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Putlitz: Abschiedskonzert des Amtsdirektors

Gerd Ehrke geht in Ruhestand Putlitz: Abschiedskonzert des Amtsdirektors

Nach 15 Jahren verabschiedete sich am Mittwoch Gerd Ehrke als Amtsdirektor von Putlitz/Berge. Beim Festakt griff er selbst zur Gitarre und sang – und verblüffte viele mit seinem Talent. Ehrke geht jetzt in den Ruhestand. Am 10.  Dezember soll sein Nachfolger im Amtsausschuss gewählt werden.

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Letzte Amtshandlung: Gerd Ehrke gibt zum Abschied ein Konzert.

Quelle: Michael Beeskow

Putlitz. Alles muss man selbst machen. Ganz so formulierte es Gerd Ehrke am Mittwoch nicht. Seinen Auftritt als Musiker kommentierte er so: „Das ist eine Form der kommunalen Selbstverwaltung“. Denn am letzten Arbeitstag sorgte der Amtsdirektor von Putlitz/Berge für sein eigenes Abschiedskonzert. Er sang und spielte Gitarre zur großen Freude und Bewunderung der zahlreichen Gäste. Jedoch tat er dies nicht als Einzelkämpfer: Die musikalischen Einlagen zwischen den Dankesreden für 15 Jahre Amtsdirektor gab er gemeinsam mit der Putlitzer Kirchenband, die aber sehr weltliche Titel von Udo Lindenburg bis hin zu den Beatles spielte. Gerd Ehrke genoss sichtlich den Auftritt als Musiker – und auch diese Form des Abschiednehmens von den Verwaltungsgeschäften.

Bernd Dannemann (l) verlas die „Verabschiedungsurkunde“

Bernd Dannemann (l.) verlas die „Verabschiedungsurkunde“.

Quelle: Michael Beeskow

„Gerne hätten wir Dich erst in einem Jahr verabschiedet“, sagte Bernd Dannemann, der Vorsitzende des Amtsausschusses. Doch habe man Gerd Ehrke die Bitte nicht abschlagen wollen, ihn in den vorzeitigen Ruhestand zu versetzen. Der Putlitzer Bürgermeister erinnerte mit seinen Dankesworten auch an die Wahl Gerd Ehrkes vor 15 Jahren: „Es begann ganz seltsam.“ Nach dem Urnengang im Amtsausschuss herrschte Stimmengleichheit. So musste das Los über den Amtsdirektor entscheiden. „Aus dem stellvertretenden Amtsdirektor und Bauamtsleiter wurde plötzlich der Amtsdirektor“, beschrieb Bernd Dannemann das damalige Geschehen. Die Amtsumlage habe sich erfreulich entwickelt und viele andere positive Dinge seien mit der Amtszeit von Gerd Ehrke verbunden, sagte Dannemann. Man solle sich nur einmal die vielen Straßen und Plätze im Amt ansehen, die auf Vordermann gebracht wurden. Auch dank des Einsatzes von Gerd Ehrke habe die Kirche in Putlitz ihre Turmspitze wieder bekommen. Gerd Ehrke habe Spuren hinterlassen. „Ganz herzlichen Dank“, schloss der Amtsausschussvorsitzende.

Als „sehr offen und sehr erfahren“ charakterisierte Oliver Hermann Gerde Ehrke. Er sprach nicht als Wittenberger Bürgermeister, sondern als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Prignitzer Kommunen. Gerd Ehrke habe sich mehr getraut als andere. Gegenüber Landkreis und Land habe er sehr nachdrücklich werden können.

Dies bestätigte die Beigeordnete Sabine Kramer, die Gerd Ehrke im Namen des Landkreises für seinen Einsatz dankte. Der Amtsdirektor sei nicht immer bequem gewesen, doch seine Argumente habe er stets sachlich vorgebracht. Sie räumte ein, dass sie ganz sprachlos und hingerissen sei, den Amtsdirektor an diesem Tag erstmals als Musiker zu erleben.

Der Kämmerer Hergen Reker zeigte Bilder aus Gerd Ehrkes Amtszeit

Der Kämmerer Hergen Reker zeigte Bilder aus Gerd Ehrkes Amtszeit.

Quelle: Michael Beeskow

Jens Graf vom Städte- und Gemeindebund lobte, Gerd Ehrke sei nach der Wende ein Mann der ersten Stunde gewesen. Pritzwalks Bürgermeister Wolfgang Brockmann hob hervor, Ehrke sei ehrlich und geradlinig. Bürgermeister Thomas Brandt aus Groß Pankow sprach wohl im Sinne aller Anwesenden, als er sagte: Alle Wünsche Gerd Ehrkes mögen in Erfüllung gehen. „Langweilig wird es nicht“, versicherte Gerd Ehrke. Er macht weiter im Bürger- und Schützenverein, er ist „Vorstand“ einer Vier-Generationen-Familie und auch eine Amerika-Reise steht an. Die Stelle des Amtsdirektors wird ausgeschrieben: Am 10. Dezember wird der Nachfolger gewählt. Kämmerer Hergen Reker führt derweil die Amtsgeschäfte.

Von Michael Beeskow

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