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Pritzwalker Schlachthausstraße wird gebaut

Tempo 30 nicht auf Dauer Pritzwalker Schlachthausstraße wird gebaut

Die Hoffnungen waren groß bei den Anwohnern, als im April Tempo-30-Schilder in der Pritzwalker Schlachthausstraße aufgestellt wurden. Doch das Limit diente nur der Vorbereitung von Bauarbeiten. Die wurden verschoben, sollen nun aber in der Woche vom 10. bis 14. August beginnen. Die Höchstgeschwindigkeit bleibt bis auf weiteres bei 50 Kilometern pro Stunde.

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Die Pritzwalker Schlachthausstraße sollte bereits im April saniert werden, moniert Frank Gragert.

Quelle: Andreas König

Pritzwalk. Jetzt, wo die Ernte eingebracht wird, ist es wieder schlimmer geworden. Frank Gragert, Anwohner der Pritzwalker Schlachthausstraße, hatte gehofft, dass vor der großen Ernteschlacht wenigstens in seiner Straße etwas mehr Ruhe herrscht und vor allem langsamer gefahren wird.

„Es hieß, dass die Straße bis Juli gebaut wird“, sagt der Anwohner. „Der Juli ist ja nun bald rum, aber von Bauarbeiten ist noch nichts zu erkennen.“

Gebaut wird zwar, allerdings erst ab der 33. Kalenderwoche, also der Woche vom 10. bis 14. August. Doch der Umfang der Arbeiten ist gering. „Lediglich der harte Übergang zwischen gepflasterter und asphaltierter Fahrbahn wird geglättet“, sagt der stellvertretende Pritzwalker Bürgermeister Ronald Thiel. Es sei noch nicht einmal klar, ob während der Bauarbeiten die Höchstgeschwindigkeit in der Schlachthausstraße reduziert wird.

Im April, als diese Arbeiten schon einmal ausgeführt werden sollten, war das zulässige Höchsttempo auf 30 Kilometer pro Stunde herabgesetzt worden. Sehr zur hoffnungsvollen Freude der Anwohner um Frank Gragert. Doch dann waren die Tempo-30-Schilder verschwunden, die Genehmigung der Unteren Verkehrsbehörde ausgelaufen und die Arbeiten nicht ausgeschrieben. Ein „Kommunikationsproblem“ habe dahintergesteckt, hatte der Vizebürgermeister seinerzeit gesagt.

Trecker müssen durch die Stadt

Nun ist der Baubeginn soweit in die Wege geleitet, dass zumindest der lärmerzeugende Huckel bald der Vergangenheit angehören sollte. Doch das genügt Frank Gragert und den anderen Anwohnern nicht. „Gerade jetzt fahren wieder die Traktoren und Lkws durch unsere Straße. Dabei geht der Erntebetrieb erst los. Wenn die Rapsernte beginnt, wird es bestimmt noch schlimmer“, schwant es dem Familienvater.

Seiner Ansicht nach wäre schon viel gewonnen, wenn wenigstens die Lkws die Umgehungsstraße benutzen würden. „Dass die Trecker da nicht rauf dürfen, das wissen wir ja“, sagt der Pritzwalker.

Ein Umstand, der laut Ronald Thiel auch so bleiben wird. „Wir haben vom Land die Antwort bekommen, dass es nicht möglich ist, die Umgehungsstraße für Landwirtschaftsfahrzeuge freizugeben“, sagt er. Was Geschwindigkeitsbegrenzungen und andere Schritte zur Lärmreduzierung angeht, verweist er auf ein Gesamtverkehrskonzept für die Stadt. „Aber da ist die Politik gefragt, das ist keine originäre Aufgabe der Verwaltung“, stellt er klar. Er wolle das Thema nach der Sommerpause wieder aufs Tapet bringen. „Wir haben ein dreistufiges Straßensystem“, erklärt der Vizebürgermeister : „Der Innenstadtring, die Straßen von der Innenstadt zur Umgehungsstraße, die Umgehungsstraße selbst und die Ortsdurchfahrten. Es hat nur Sinn, dieses System im Zusammenhang zu betrachten.“ Die Palette geeigneter Schritte sei vielfältig. Sie reiche von der Temporeduzierung über bauliche Veränderungen bis hin zur Idee, den Begegnungsverkehr zu reduzieren und auf ein Einbahnstraßensystem umzuschwenken.

Im Übrigen sei die Stadt dennoch mit der Unteren Verkehrsbehörde im Gespräch, um die Lärmbelastung in der Havelberger Straße zu reduzieren. Eine Antwort steht noch aus.

Pritzwalk habe nun einmal die Besonderheit, dass es Schnittpunkt mehrerer früherer Bundesstraßen ist, so Thiel. Diese Funktion haben die anders gewidmeten Straßen teilweise heute noch inne. „Wir können und wollen natürlich auch die Landwirtschaft nicht verbannen, sie gehört zur Struktur der Stadt und bietet nicht zuletzt vielen Menschen Arbeit.“ Gefragt seien Kompromisse. Deren Umsetzung kann bekanntlich dauern.

Von Andreas König

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