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Projekt „Wirtschaft verstehen“ in der Grundschule

Meyenburg Projekt „Wirtschaft verstehen“ in der Grundschule

Einmal im Jahr bietet das Meyenburger Möbelwerk in den 6. Klassen der Grundschule das Projekt „Wirtschaft verstehen“ an. Die Schüler werden Unternehmer, Arbeiter oder Finanzminister. Dabei lernen sie, wo das Geld herkommt, was Steuern sind und wie man eine Firma führt.

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„Unicorn Mall“ heißt die Firma der Mädchen aus der 6a. Bei den Namen waren die Unternehmensgründer besonders einfallsreich.

Quelle: Privat

Meyenburg. Es ist ein ganz normaler Schultag für die Schüler der Geschwister-Scholl-Grundschule in Meyenburg. Jedenfalls für die meisten: Die Klasse 6a erhält an diesem Tag dank Andrea Reimitz vom Meyenburger Möbelwerk einen Einblick in Firmengründung und Unternehmensführung mit all ihren Höhen und Tiefen. Jedes Jahr kommt die Möbelwerk-Mitarbeiterin in die 6. Klasse, um den Kindern im Projekt „Wirtschaft verstehen“ einen kleinen Einblick in die großen Zusammenhänge zu ermöglichen.

Die Sechstklässler tauschen sich mit Andrea Reimitz darüber aus, was erfolgreiche Chefs ausmacht und wie man Mitarbeiter motiviert. Sie lernen in ganz groben Zügen, wie man eine Firma leitet, wie man als Arbeiter mit Geld umgeht oder als Arbeitsloser vom Staat Unterstützung erhält. Es fallen Begriffe wie Steuern, Kredite, Zinsen und Mindestlohn. Es wird gelacht, diskutiert, produziert, gekauft und verhandelt. Manch einer entpuppt sich als fleißiger Mitarbeiter, der andere als cleverer Chef. Die frisch gegründeten Unternehmen tragen so fantastische Namen wie „Lis‘ Bolero“, „Unicorn Mall“, „Golze Factory“ und „Super Max L“.

Am Ende des Unterrichtstages stehen die Sieger fest: Von den Arbeitern hat Roman seinen Lohn am effektivsten für ein schönes Leben ausgegeben. Er hatte am Ende einen Kontostand von 3340 Euro. Von den Unternehmern war Moritz Golze mit seiner Golze Factory am cleversten. Er hatte am Ende noch 7555 Euro in seiner Kasse.

Es galt, den Überblick zu bewahren

Wie im wahren Leben hatte es die Regierung mit Kanzlerin Emely Thalheim und Finanzminister Paul Tennigkeit nicht so einfach mit ihren Bürgern. Da galt es, den Überblick zu bewahren, denn der Staat hatte als Ziel, den Wohlstand für alle seine Bürger zu sichern, fasst Andrea Reimitz vom Möbelwerk zusammen. „Seit 2008 führen wir dieses Planspiel unter dem Motto ’Wirtschaft verstehen’ in den 6. Klassen unserer Grundschule durch und ich bin immer wieder überrascht, wie intensiv die Schüler in das Thema eintauchen und ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Ich bekomme als Feedback immer wieder zu hören, dass ihnen besonders gefallen hat, für ihre Arbeit einen realen Lohn bekommen zu haben – auch wenn das natürlich nur Spielgeld ist.“ Auch für die Lehrer ist es ein besonderer Tag im Schuljahr: „Im Grunde haben alle gewonnen – an Wissen, Selbsterkenntnis und Erfahrung. Auch wir Erwachsene betrachten jetzt so manch einen mit einem Augenzwinkern“, ergänzt die Klassenlehrerin Jaqueline Wallmeyer.

Auch in der Klasse 6b wurde fleißig produziert. Hier war Candy Thal mit 3310 Euro die cleverste Bürgerin im Staat und das Kaufhaus Bergemann, geführt von Emely Bergemann machte am meisten Gewinn, so dass sie am Ende noch 6520 Euro in der Kasse hatte. Die Bundesregierung wurde vertreten von Elly Göpp als Kanzlerin und Lukas Mühlbauer als Finanzminister, der sich nicht nur um die Staatskasse kümmerte, sondern auch um den Erfolg des Staatsunternehmens.

Von Beate Vogel

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