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Putlitz Gemeinde Triglitz lässt die Bäume pflegen
Lokales Prignitz Putlitz Gemeinde Triglitz lässt die Bäume pflegen
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15:17 25.02.2019
Stark gekürzt: Bau- und Ordnungsamtsleiter Peter Jonel (rechts) lässt sich von Mario Wolf das Ergebnis der Baumpflegemaßnahmen an der Straße nach Klein Triglitz zeigen. Hier wurden Silberweiden gestutzt. Quelle: Stephanie Fedders
Triglitz

Was für die Autofahrer in den vergangenen Wochen ein Grund war, den Fuß vom Gaspedal zu nehmen, ist für die Kommunen eine teure, aber notwendige Angelegenheit: Die Pflege der Bäume und Sträucher, die an Straßen und Wegen stehen. In der Gemeinde Triglitz gab es einiges zu tun. An die 100 Bäume wurden unter die Lupe genommen und beschnitten.

Die Zeit für solche Maßnahmen drängt. Nur noch bis zum 28. Februar dürfen die Arbeiten dauern, das schreibt das Bundesnaturschutzgesetz vor. Danach wird die Natur wieder in Ruhe gelassen, um die Tiere nicht bei ihren Brutvorbereitungen zu stören.

Kopfweiden drohten zu zerbrechen

Mit entsprechendem Vorlauf hat das Amt Putlitz-Berge die Baumpflege auf den Weg gebracht. Ein Jahr Vorplanung bedurfte es laut Bau- und Ordnungsamtsleiter Peter Jonel. Die Arbeiten mussten ausgeschrieben und die Kosten im Haushalt ausgewiesen werden. Handelseinig wurde die Verwaltung dann mit der Firma Baumpflege Bollmann aus Gerdshagen, die bis einschließlich Sonnabend in der Gemeinde im Einsatz war.

„In Triglitz mussten wir wirklich was tun“, erklärt Peter Jonel den Aufwand. Vor allem die Silberweiden an der Verbindung zwischen Triglitz und Klein Triglitz sollten mal wieder „einen Kopf kürzer“ gemacht werden. Als so genannte Kopfweiden drohten sie unter der Last der Krone zusammen zu brechen. „Zudem müssen wir unserer Verkehrssicherungspflicht nachkommen“, ergänzt Jonel.

25 000 Euro für die Baumpflege eingeplant

Auf 80 bis 100 Jahre schätzt Mario Wolf den Bestand an Silberweiden. Der Betriebsleiter der Firma Bollmann erkennt mit Kennerblick, ob in den Bäumen Leben steckt. Dafür guckt sich der Fachagrarwirt die Rinde genau an und tastet sie ab. Ein ausgehöhlter Baumstamm ist dagegen kein Kriterium. „Das hier ist schon ein alter Bestand“, sagt Wolf, der die „Salix alba“ als Kulturgut in der Prignitz einstuft.

Gut zwei Wochen hatten die erfahrenen Baumpfleger in der Gemeinde Triglitz zu tun. Auch die Bäume an der Straße zwischen Weitgendorf und Silmersdorf sowie von Silmersdorf aus in Richtung Buckow wurden beschnitten. Rund 25 000 Euro sind dafür im Haushalt der Gemeinde eingeplant.

Auch in Telschow sind die beschnittenen Kopflinden im Ortskern nicht zu übersehen. Hier hat der Bauhof die Arbeiten übernommen, der ausschließlich durch die Stadt Putlitz und die Gemeinden Berge sowie Gülitz Reetz finanziert wird. Pirow und Triglitz sind außen vor. Ein Zustand, den die Verwaltung gerne ändern würde, um den Verwaltungsaufwand zu reduzieren. Darüber müssen am Ende aber die Gemeindevertreter entscheiden. Bis zur nächsten Baumpflegeaktion bleibt ja noch ein wenig Zeit.

Von Stephanie Fedders

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