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Prignitz Prognose deutlich nach oben korrigiert
Lokales Prignitz Prognose deutlich nach oben korrigiert
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00:25 09.11.2015
In der Prignitz findet man solche Hinweisschilder bislang nicht. Hier sollen Flüchtlinge auch weiterhin nicht in Gemeinschaftsunterkünften, sondern in Wohnungen untergebracht werden. Quelle: dpa
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Perleberg

Der Landkreis Prignitz wird deutlich mehr Flüchtlinge und Asylbewerber in diesem Jahr aufnehmen als bislang angenommen. Die Prognose wurde in dieser Woche erneut aktualisiert, wie Landrat Torsten Uhe informiert. „Bis Jahresende werden jetzt 1300 Asylsuchende im Landkreis erwartet.“ Damit liegt bereits die dritte überarbeitete Prognose für 2015 vor. Zuletzt war dem Landkreis die Aufnahme von 904 Personen in Aussicht gestellt worden. Diese Zahl wird nun deutlich nach oben korrigiert.

Torsten Uhe hatte Anfang der Woche in Potsdam an einer Konferenz der Landesregierung mit den Oberbürgermeistern und den Landräten zur Flüchtlingskrise teilgenommen.

Der Landkreis ist weiterhin bestrebt, die Asylsuchenden in Wohnungen unterzubringen. In einer Mitteilung der Kreisverwaltung heißt es dazu: „Der Landkreis benötigt jeden geeigneten Wohnraum.“

Die aktuelle Flüchtlings- und Asylsituation wurde am Donnerstag, 5. November, auf Einladung des Landrates bei einem Treffen mit den Amtsdirektoren und hauptamtlichen Bürgermeister des Landkreises sowie der Leiter der Polizeiinspektion, Polizeidirektor Peter Schröder, in der Kreisverwaltung beraten. Eine weitere Beratung wurde für den 20. November vereinbart.

Die Verteilung von Flüchtlingen und Asylbewerbern erfolgt bundesweit nach dem so genannten Königsberger Schlüssel, dem die Einwohnerzahl und das Steueraufkommen zugrunde liegen. Danach hat Brandenburg 3,06 Prozent der Flüchtlinge und Asylbewerber aufzunehmen. Die Prignitz übernimmt von dem Landesanteil 3,6 Prozent der Ankommenden.

Wie Sabine Kramer, Zweite Beigeordnete des Landrats, am Mittwoch mitteilte, nahm der Landkreis in diesem Jahr bislang 705 Asylsuchende und Flüchtlinge auf. Nach der neuesten Prognose hat der Landkreis noch knapp 600 Personen aufzunehmen.

Aktuell befinden sich 892 Flüchtlinge und Asylbewerber im Landkreis. Dabei handelt es sich um 385 Einzelpersonen, 116 Familien mit 228 Kindern sowie 61 unbegleiteten Jugendlichen. Die Unterbringung erfolgt in 203 Wohnungen. Die meisten Flüchtlinge und Asylbewerber hat Perleberg aufgenommen, Wittenberge bringt aber nur etwas weniger Personen unter.

Das Landkreis hat ein Notfallkonzept erarbeitet. Danach ist vorgesehen, bei einem starken Ansturm Personen auch in größeren Objekten unterzubringen. Dazu gehört etwa die Rolandhalle in Perleberg. Aber auch in anderen Städten werden Turnhallen von Veranstaltungen frei gehalten, um dort kurzfristig Flüchtlinge und Asylsuchen unterbringen zu können.

Weitere Informationen stellt der Landkreis Prignitz jetzt auch online zur Verfügung. Ab sofort sind auf der Internetseite unter www.landkreis-prignitz.de umfassende Informationen rund um das Thema Flüchtlinge und Asyl zu finden. Dort sind nicht nur die aktuellen Prognosen, statistische Daten und Ansprechpartner aufgeführt, sondern auch Flyer in verschiedenen Sprachen sowie auch Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Von Michael Beeskow

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