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Putlitz Gänsestadt erhält Gebhard-zu-Putlitz-Platz
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18:12 28.09.2018
Der Platz vor dem Rathaus in Putlitz. Die Stadtverordneten haben entschieden, ihn in Gebhard-zu-Putlitz-Platz umzubenennen. Quelle: Bernd Atzenroth
Putlitz

Der Platz vor dem Rathaus in Putlitz soll nun nach Gebhard zu Putlitz benannt werden. Das beschlossen die Stadtverordneten mit großer Mehrheit am Donnerstag. Sie folgten damit einem Antrag der Fraktion von Bürger Stadt und Land und der Linken. Der gleichnamige Sohn von Gebhard zu Putlitz, seine Frau und seine Schwester in Schweden haben laut dem Stadtverordneten Klaus Pirow dieser Variante auch im Vorfeld zugestimmt, wie Bürgermeister Bernd Dannemann auf MAZ-Nachfrage berichtete.

Etwas umstrittener war zunächst die dafür notwendige Aufhebung des Beschluss vom 27. Juli gewesen, nach dem der Jungfernsteg in Gebhard-zu-Putlitz-Straße umbenannt werden sollte. Allerdings sei dies auch „nicht so kontrovers, wie zu befürchten war“, gewesen, wie Bürgermeister Bernd Dannemann im Nachhinein meinte.

Bürgermeister wurde überstimmt

In der Tat hatte sich im Vorfeld der Abstimmung niemand offen zu dem Thema äußern wollen, inoffiziell fiel sogar das Wort „Schildbürgerstreich“, weil nun bereits der dritte Straßenname für Gebhard zu Putlitz zur Abstimmung stand.

Vor der Aufhebung des Jungfernsteg-Beschlusses waren weitere Ideen für den Umgang mit der Angelegenheit erörtert worden. Der Anwohner des Jungfernstegs, der sich gegen die Umbenennung seiner Straße gewehrt hatte, wartete mit einem weiteren Vorschlag für einen Platz auf, den man umbenennen könne. Er traf damit aber auf genauso wenig Gegenliebe wie die Idee, alle anliegenden Bürger noch einmal zu der Angelegenheit zu befragen. Dannemann selbst war dagegen, die Umbenennung des Jungfernstegs wieder rückgängig zu machen, und verwies darauf, dass es dazu bei zwei Abstimmungen sehr eindeutige Mehrheiten im Stadtparlament gegeben habe. Doch sah eine Mehrheit im Stadtparlament dies diesmal anders.

Klares Votum für Umbenennung des Rathausplatzes

Sehr viel klarer war die Sache dann wieder, als es nun um die Umbenennung des Rathausplatzes ging. Denn dass Gebhard zu Putlitz es wert ist, dass man seiner auf diese Art und Weise gedenkt, war in der Stadtverordnetenversammlung nie umstritten.

So gab auch Dannemann diesem Beschluss seinen Segen, in der Hoffnung, dass die Angelegenheit damit nun zu einem glücklichen Ende kommt. Der Vollzug der Umbenennung ist nun innerhalb von acht Wochen möglich – kurz vor Weihnachten dürfte dies offiziell umgesetzt werden.

Kompromiss bei Abrundungssatzung für Nettelbeck

Als positiv bewertete das Putlitzrer Stadtoberhaupt demgegenüber den Kompromiss, der in Sachen Abrundungssatzung für Nettelbeck geschlossen und einstimmig beschlossen wurde. „Die Bürger können sehr zufrieden sein“, findet er. Kern des Beschlusses ist, dass in Nettelbeck etwas mehr Baurecht geschaffen wird, weil es dafür auch Interesse bei Anwohnern und deren Kindern gibt.

Grundstück an der Burghofwiese verkauft

Im nicht öffentlichen Teil der Sitzung wurde darüber hinaus der Verkauf eines Grundstücks auf der Burghofwiese besiegelt – für Dannemann der Beleg dafür, dass es richtig gewesen ist, eine Umwidmung im Flächennutzungsplan für dieses Gebiet vorzunehmen (die MAZ berichtete). Das einst als Gewerbegebiet ausgewiesene Areal ist nun Mischgebiet, damit bald zwei Wohnhäuser und eine Seniorenpflegeeinrichtung entstehen können.

Leerstehendes Haus erworben

Erworben hat die Stadt auch das leerstehende Haus gegenüber dem Rathaus. „Wir wollen es so weit wie möglich instandsetzen“, betonte Dannemann. Trotz langem Leerstands sei die Bausubstanz erstaunlich gut, so dass die möglichen Sanierungskosten nicht so hoch seien wie befürchtet. „Wir haben noch Mittel im Treuhandkonto“, meinte Dannemann, der es gut findet, wenn die Stadt nur ein Drittel der Kosten aufbringen muss. Das Konzept könnte auch bei diesem Gebäude in Richtung seniorengerechte Wohnungen gehen.

Von Bernd Atzenroth

Rolle rückwärts in der Gänsestadt: Die Fraktionen von Die Linke und Bürger für Stadt und Land im Putlitzer Stadtparlament wollen jetzt den Platz vor dem Rathaus in Gebhard-zu-Putlitz-Platz umtaufen.

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