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Pritzwalker Stadion erhält neuen Zaun

Wichtiger Schritt zum Kunstrasenplatz Pritzwalker Stadion erhält neuen Zaun

Über 4000 Meter lang soll der neue Zaun werden, den der Pritzwalker Fußball- und Hockeyverein 03 für das Hainholz-Stadion bekommen soll. Die rund 80 000 Euro teure Investition übernimmt die Stadt, wobei sie 75 Prozent aus dem Kreisausgleichsbudget erhält. Mit dem Zaun sollen eine ungleich größere Investition ermöglicht werden: der 432 000 Euro teure Kunstrasenplatz.

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Verkünden den Bau einer neuen Zaunanlage für das Hainholzstadion Pritzwalk (v.l.): Ronald Thiel, Erhard Jeschke, Wolfgang Brockmann, Karsten Rohde und Dietmar Sachs.

Quelle: Andreas König

Pritzwalk. Manchmal gehen Fußballer und Hockeyspieler in Pritz­walk fischen. Beim Training auf einigen Fußballplätzen im Hainholzstadion kommt es vor, dass Bälle in den nahe gelegenen Forellenteichen landen. Diese Besonderheit macht deutlich, wie dringend der Pritzwalker Fußball- und Hockeyverein (FHV) 03 einen neuen Zaun für sein Heimatstadion „Dinnebier-Arena“ benötigt.

„Die Stadt Pritzwalk wird den Bau eines Teils der neuen Zaunanlage in Auftrag geben“, sagte Bürgermeister Wolfgang Brockmann am Montag bei einem Lokaltermin im Stadion. Der Handlungsdruck ist groß. Im hinteren Teil der Sportanlage sind große Löcher im Zaun. Einige Pfosten stehen schief und auch das Ballfangnetz hat bereit sehr viel bessere Tage gesehen.

Sportförderung würde Sponsorengelder abziehen

„Wir wollten dieses Vorhaben ursprünglich über Sportförderprogramme finanzieren“, sagte Vereinsvorsitzender Karsten Rohde. Aber die von der Europäischen Union und dem Land Brandenburg vorgegebenen Bedingungen seien derart schwierig, dass eine Förderung keine Aussicht auf Erfolg gehabt hätte. „Wir hätten nicht einmal zweckgebundene Sponsorengelder einsetzen können“, ergänzte der Ehrenvorsitzende des Vereins, Erhard Jeschke.

Dafür konnte jetzt die Stadt Pritz­walk in die Bresche springen. Dank des Kreisausgleichsbudgets erhält die Stadt 75 Prozent der geplanten Investitionssumme von etwa 80 000 Euro für das Vorhaben. „Wir haben dieses Projekt als Beispiel dafür ausgewählt, was in der Stadt zum Positiven verändert werden kann“, sagte Bürgermeister Wolfgang Brockmann. Auch wenn sich nicht jedem die Logik hinter den Förderprogrammen erschließe, sei nun ein guter gangbarer Weg zu einem neuen Zaun gefunden.

Derzeit sind keine Heimspiele in Pritzwalk möglich

Der ist auch dringend notwendig. Nicht nur für die Sicherheit des Spielbetriebs und der Sportstätten, sondern auch für ein weitaus größeres Ziel. Nach wie vor kämpft der Verein um einen Kunstrasenplatz vor allem für die Hockeyspieler. „Unsere Hockeymannschaften können derzeit keine Heimspiele auf eigenem Platz austragen“, berichtete Karsten Rohde. Stattdessen müsse man nach Rostock oder Güstrow ausweichen, was mit enormem Zeitaufwand und Fahrkosten verbunden sei. Der Kunstrasenplatz – heutzutage Standard im Hockey – würde diesen Missstand beseitigen und den Hockeysport in Pritzwalk attraktiver gestalten. Allerdings ist eine solche Investition von ganz anderer Größenordnung als der Zaun. Nach derzeitigen Erkenntnissen würde ein Kunstrasenplatz um die 432 000 Euro kosten. eine „Eine Voraussetzung, den Förderantrag bewilligt zu bekommen, ist der Zaun“, sagt Erhard Jeschke. Daher sei man der Stadt sehr dankbar.

Fördermittelantrag muss bis 24. Juni eingereicht sein

Den Förderantrag für den Kunstrasenplatz erarbeitet der Verein gerade gemeinsam mit der Stadt. Bis zum 24. Juni muss der bei der Lokalen Aktionsgruppe Storchenland Prignitz eingereicht werden. „Derzeit gib es zwei Befürwortungen, die Zeichen stehen günstig“, sagte der Vereinsvorsitzende Karsten Rohde. „Vielleicht finden wir Wege, den Kommunalen Eigenanteil der Stadt zu vergolden“, fügte der Geschäftsbereichsleiter Dietmar Sachs von der Stadtverwaltung hinzu. Dass das gut investiertes Geld wäre, davon sind die Verantwortlichen des Vereins und der Stadt überzeugt. Knapp 400 Mitglieder zählt der FHV derzeit.

Von Andreas König

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