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Pritzwalks Bürgermeister gegen Rationierung

Ärger um Gelbe Säcke Pritzwalks Bürgermeister gegen Rationierung

Gelbe Säcke zur Sammlung von Leichtverpackungen geben die Kommunen aus. Doch seit einiger Zeit gibt es Lieferprobleme. Dagegen wendet sich der Pritzwalker Bürgermeister Wolfgang Brockmann. Die Firma Becker Umweltdienste rechtfertigt sich. Die Säcke würden zu oft zweckentfremdet. Geliefert werde nun öfter, aber in kleineren Mengen.

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Um die gelben Säcke gibt es Streit.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Pritzwalk. Gelbe Säcke gibt es in Pritzwalk an drei Ausgabestellen: Im Rathaus, in der Gartenstraße und im Bürgerbüro im Bahnhof. Doch seit einiger Zeit sind die Rollen mit den abreißbaren Folienbehältern knapp geworden. „Die Becker Umweltdienste aus Wittenberge haben die Lieferungen unserer Wahrnehmung nach halbiert“, klagt der Pritzwalker Bürgermeister Wolfgang Brockmann. Bürger müssten entweder unverrichteter Dinge wieder nach Haus gehen oder aber neigten dazu, gelbe Säcke zu hamstern.

„Das ist nicht akzeptabel“, sagt das Stadtoberhaupt. Er habe sich in dieser Frage bereits an den Landkreis und das mit der Entsorgung beauftragten Unternehmen , die Becker Umweltdienste in Wittenberge, in Verbindung gesetzt. Die Korrespondenz mit letzterem Unternehmen sei allerdings aus Pritz­walker Sicht wenig zielführend verlaufen. „Wir wurden aufgefordert, nur noch eine Ausgabestelle zu betreiben“, sagt Wolfgang Brockmann. „Doch das ändert ja nichts an der Tatsache, dass weniger gelbe Säcke zur Verfügung stehen. Da muss eine Lösung gefunden werden.“

Der Geschäftsführer der Becker Umweltdienste, Robert Enge, verweist darauf, dass sein Unternehmen seit 1. März für die Abfuhr der Wertstoffe zuständig ist. „Anders als das bis dahin beauftragte Unternehmen Remondis, setzen wir darauf, die Ausgabestellen kontinuierlich zu beliefern“, sagt Robert Enge. „Bisher wurden eher größere Mengen geliefert, dafür aber seltener. Doch es ist ein Gebot der Wirtschaftlichkeit, die gelben Säcke sparsam abzugeben.“ Wenn es mehr als eine Ausgabestelle gebe, verschärfe sich das Problem. Eine Rolle mit 13 Säcken koste ungefähr einen Euro, was in der Summe einen erheblichen Posten darstelle. „Wenn wir beobachten, dass gelbe Säcke zweckentfremdet werden, beispielsweise als Regenschutz bei Pferdesportveranstaltungen, gibt uns das Recht“, sagt der Geschäftsführer. Becker Umweltdienste handele vertragsgemäß und müsse die Kosten im Blick behalten. Im Übrigen gebe es nur in Pritzwalk und Wittenberge Probleme. Anderorts klappe die Zusammenarbeit reibungslos.

Von einer Verschlechterung der Qualität der Säcke will Robert Enge gleichfalls nichts wissen. „Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch halten die Säcke auch“, sagt er.

Von Andreas König

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