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Pritzwalker Schüler helfen Flüchtlingen

Gymnasiasten sammeln Spenden Pritzwalker Schüler helfen Flüchtlingen

In ein Lager für Hilfsgüter hat sich die Bibliothek des Pritzwalker Gymnasiums verwandelt. Schüler der Klassenstufe 11 sammelten Bettwäsche, Geschirr, warmes Schuhwerk und Technik, um Sprach-CDs abspielen zu können. Mitarbeiter der Awo holten die Spenden am Donnerstag ab, um sie an Flüchtlinge in der Prignitz zu verteilen.

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Lisa Malicki und Eva Reiter (2. und 3.v.l.) übergeben Ines Franke (l.) von der Awo die Spenden. Sozialarbeiterin Daniela Heuer und Maximilian Schön helfen.

Quelle: Andreas König

Pritzwalk. „Bettwäsche Kinder“ steht auf dem blassgelben Pappschild an dem blauen Sack. Die Bibliothek des Pritzwalker Gymnasiums dient derzeit als Spendenlager. Gefüllt haben es viele Schüler aller Jahrgangsstufen in den vergangenen Wochen. Zusammengekommen sind Hilfsgüter für rund 80 Personen. „Wir hatten uns überlegt, wie wir helfen können“, erklärt Lisa Malicki aus der 11. Klasse.

Zusammen mit fünf Mitschülern aus ihrer Klasse sowie Eva Reiter aus der Parallelklasse organisierten sie die Sammlung. „Bei der Awo haben wir uns erkundigt, welche Dinge besonders benötigt werden“, sagt die Schulsozialarbeiterin Daniela Heuer. Es wurden Zettel verteilt, auf denen stand, was am wichtigsten für die Flüchtlinge ist. Und benötigt wird viel: Bettwäsche, Geschirr, Handtücher, Stiefel für den Winter und etliches mehr. Gestern holte Ines Franke die Spenden ab. Sie ist bei der Awo in Pritzwalk für die Betreuung von Migranten zuständig. Ihr Kollege Maximilian Schön hilft beim Verladen der Säcke und Kisten. Neben Haushaltsgegenständen werden auch Kassetten- und CD-Radiorekorder benötigt, um Tonträger für Deutschkurse abzuhören.

Ines Franke und Maximilian Schön beim Verladen der Hilfsgüter

Ines Franke und Maximilian Schön beim Verladen der Hilfsgüter.

Quelle: Andreas König

„Es sind auch noch weitere Aktionen für Flüchtlinge in Vorbereitung“, sagt Daniela Heuer. Aber da gebe es noch Details zu klären. Denkbar sei vieles: von Stadtführungen für die Neuankömmlinge über gemeinsame Sportveranstaltungen bis hin zu Sprachunterricht. Doch das soll erst nach und nach angeschoben werden. Beim Zusammentragen der Spenden in der Schule haben vielfach die Eltern geholfen, berichten Lisa ­Malicki und Eva Reiter. Es sei aber auch vorgekommen, dass Schüler einzelne Stücke in die Bibliothek gebracht haben. Egal, auf welche Weise die dringend benötigten Hilfsgüter zusammengetragen wurden, die Awo-Migrationsbetreuer bringen sie dahin, wo der Bedarf am größten ist. Gegenwärtig seien das vor allem die Flüchtlinge, die in Groß Langerwisch untergebracht sind, sagt Ines Franke. „Aber wir sind auch offen für weitere Ideen, wie man den Flüchtlingen helfen kann“, sagt die Awo-Migrationsbetreuerin. Denkbar sei zum Beispiel gemeinsames Fußballspielen. Gefragt seien derzeit auch nicht mehr benötigte Fernseher, damit sich die Flüchtlinge informieren können.

Während sich Lisa Malicki und Eva Reiter sowie ihre Mitschüler mit dem Sammeln und Erfassen der Spenden befassten, konnten sie sich noch gar nicht so sehr mit weiteren Hilfsangeboten beschäftigen. Auch die Übergabe gestern knapsen sich beide von ihrer Pausenzeit ab. Dann muss es auch schon wieder weitergehen: Ein Test ist zu schreiben. Im Übrigen verbringen die Aktivistinnen auch nicht wenig Zeit damit, über Hilfe für Flüchtlinge zu diskutieren. Denn längst nicht alle Schüler stehen dem Thema so aufgeschlossen gegenüber.

Erste zaghafte Kontakte sollen jedenfalls geknüpft werden, kündigt Ines Franke an, sodass die Schüler sehen, wem sie mit ihren Spenden geholfen haben.

Von Andreas König

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