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Prignitz Pritzwalker gegen neue Solaranlagen
Lokales Prignitz Pritzwalker gegen neue Solaranlagen
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19:08 04.09.2015
Diese Platten sind nicht überall erwünscht. Quelle: Peter Geisler
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Pritzwalk

Das fand mancher Stadtverordnete seltsam: Ein Thema, das vor drei Jahren eigentlich ad acta gelegt worden war, stand am Dienstag im Stadtentwicklungsausschuss erneut zur Beratung an. Und wie damals erteilten die Ausschussmitglieder der Idee, zwischen Birkenfelde und Falkenhagen sowie zwischen Pritzwalk und Kuhbier Photovoltaikanlagen entlang von Bahnlinien zu errichten, eine deutliche Abfuhr. Mit jeweils drei Neinstimmen bei einer Enthaltung – die der Ausschussvorsitzende Johannes Bulawa (CDU) übte – gaben die Ausschussmitglieder den Stadtverordnete für ihre Sitzung am 16. September eine klare Beschlussempfehlung und lehnten einen für die Maßnahme notwendigen Einleitungsbeschluss zur Änderung des städtischen Teilflächennutzungsplanes und des Flächennutzungsplanes für Falkenhagen ab.

Kritik an Vorgehen des Energieversorgers

Herbe Kritik musste sich Hans Schneider gefallen lassen, der für den Energieversorger EnBW in der Region die Werbetrommel für das Vorhaben rührte. Marlies Ferner (SPD) empfindet sein Auftreten als „aggressiv“. Nachdem Schneider sich gegen den Vorwurf verwahrt hatte, erneuerte ihn auch Hartmut Winkelmann (Linke). Winkelmann wie Ferner gaben sich überrascht. Winkelmann: „Wir waren uns damals alle einig, dass das nicht weiterverfolgt wird.“ Christian Duchrau erklärte für die Stadtverwaltung, warum sich der Ausschuss noch einmal mit dem Thema beschäftigen musste. Das sei nicht zu umgehen gewesen. Der Antrag sei von EnBW am 24. Juli eingereicht worden, „darauf müssen wir reagieren, deswegen haben Sie das noch mal auf dem Tisch“.

Touristischer Lehrpfad überzeugt nicht

Schneider wiederum verstand die Welt nicht mehr. Es handele sich mitnichten um die gleichen Anträge. Hier sei „etwas Grundsätzliches passiert“. Mit den beiden Umspannwerken in Putlitz-Süd und Falkenhagen entstehe hier ein „virtuelles Kraftwerk, das man so in Deutschland noch nicht kennt“. Der Öko-Strom werde mit einer intelligenten Lösung ins Netz eingespeist, und das gestattete es, zwei Atomkraftwerke stillzulegen, „aber ohne Solarenergie ist das nicht möglich“. Wenn so etwas Bedeutendes entstehe, würde es sich anbieten, einen touristischen Lehrpfad einzurichten, EnBW würde dafür die Mittel bereitstellen. Außerdem sei man von 60 auf knapp 40 Hektar Fläche heruntergegangen, fruchtbare Flächen seien nicht mehr betroffen.

Aber all sein Werben beeindruckte die Ausschussmitglieder in keiner Weise. „Das mit dem Kraftwerk mag ja sein, ist aber doch sehr theoretisch – ich kann mir nicht vorstellen, dass das mit dem Kraftwerkssightseeing etwas wird“, meinte Winkelmann. „Für Energie-Tourismus fehlen doch noch Voraussetzungen“, ergänzte Ferner, „es ist vertane Zeit, sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

Das letzte Wort noch nicht gesprochen

Hans Schneider wiederum ficht das nicht an. In mehreren Anrufen bei der MAZ-Redaktion beschwerte er sich darüber, dass keiner bereit sei, sich mit den aus seiner Sicht neuen Inhalten der Anträge zu beschäftigen. Zur Stadtverordnetenversammlung wird er wohl erneut kommen.

Von Bernd Atzenroth

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