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Putlitz Jungfernsteg wird doch umbenannt
Lokales Prignitz Putlitz Jungfernsteg wird doch umbenannt
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16:10 27.07.2018
Der Jungfernsteg in Putlitz heißt bald Gebhard-zu-Putlitz-Straße. Quelle: Bernd Atzenroth
Putlitz

Erneut mussten die Putlitzer Stadtverordneten darüber befinden, ob der Jungfernsteg in Gebhard-zu-Putlitz-Straße umbenannt werden soll. Und erneut gab es dafür eine klare Mehrheit. Dass das Thema wieder auf der Tagesordnung stand, lag daran, dass die Kommunalaufsicht den Beschluss vom 20. März 2018 für nichtig erklärt hatte und dabei einer Eingabe eines Putlitzer Bürgers gefolgt war.

„Alte Straßennamen sollte man nicht ändern“

Begründung: Aus der Bezeichnung des Tagesordnungspunktes für die Sitzung am 20. März sei weder hervorgegangen, dass eine bereits vorhandene Straße umbenannt werden solle, noch welche Straße dies sei. Dies sei ein Verstoß gegen den Grundsatz der Öffentlichkeit. So wurde der Beschluss erneut angesetzt, diesmal mit genaueren Angaben.

Dabei zeigte sich, dass nicht alle Bürger die Idee billigen. Einer meinte in der Fragestunde, dass man alte Straßennamen nicht ändern sollte, und wollte wissen, warum die Anlieger erst im Nachhinein davon erfahren hätten. Bürgermeister Bernd Dannemann antwortete: „Es gab einen Antrag, den die Mehrheit der Stadtverordneten beschlossen hat.“

Kritik, aber nur eine Gegenstimme

Das stellte den Bürger nicht zufrieden. Vor der erneuten Abstimmung bekundete der Stadtverordnete André Michaelis, dass für ihn Kritik an der Namensänderung neu sei und sich in den vergangenen drei Monaten niemand bei ihm gemeldet habe. Anders der Stadtverordnete Wolfgang Thätner, der sehr wohl von kritischen Stimme wusste und anmerkte, dass es den Namen Jungfernsteg bereits seit 1850 gebe.

Ursprünglich sollte die Straße „Zur Burghofwiese umbenannt werden, was Thätner gut gefunden hätte. Davon war man aber bei der Versammlung im März abgekommen, weil Anlieger wie der Edeka Bockelmann und die Amtsverwaltung Bedenken geäußert hatten. So kam der Jungfernsteg ins Spiel. Thätner blieb aber der einzige, der gegen den Beschluss stimmte. Es gab elf Ja-Stimmen und eine Enthaltung.

Von Bernd Atzenroth

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