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Prignitz Proteste zu Schröter-Besuch geplant
Lokales Prignitz Proteste zu Schröter-Besuch geplant
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02:16 07.09.2015
Rainer Harms in der Perleberger Bäckerstraße, die von zunehmendem Leerstand bedroht ist. Quelle: Michael Beeskow
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Perleberg


Erst wenige Wochen bestehen die „Freien Wähler Perleberg“. Für Dienstag, 13. Oktober, planen sie schon ihre erste große Aktion, wie deren Sprecher Rainer Harms am Freitag, 4. September, in einem Gespräch mit der MAZ erklärte. An diesen Tag kommt um 19 Uhr Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) nach Perleberg, um in der Rolandhalle über seine Pläne für die Kreisgebietsreform zu sprechen. Rainer Harms wundert sich, dass die Öffentlichkeit über diesen Termin bislang noch nicht informiert ist. Er vermutet, dahinter steckt Kalkül. „Wenn die Leute erst einen Tag vorher davon erfahren, dann kommen vielleicht 50 Leute und der Rest der 600 Plätze bleibt leer.“ Der Minister könne dann sagen: „Seht mal, für die Kreisgebietsreform interessiert sich ja gar keiner.“

„Wir werden aber dafür sorgen, dass die Halle voll wird und der Minister gehörig den Gegenwind für seine Pläne zu spüren bekommt“, kündigt Harms an. Die Freien Wähler wollen eine Kundgebung anmelden, auch soll es Stände mit Bier und Bratwurst geben. Gerade für Perleberg steht viel auf dem Spiel. Die Wählergruppe hat sich gebildet, um gerade auf den drohenden Verlust der Kreisstadt aufmerksam zu machen. „Viele haben keine Ahnung, was das für Perleberg bedeuten würde“, sagt Rainer Harms. Anders könne er sich die Ruhe und Gleichgültigkeit in der Stadt nicht erklären.

Nach seinen Recherchen arbeiten in der Kreisverwaltung derzeit rund 700 Mitarbeiter, wovon 500 in Perleberg wohnen. Sollte der Verwaltungssitz wegfallen, so ist er überzeugt, würde die Stadt 1000 Einwohner wenn nicht noch mehr verlieren. „Ich glaube, selbst die Geschäftsleute sind sich nicht im Klaren, was das für einen Verlust an Kaufkraft bedeutet.“ Rainer Harms führt den schon jetzt großen Leerstand in der Bäckerstraße an. Als Einkaufstraße würde sie dann wohl ganz tot sein.

Eine Unterschriftenaktion der Freien Wähler zum Erhalt der Kreisstadt soll noch bis zum 15. Oktober laufen. Die Listen liegen in vielen Geschäften aus, schon über 1000 Unterschriften liegen vor. Rainer Harms rechnet mit 1500 Unterschriften, die dann im Landtag übergeben werden sollen.

Das werden die Freien Wähler selbst tun können, da sie seit dieser Woche dem Landesverband der Freien Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen (BVB) angehören. Einstimmig sprachen sich in einer Versammlung die 25 anwesenden Mitglieder für eine Zusammenarbeit mit dem Dachverband der unabhängigen Wählergruppen im Land aus. „Wir sind unabhängig und wir bleiben unabhängig“, erklärt Harms. Da der Landesverband mit drei Abgeordneten im Landtag vertreten ist, können die Perleberger sich dort in der Kreisstadtfrage Gehör verschaffen und Unterstützung vom Landesverband erhalten.

Ein Vorteil besteht, darin das die Freien Wähler für die Perleberger Stadtverordnetenversammlung wie für den Kreistag Kandidaten aufstellen können. Zu Infrastruktur, Belebung der Stadt, Bildung und Zuwanderung will sich die Gruppe erst noch positionieren. Rainer Harms dazu: „Bis zur Stadtverordnetenversammlung in vier Jahren ist noch etwas Zeit.“

Von Michael Beeskow

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