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Prignitz Projekt der „7 Künste“ zahlt sich aus
Lokales Prignitz Projekt der „7 Künste“ zahlt sich aus
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02:15 24.06.2017
Horst Kontak (Mitte) von den Kunstfreunden Pritzwalk, Marion Talkowski und Gerrit Gohlke stellen das Projekt in einem Zet vor. Quelle: René Arnold
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Pritzwalk/Genshagen

Für einen der Hauptpreise hat es nicht ganz gereicht: Das Projekt „Die 7 Künste von Pritzwalk“ wurde bei der Verleihung des Preises „Kulturelle Bildung 2017“ der Bundesstaatsministerin für Kultur und Medien als eines von zehn Nominierten geehrt. Verbunden ist diese Nennung mit 5000 Euro Preisgeld. Für die erstplatzierten Preisträger-Projekte gab es jeweils 20 000 Euro.

Nicht der große Preis, aber die Freude ist riesengroß

„Dennoch ist die Freude riesengroß“, sagte Gerrit Gohlke vom Brandenburgischen Kunstverein Potsdam nach der Preisverleihung auf Schloss Genshagen (Teltow-Fläming). „Wir haben ein durchweg positives Echo auf unser Projekt bekommen“, sagte der Kurator des Projekts. Die Nominierten hatten den ganzen Tag Zeit, ihre Projekte in Zelten auf dem Schlossgelände vorzustellen. Aus Pritzwalk waren Horst Kontak, der Vorsitzende der Kunstfreunde Pritzwalk, und IHK-Regionalcenter-Chefin Marion Talkowski mitgereist.

„7 Künste“ belebten 2014 die Innenstadt

Die Kunstfreunde, die sich in der Projektphase im Jahr 2014 gegründet haben, gehören zu den wichtigsten Resultaten des Projekts. Anwesend war auch Michael Clegg, die eine Hälfte des Künstlerduos Clegg & Guttmann. Gemeinsam mit Martin Guttmann steckte das Duo seinerzeit den künstlerischen Rahmen des Projektes ab. Im Somer 2014 wurden sieben bis dahin leerstehende Geschäfte in der Pritzwalker Innenstadt mit verschiedenen Künsten belebt. Darin erinnert noch immer die Galerie der Kunstfreunde Pritz­walk, die regelmäßig dort für Ausstellungen und andere künstlerische Ausdrucksformen ist.

Projektname ist Kunstkennern ein Begriff

„Den Pritzwalkern ist vielleicht gar nicht so bewusst, dass der Name in der Kunstwelt mittlerweile bekannt ist“, sagte Gerrit Gohlke. Das liegt zwar sicherlich an de Bekanntheit von Clegg & Gutmann, doch lag ja der Charme des Projekts gerade darin, dass die Einwohner von Pritz­walk und Umgebung an dem Bild von ihrer Stadt mitwirkten. Vor allem die vielen Fotos, die in der heißen Phase der „7 Künste“ entstanden, beeindruckte das Publikum und die Jury. Eine Dokumentation, die der Kinder- und Jugendbibliothek Pritzwalk, wurde von der Kunstsammlung der Bundesrepublik Deutschland angekauft und befindet sich in Bonn. „Natürlich sind wir sehr dafür, dass die Resultate der 7 Künste in erster Linie den Pritz­walkern zugute kommen und dort zugänglich sind“, sagte Gerrit Gohlke.

Kinder- und Jugendbibliothek wurde von der Bundesregierung gekauft

Im Falle der Kinder- und Jugendbibliothek müsste gegebenenfalls eine Replik hergestellt werden. Ein anderes Kunstobjekt, eine Art Miniaturdarstellung der Ladenlokale, in denen die „7 Künste“ einen Sommer lang heimisch waren, wurde dem Stadt- und Brauereimuseum Pritzwalk und der Stadt als Dauerleihgabe angeboten. „Nach anfänglicher Begeisterung blieb die Resonanz auf dieses Angebot bisher leider aus“, saget der Kurator. Andernorts interessiere man sich jedoch durchaus für die Kunst aus Pritz­walk. „Aus Niederösterreich beispielsweise gab es reges Interesse daran, aber Clegg & Guttmann wie wir auch waren der Meinung, das gehöre nach Pritzwalk“, sagt Gerrit Gohlke. Drei Jahre später sind die „7 Künste“ gefragt wie nie zuvor.

Von Andreas König

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