoch, nachdem die Regelung in Kraft getreten ist, haben wir gemeinsam mit der Polizei eine Kon­trolle durchgeführt“, sagt Karin Schrödter. Die Bürger hätten sich doch sehr überrascht von der neuen Regelung gezeigt. Weil es der erste Tag war, haben die Beamten beider Behörden zunächst auf Strafen verzichtet und die Verkehrsteilnehmer nach ihren Verstößen verwarnt. „Dazu gehörte auch, Geschäftsleute anzusprechen, die Flächen in der Marktstraße als Parkplätze für ihre Fahrzeuge benutzten“, sagt die Ordnungsamtsleiterin. Allerdings ist die Kennzeichnung des Bereichs als Fußgängerzone keineswegs neu. Lediglich die Möglichkeiten, (unerlaubten) Durchfahrtverkehr einzuschränken, sind mit der Blumenkübel-Barriere gestiegen.

Inzwischen sind die Mitarbeiter des Ordnungsamtes zum Alltagsgeschäft und damit zu höheren Strafen übergegangen. Mit einem Verwarngeld in Höhe von 30 Euro muss rechnen, wer in der östlichen Marktstraße unberechtigt parkt. Besuche beim Arzt werten die Ordnungsamtsmiterbeiter als Halt zum Ein- und Aussteigen, wenn Chauffeure von Patienten wirklich gleich wieder weiterfahren. Anwohner begrüßen die neue Regelung.

Übrigens ist auch der jetzige Zustand nur ein Provisorium. „Im September soll die Polleranlage aufgestellt werden“, sagt Heiko Möbius vom Bereich Straßenwesen der Stadtverwaltung. Dann soll sich auch der Status der östlichen Marktstraße ändern. Von der Fußgängerzone wird sie zum verkehrsberuhigten Geschäftsbereich.

Von Andreas König

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