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Putlitz Der besondere Adventsmarkt im Pferdestall
Lokales Prignitz Putlitz Der besondere Adventsmarkt im Pferdestall
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19:23 24.11.2018
Das Pritzwalker Saxophonquartett sorgte für gute Unterhaltung. Quelle: Bernd Atzenroth
Berge

Man hätte meinen können, dass man in einer größeren Stadt wäre. Im kleinen Berge lockte der Adventsmarkt bereits am Tag vor Totensonntag massenhaft Menschen aus der ganzen Region an. Wer diesen besonderen Markt im Ambiente eines Pferdestalls erleben wollte, musste sich mitunter regelrecht durch die Massen drängen, nachdem zu vor ein paar Runden um den Dorfkern bei der Parkplatzsuche zu drehen waren.. Organisatorin Susanne Scherfke-Weber rechnet damit, dass die Vorjahresbesucherzahl von 1500 auch in diesem Jahr wieder erreicht wurde.

Ein Vielfaches der Einwohnerzahl besuchte am Samstag den ganz besonderen Adventsmarkt in Berge. Hier ein paar Eindrücke vom Geschehen rund um Königsmühle und Pferdestall.

Es war der siebte Adventsmarkt in Berge und der dritte im alten Pferdestall, der wirklich ein ganz besonders Ambiente bietet. Erstmals ist diesmal auch die alte Königsmühle dazugenommen worden, um alle Händler unterbringen zu können. Schließlich waren 35 gekommen, auch einige neue, ob nun aus Berlin, aus Lüchow oder eben direkt aus der Prignitz. Natürlich gehört der Fleischer Wolf dazu“, betonte Susanne Scherfke-Weber. An einem Ende des Pferdestalls befand sich eine tolle Kinderecke. Eine der Attraktionen war die Lebkuchenfrau aus Hamburg, Anne Tsakiris, die eine Freundin von Susanne Scherfke-Weber ist.

Überhaupt ist die gesamte Organisation sehr familiär. Genauer gesagt halten zwei Familien die Fäden in der Hand: Die von Susanne Scherfke-Weber gemeinsam mit Familie Krüger. Aber natürlich ist auch der Dorf- und Kulturverein Leben in Berge mit seinen 38 Mitgliedern voll involviert, dessen Vorsitzende Susanne Scherfke-Weber ist. Sage und schreibe 62 selbst gebackene Kuchen wurde im Pferdestall angeboten. Um 16 Uhr waren sie komplett weggeputzt – wobei mancher sich auch sein Stück zum Kaffee mit nach Hause nahm. Der Erlös des Kuchenverkaufs soll dem Dorf zugute kommen.Er dürfte wie im vergangenen Jahr im vierstelligen Bereich liegen.

Ein schönes Kulturprogramm

Sowohl bei Händlern als auch bei Besuchern kam dieser Markt wieder richtig gut an. Wie bei Anja Gerstel, Peter Köppe und Anke Köppe. „Hier sind wieder viele Auswärtige gekommen“, freute sich der Berger Peter Köppe über den großen Erfolg. „Das ist ein herrlicher Markt“, findet auch die Perlebergerin Anne Schleich, die in der Königsmühle selbst gemachte Waren für Kinder anbot.

Die Organisation bedarf langer Vorbereitung. Aber die Vereinschefin weiß: „Wir werden immer besser.“ Unter anderem waren alle Mitglieder des „Teams Adventsmarkt“ an einem Button zu erkennen, den sie trugen – so konnten sich Menschen, die Fragen hatten, immer direkt an die richtigen Ansprechpartner wenden.

Im Vorfeld mussten 20 Bäume gefällt werden, worum sich insbesondere ihr Mann Olaf Weber und Fred Krüger verdient machten. Letzterer spendete auch die sieben Meter hohe Tanne, die nun für die ganze Adventszeit an der Mühle aufgestellt wurde. Um die Elektrik kümmerte sich Susanne Scherfke-Webers Cousin Thomas Scherfke.

Auch in Sachen Kulturprogramm hatte man sich ein paar Besonderheiten ausgedacht. Zunächst unterhielt eine junge Geigenspielerin das Publikum im Pferdestall. Dann trat das Pritzwalker Saxophonquartett auf und spielte Weihnachtliches. Ansonsten sorgte DJ Emmes altbewährt für die richtige Musik.

Von Bernd Atzenroth

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