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Prignitz Protest gegen einheitliche Postleitzahl
Lokales Prignitz Protest gegen einheitliche Postleitzahl
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00:18 24.06.2017
Setzt die Post ihre Vereinheitlichung durch, gibt es für Gumtow künftig nur noch eine Postleitzahl. Quelle: Sandra Bels
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Gumtow

Der Hauptausschuss der Gemeindevertretung Gumtow hat das Ansinnen der Deutschen Post abgelehnt, die Postleitzahlen in der Gemeinde Gumtow zum 1. Januar 2018 anzupassen. Die Gemeindevertreter haben nun das letzte Wort darüber.

Probleme bei der Zustellung von Briefen und Paketen

Geplant ist, für das gesamte Gemeindegebiet künftig nur noch eine Postleitzahl auszuweisen, die 16866. Sie würde auch für Schönebeck gelten, das bisher die Pritz­walker Postleitzahl 16928 hat. Die Begründung dafür teilt die Deutsche Post Bürgermeister Stefan Freimark mit. Das Unternehmen erhalte zunehmend Anfragen und Reklamationen zur Zustellung von Briefen und Paketen in der Gemeinde, heißt es darin. Grund dafür seien die unterschiedlichen Postleitzahlen.

Außerdem sei der Name Gumtow nicht als offizielle Bestimmungsortangabe für alle Ortsteile in den Sortiersystemen der Post hinterlegt. Was laut Post bedeutet, dass die Orte nicht im Zusammenhang mit der Gemeinde Gumtow gefunden werden können. Ursächlich dafür sei die Tatsache, dass es nach der Gemeindefusion zahlreiche Straßen gleichen Namens gab, die mittlerweile aber umbenannt wurden.

Vorschlag: Ortsteilname als Adresszusatz

Die Post bietet an, künftig den Ortsteilnamen als Adresszusatz anzugeben, zum Beispiel in einer Zeile zwischen dem Empfänger und der Straße. Praktisch würde das dann so aussehen: Max Mustermann, Dannenwalde, Siedlungsstraße 1, 16866 Gumtow. Gleichzeitig werde laut Post durch die einheitliche postalische Anschrift für alle Einwohner der Gemeinde erstmals die Übereinstimmung zwischen melderechtlichen und postalischen Daten erreicht, was insbesondere für Bescheinigungen bei Bargeldeinzahlungen erforderlich ist.

Der Ortsbeirat von Kolrep hat die Änderung bereits abgelehnt. In anderen Ortsbeiräten habe es zum Teil heftige Diskussionen darüber gegeben, sagte Bürgermeister Freimark im Hauptausschuss. Die Änderung werde durchweg als nicht notwendig angesehen.

Bis 7. Juli Zeit für eine Stellungnahme

Ausschussmitglied und Schönebecks Ortsvorsteher Bodo Schulz (Bürger für Gumtow) stellte fest, dass der größte Teil der Einwohner gegen die Umstellung ist. Man wolle erst die anstehende Gebietsreformen abwarten. Möglicherweise ändert sich damit ja wieder etwas. „Wir sollten der Post mitteilen, dass alles so bleibt, wie es ist“, so Schulz.

Freimark geht davon aus, dass die Post nicht auf die Umstellung verzichten wird. Er schlug vor, auch noch die Reaktionen der anderen Ortsbeiräte abzuwarten. Sie haben bis zum 7. Juli Zeit für eine Stellungnahme.

Diskussion gab es auch in Wusterhausen

Das sieht auch die Bürgerfraktion so. Mitglied Ralf Reinhardt kennt die Diskussion aus seiner Zeit als Bürgermeister in Wusterhausen noch. Die Gemeinde habe eine Änderung damals abgelehnt und dabei sei es geblieben. „Wir sollten uns vom Schreiben der Post nicht beeindrucken lassen“, so Reinhardt. Er sieht mit der Änderung die Gefahr, dass die Orte der Gemeinde von der Landkarte verschwinden könnten, wenn nur noch unter Gumtow firmiert wird. An Freimark richtete er die Bitte, die Post aufzufordern, alles so zu belassen wie es ist.

Von Sandra Bels

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