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Pritzwalks künstlerischer Nachwuchs

Elft- und Zwölftklässler stellen aus Pritzwalks künstlerischer Nachwuchs

So viel Talent auf einmal – der künstlerisch begabte Nachwuchs am Pritzwalker Gymnasium gab am Freitag bei einer Vernissage im IHK-Regional-Center eine beeindruckende Visitenkarte der eigenen Fähigkeiten ab. Lehrer, Eltern und Ausstellungsbesucher waren begeistert.

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Kugelschreiber-Kunst: Julia Zalevska erklärt ihr Bild.

Quelle: Bernd: Atzenroth

Pritzwalk. „Ich arbeite gerne mit dem Kugelschreiber“, ließ Julia Zalevska ihre staunende Zuhörerschaft wissen – ein Grund mehr, um von ihrem Kunstwerk, das damit entstanden ist, erst recht begeistert zu sein. Denn wer würde schon glauben, dass so ein feiner Strich ausgerechnet mit einem Kuli möglich ist? Überhaupt beeindruckten am Freitagnachmittag 15  Schüler des Pritzwalker Gymnasiums bei einer Vernissage für eine Ausstellung im IHK-Regional-Center Prignitz mit ungewöhnlichen Techniken.

Das Bild von Lucie Hoppenhöft, das durch Punktetechnik entstand, oder aber perfekte fotografische Nachbildungen bestehender Kunstwerke, Aquarelle und viele Variationen in Formen und Farben sorgten für beinahe enthusiastische Reaktionen der Betrachter. Christian Müller etwa, der Erste Beigeordnete des Landrats, ­bewundert allein schon das große Talent für Kunst, das sich hier ­offenbarte. „Diese Fantasie und diese Vielfalt sind unglaublich“, fand auch Bernhard von Barsewisch.

Sandra Schnell erläutert ihr digital entstandenes Meisterwerk

Sandra Schnell erläutert ihr digital entstandenes Meisterwerk.

Quelle: Bernd Atzenroth

Den Impuls für ihre künstlerische Offenbarung bekamen die Elft- und Zwölftklässler in den Kunstkursen bei den Lehrerinnen Ines Dallmann und Elke Grämer. „Das war der Sprung ins kalte Wasser. Sie haben alles selbst gemacht, und man merkt ihren Stolz“, freute sich Elke Grämer.

Angesichts der Qualität der Exponate verwundert es nicht, dass manche der Ausstellungsteilnehmer später gerne auch beruflich im kreativen Bereich arbeiten würden. Sandra Schnell zum Beispiel: Sie würde gerne Game-Design in Berlin studieren. Dabei könnte sie drei Passionen vereinen: Sie beschäftigt sich gerne mit Computerspielen, hat ein Faible fürs Zeichnen und kann auch Figuren modellieren. Es fasziniert sie, Charaktere zu entwerfen und weiterzuentwickeln.

Eine Kostprobe ihrer Fähigkeiten in dieser Hinsicht ist jetzt auch in der Ausstellung zu sehen: Sandra Schnell hat zwei existierende Figuren aus einem Videospiel weiterentwickelt, digital gemalt und das Ergebnis schließlich auf Leinwand gedruckt. Die Möglichkeit, das Bild in der Öffentlichkeit zu zeigen, hat sie wie auch alle anderen dazu motiviert, noch viel intensiver an ihrer Kunst zu arbeiten.

Farben und Gesichter

Farben und Gesichter.

Quelle: Bernd Atzenroth

Es ist bereits die dritte Vernissage mit Schülerbildern in diesen Räumlichkeiten, allerdings die erste, die auch komplett allein von den jungen Leuten organisiert wurde – inklusive Catering mit Sektempfang. Dabei lief auch der Sieben-Künste-Film, den der Schüler Richard Spitzner dereinst gedreht hatte. Er sorgte auch mit Jazz-Untermalung für die musikalische Note der Veranstaltung. Natürlich ließen sich auch Horst und Ingrid Kontak von den Kunstfreunden Pritzwalk dieses Ereignis nicht entgehen.

Kunstwerk von Celine Wegert

Kunstwerk von Celine Wegert.

Quelle: Bernd Atzenroth

IHK-Regionalstellenleiterin Marion Talkowsky berichtet davon, wie vor einigen Jahren die Idee zustande kam. Nach dem Umzug in die Räumlichkeiten am Meyenburger Tor 5 habe man überlegt, wie man die Wände gestaltet. Daraufhin nahm Marion Talkowski Kontakt mit der Lehrerin Ines Dallmann auf und fragte sie, ob es dafür Schülerbilder gebe. Damals beschäftigten sich die Schüler im Kunstunterricht gerade mit dem Thema Mensch und Technik. Das Ergebnis dieses Unterrichts war bei der ersten Vernissage am Meyenburger Tor und dann noch einige Monate lang zu bewundern. Der heutige Landrat Torsten Uhe kaufte damals sogar ein Bild.

Eine zweite Vernissage fand vor rund eineinhalb Jahren statt. „So gibt man jungen Leuten die Möglichkeit, ihre Arbeiten zu präsentieren“, sagt Marion Talkowski. Die Bilder werden einige Monate zu sehen sein. Danach wollen viele der Schüler ihre Kunstwerke wieder zu sich nehmen – ob für das ein oder andere Werk Kaufinteresse bestünde, muss sich zeigen. Bei Interesse sollte man sich bei den Lehrerinnen in der Schule melden.

Fotocollage von Michael Stier

Fotocollage von Michael Stier.

Quelle: Atzenroth

Von Bernd Atzenroth

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