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Pritzwalker holten Innovationspreis

Ein Dreivierteljahr Arbeit an Schweißarbeitsplatz Pritzwalker holten Innovationspreis

Aus nicht mehr benötigten Maschinenteilen konstruierten Studenten und Auszubildende der Bildungsgesellschaft Pritzwalk einen Roboterarbeitsplatz für das sogenannte Auftragschweißen. Das Dreivierteljahr Arbeit hat sich gelohnt: Beim Innovationspreis der Fachhochschule Brandenburg holten die jungen Leute den 2. Preis. Firmen der Region bekunden Interesse.

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Die Pritzwalker mit dem Innovationspreis am Schweißroboter.

Pritzwalk. Firmen, die einen Arbeitsplatz für Auftragschweißen brauchen, müssen normalerweise mindestens 100 000 Euro in die Hand nehmen. Oder sie engagieren die Bildungsgesellschaft Pritz­walk. Wobei der Begriff Auftragschweißen in erster Linie nichts mit dem Schweißen im Auftrag zu tun hat, sondern mit dem Material, das auf Bauteile aufgetragen wird. Präzisionsschweißarbeiten werden heutzutage von Robotern erledigt. Aber beileibe nicht jede Firma kann sich derart teure Maschinen leisten. Ein dankbares Betätigungsfeld für die Auszubildenden zum Werkzeugmechaniker und zum Elektroniker für Automatisierungstechnik bei der Bildungsgesellschaft Pritzwalk. So nahmen sich Nils Päpke, Christopher Piest, Florian Boldt, Dirk Wasner, Martin Rohde, Andy Langer, Sarah Sauer, Lukas Höppner und Anna Behrens des Themas Auftragschweißen an. Mit Erfolg. Beim Innovationswettbewerb der Fachhochschule Brandenburg errangen die jungen Leute einen 2. Preis. Neben ihrer Lehrausbildung absolvieren alle ein duales Studium an der technischen Hochschule Wildau: Die Werkzeugmechaniker studieren Maschinenbau, die Elektroniker Automatisierungstechnik.

„Unsere Vorgabe war es, möglichst nicht mehr genutzte Bauteile zu verwenden“, berichtet Dirk Wasner. Für den Auftragschweißarbeitsplatz musste ein Maschinentisch mit einem Motorantrieb versehen werden, der seinerseits mit dem Schweißroboter in Verbindung steht. Inklusive Vorbereitungszeit investierten die angehenden Ingenieure ein dreiviertel Jahr in ihre Arbeit. Einen Schweißroboter stellte das Zahnradwerk Pritzwalk zur Verfügung.

Während sich die Elektroniker um die Programmierung und Signalübermittlung kümmerten, übernahmen die künftigen Maschinenbauer den konstruktiven Teil. Sie nahmen die benötigten Maße und speisten damit das computergestützte Konstruktionsdesign (CAD). Jeder Schritt wurde säuberlich dokumentiert und in der Praxis erprobt. Um am Wettbewerb in Brandenburg teilzunehmen waren zwar ausführliche Bewerbungsunterlagen nötig, doch als es darum ging, das Projekt vorzustellen hatten die Pritzwalker nur drei Minuten Zeit. „Das war ein Pitch-Verfahren“, erklärte Werner Schulze, scheidender Geschäftsführer der Bildungsgesellschaft. Ähnlich wie bei Werbeagenturen hatten die Teilnehmer nur begrenzte Zeit, die Juroren von ihrem Konzept zu überzeugen. „Das war nicht einfach“, gesteht Dirk Wasner, „zumal wir keine technischen Hilfsmittel benutzen durften.“ Am Ende entschied das Publikum in der Aula der Fachhochschule mit seinem Applaus über die Projekte. Am zweitlautesten wurde für die Pritzwalker geklatscht. Sie können sich nun über 600 Euro freuen. Und in künftigen Bewerbungen macht so ein Innovationspreis auch richtig etwas her. Zu guter letzt können Betriebe der Region die Technik nutzen.

Von Andreas König

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