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Prignitz Pritzwalker aus Leidenschaft
Lokales Prignitz Pritzwalker aus Leidenschaft
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02:17 06.09.2015
Glücklich und zufrieden in Pritzwalk: Martino Shehada. Quelle: Bernd Atzenroth
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Pritzwalk

„Kann man noch reservieren, oder seid Ihr dann schon weg?“ Mit diesen oder ähnlichen Fragen sah sich zuletzt Martino Shehada konfrontiert. Denn offenbar geht das Gerücht um, dass er mit seinem italienischen Restaurant „Villa Martino“ Pritzwalk verlässt. Dabei handelt es sich aber wirklich nur um ein Gerücht, an dem laut Martino Shehada absolut nichts dran ist. „Die Familie will hierbleiben, meine Enkelkinder sind ja sogar hier geboren“, versichert Shehada, der aus Reggio di Calabria stammt und am 14. Januar 2016 bereits seit 22 Jahren in Pritzwalk ansässig ist. „2019 ist das Vierteljahrhundert komplett“, sagt er, und das soll natürlich in Pritzwalk gefeiert werden. Ansonsten versichert er: Ja, Reservierungen für die Herbst- und Weihnachtszeit sind natürlich möglich.

Dass sich der Gastwirt in Pritzwalk wohlfühlt, will er auch am Freitag unter Beweis stellen. Denn schließlich hat das diesjährige Herbstleuchten das Motto „Wie schmeckt Pritzwalk?“ Klar, dass sich an der Umsetzung das gesamte Gaststättengewerbe beteiligt, auch am Zustandekommen des Pritzwalk-Kochbuchs, das am Freitag während des Herbstleuchtens öffentlich vorgestellt wird. Das Buch, das nach Angaben von Christa Pfeifer von der IG Innenstadt in einer Auflage von 1000 Exemplaren gedruckt worden ist, enthält viele Kochrezepte, die Pritzwalker dafür zur Verfügung gestellt haben. Auch Martino ist mit einem Gericht dabei, das die meisten Stammkunden zwar nicht auf seiner Karte finden, aber zumindest von seiner Tafel für Gerichte des Tages her kennen: „Cavallieri“ heißt es, und es ist ein Hit bei Stammgästen: Spaghetti, Cherry-Tomaten, Rucola und Filetspitzen.

Auf das Herbstleuchten freut sich Martino Shehada: „Dann ist alles total anders, dann ist Bewegung im Ort.“ Denn auch der Gastwirt hat ein Interesse an einer Belebung der Innenstadt. „Man merkt schon, dass viele Geschäfte weg sind“, sagt er. Dennoch kann er sich nicht beklagen: Das Mittagsgeschäft läuft gut, ebenso der Lieferservice, und die meisten seiner Gäste steuern die Villa Martino ohnehin gezielt an. Schön fand er in den Sommerferien, dass viele junge Leute, die mittlerweile woanders leben, beim Heimatbesuch in sein Lokal gekommen sind. „Die sind schon als Kinder mit meiner Pizza groß geworden“, sagt er mit sichtbarem Stolz. Die Mittelstraße, an der das Restaurant liegt, ist für ihn im Moment „die einzige wirkliche Geschäftsstraße in der Innenstadt“, denn hier gibt es weit weniger Ladenleerstand. Wenn in der City aber mehr los ist, wie beim Herbstleuchten, oder wenn Monika Gnad in ihrem Modeladen gegenüber etwas auf die Beine stellt, dann kommen auch zu ihm mehr Besucher. So sind ja Aktionen wie das Herbstleuchten auch gedacht: alle sollen was davon haben und ganz Pritzwalk soll im besten Licht erscheinen – diesmal kann man das sogar schmecken.

Von Bernd Atzenroth

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