Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Pritzwalker holten Innovationspreis
Lokales Prignitz Pritzwalker holten Innovationspreis
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:17 22.11.2015
Die Pritzwalker mit dem Innovationspreis am Schweißroboter.
Anzeige
Pritzwalk

Firmen, die einen Arbeitsplatz für Auftragschweißen brauchen, müssen normalerweise mindestens 100 000 Euro in die Hand nehmen. Oder sie engagieren die Bildungsgesellschaft Pritz­walk. Wobei der Begriff Auftragschweißen in erster Linie nichts mit dem Schweißen im Auftrag zu tun hat, sondern mit dem Material, das auf Bauteile aufgetragen wird. Präzisionsschweißarbeiten werden heutzutage von Robotern erledigt. Aber beileibe nicht jede Firma kann sich derart teure Maschinen leisten. Ein dankbares Betätigungsfeld für die Auszubildenden zum Werkzeugmechaniker und zum Elektroniker für Automatisierungstechnik bei der Bildungsgesellschaft Pritzwalk. So nahmen sich Nils Päpke, Christopher Piest, Florian Boldt, Dirk Wasner, Martin Rohde, Andy Langer, Sarah Sauer, Lukas Höppner und Anna Behrens des Themas Auftragschweißen an. Mit Erfolg. Beim Innovationswettbewerb der Fachhochschule Brandenburg errangen die jungen Leute einen 2. Preis. Neben ihrer Lehrausbildung absolvieren alle ein duales Studium an der technischen Hochschule Wildau: Die Werkzeugmechaniker studieren Maschinenbau, die Elektroniker Automatisierungstechnik.

„Unsere Vorgabe war es, möglichst nicht mehr genutzte Bauteile zu verwenden“, berichtet Dirk Wasner. Für den Auftragschweißarbeitsplatz musste ein Maschinentisch mit einem Motorantrieb versehen werden, der seinerseits mit dem Schweißroboter in Verbindung steht. Inklusive Vorbereitungszeit investierten die angehenden Ingenieure ein dreiviertel Jahr in ihre Arbeit. Einen Schweißroboter stellte das Zahnradwerk Pritzwalk zur Verfügung.

Während sich die Elektroniker um die Programmierung und Signalübermittlung kümmerten, übernahmen die künftigen Maschinenbauer den konstruktiven Teil. Sie nahmen die benötigten Maße und speisten damit das computergestützte Konstruktionsdesign (CAD). Jeder Schritt wurde säuberlich dokumentiert und in der Praxis erprobt. Um am Wettbewerb in Brandenburg teilzunehmen waren zwar ausführliche Bewerbungsunterlagen nötig, doch als es darum ging, das Projekt vorzustellen hatten die Pritzwalker nur drei Minuten Zeit. „Das war ein Pitch-Verfahren“, erklärte Werner Schulze, scheidender Geschäftsführer der Bildungsgesellschaft. Ähnlich wie bei Werbeagenturen hatten die Teilnehmer nur begrenzte Zeit, die Juroren von ihrem Konzept zu überzeugen. „Das war nicht einfach“, gesteht Dirk Wasner, „zumal wir keine technischen Hilfsmittel benutzen durften.“ Am Ende entschied das Publikum in der Aula der Fachhochschule mit seinem Applaus über die Projekte. Am zweitlautesten wurde für die Pritzwalker geklatscht. Sie können sich nun über 600 Euro freuen. Und in künftigen Bewerbungen macht so ein Innovationspreis auch richtig etwas her. Zu guter letzt können Betriebe der Region die Technik nutzen.

Von Andreas König

Prignitz Prignitz nimmt an der HIV-Testwoche teil - Kostenloser Aidstest in Perleberg

Das Gesundheitsamt des Landkreises Prignitz nimmt auch dieses Jahr an der Europäischen HIV-Testwoche teil. Vom 20. bis 27. November werden in der Perleberger Bergstraße kostenlose und anonyme HIV-Tests sowie Beratungen angeboten. Was viele nicht wissen: Das Angebot wird das ganze Jahr über vorgehalten.

22.11.2015
Polizei Unglück in Pritzwalk - 90-Jährige stürzt vom Balkon

Der Donnerstagmorgen hält die Pritzwalker Einsatzkräfte in Atem. Eine 90 Jahre ist offenbar vom Balkon ihrer Wohnung in der Marktstraße gestürzt. Die alte Frau wird von einem Nachbarn auf der Straße liegend gefunden. Sie überlebt den Sturz schwer verletzt. Schon zuvor sind Feuerwehr und Polizei bei einem Großbrand im Einsatz.

19.11.2015
Polizei Prignitz: Polizeibericht vom 19. November - Traktor und Schulbus streifen sich

Ein Traktor und ein Linienbus sind Donnerstagmorgen bei Penzlin seitlich zusammengestoßen. Der Traktorfahrer war laut Polizei einen Moment unaufmerksam und zu weit nach links auf die Gegenfahrbahn geraten. Der Anhänger des Traktors und die Seite des Busses sind beschädigt worden. Im Bus befanden sich zu dieser Zeit zirka 30 Schulkinder.

19.11.2015
Anzeige