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Putlitz 30 närrische Jahre in Berge
Lokales Prignitz Putlitz 30 närrische Jahre in Berge
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00:21 13.02.2019
Die Karnevalsgesellschaft Berge (KGB) blickt auf 30 närrische Jahre zurück. Die Funkengarde begeistert die Zuschauer. Quelle: Jens Wegner
Berge

„Alle Veranstaltungen dieses Jahr sind ausverkauft”, freut sich Nicole Ullmann von der Karnevalsgesellschaft Berge (KGB) am Sonnabend im Hotel „Deutscher Kaiser” Perleberg. „Vergangenes Jahr haben wir mehr Werbung für unsere Veranstaltungen machen müssen. Dieses Jahr lief es besser”, sagte sie.

In phantsievollen Kostümen bringen die Berger Narren den Saal zum Brodeln.

Ein Indiz also, dass die Berger sich inzwischen einen guten Ruf erspielt haben. „Wir wollen immer bunt und revuemäßig bleiben. Dieses Jahr verleihen wir eigene Oskars. Zwischen den Tänzen gibt es was Lustiges. Auch ein paar alte Sachen haben wir wieder ausgekramt aus ganz alten Zeiten”, beschrieb sie das Programm.

Geld für die Kostüme selbst erarbeitet

Die 20 Minifunken des Vereins im Alter von vier bis 13 Jahren haben dieses Jahr neue Kostüme bekommen. „Die Jugendlichen sollen lernen, wo das Geld dafür herkommt”, sagte sie. Deshalb haben sie einen Teil davon selbst erarbeitet, beispielsweise mit einem Sockenverkauf zu Weihnachten und anderen Marktständen.

Die Kinder und Frauen beginnen mit ihrem Training im September, die Männer erst zwischen Weihnachten und Neujahr. „Die Funken trainieren das ganze Jahr über jede Woche zweimal zweieinhalb Stunden. Der Ehrgeiz bei den Funken ist enorm”, lobt Nicole Ullmann.

Mit einem Schlager beginnt das bunte Treiben. „Berge macht Rabatz. Die Nacht ist lang und unsre Schuhe durchgetanzt”, sagt ein Schlagersängerpaar.

Elferrat und Prinzenpaar

Der Präsident des Vereins, Jürgen Neher, begrüßt die Gäste, stellt den Elferrat vor sowie ihre Lieblichkeit, Franziska I. und Prinz Randy I.. Anschließend überreicht Perlebergs Bürgermeisterin Annett Jura dem Präsidenten den symbolischen Rathausschlüssel. „30 Jahre nur das Beste. Macht weiter so!”, trägt sie ihre Begrüßung in Reimen vor.

„Wir sind umgeben von güldenem Schein. Vergesst euer Alltagseinerlei!”, forderte Randy I. seine Untertanen auf. „Berge macht Rabatz.”

Kussfreiheit und Beifall für die Minifunken

Dann läutet der Zeremonienmeister Dirk Ullmann die Kussfreiheit ein, und schon tanzten die Minifunken unter tosendem Beifall ihren Funkenmarsch. Alsdann wird auch schon der erste Oskar vergeben. Der geht an „The Beauty and the Beast”.

Michel und Conny tanzen eine Runde als die Schöne und das Biest. Es wird reichlich applaudiert, und immer wieder wird das Motte des Abend kundgetan: „30 Jahre KGB, heiß und flott wie eh und je!”.

Die Jüngsten führen einen Indianertanz auf und Pauline Ullmann von den Funkenmariechen einen bejubelten Einzeltanz.

Persiflage auf die Kelly-Family

Sie haben es geschafft sich von Straßenmusikern hochzuarbeiten und stehen nun auf den Brettern, die die Welt bedeuten”, kündigt Dirk Ullmann überschwänglich an, und die Familie Schmidt aus Neuhausen persifliert die Kelly-Family. Das Publikum tobt.

Weitere Oskars werden an Filme wie „Dirty Dancing”, „Grease” und „Pulp Fiction” vergeben. Dazu gibt es jeweils kurze Tanzeinlagen. Christian in der Bütt berichtet von Max und Moritz, die sich amüsieren wollten statt zu studieren. Doch dann war das Geld alle, und sie brauchten eine Geschäftsidee. Also gründeten sie „Max and Morris Consulting” und ließen sich Visitenkarten drucken.

Hühnerkacke für das Bio-Ei

Die Witwe Bolte machte kaum Gewinn mit ihren dreitausend Hühnern. So erfanden sie das Bio-Ei. Ein Fleck Hühnerkacke aufs Ei, ein Federlein und Strohalm in die Packung und schon war das Bio-Ei erfunden. Dieses war der erste Coop. Weitere sollten folgen.

„Max and Morris” drehten jedermann Smoothies und Pizzaburger an. Sie waren auch die Macher bei Car-Glas und bei Seiiiiitenbacher.

Der Verein Karnevalsgesellschaft Berge zählt aktuell 117 Mitglieder aus Berge und Umgebung sowie aus weiteren Prignitzer Orten im Alter von vier bis 70 Jahren und darüber hinaus. Dem jährlichen Programm steht ein jeweiliges Motto vor, was nach eingereichten Vorschlägen in demokratischer Abstimmung von den Mitgliedern gewählt wird.

Von Jens Wegner

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