Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Putlitz Neuer Vorstoß für Straßenumbenennung
Lokales Prignitz Putlitz Neuer Vorstoß für Straßenumbenennung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:57 26.09.2018
Der Platz vor dem Rathaus in Putlitz könnte bald einen neuen Namen haben. Die Stadtverordneten entscheiden heute darüber, ihn in Gebhard-zu-Putlitz-Platz umzubenennen. Quelle: Bernd Atzenroth
Putlitz

Aller guten Dinge sind drei, sagt man gemeinhin. Ob das auch für den Plan gilt, eine Straße in Putlitz nach Gebhard zu Putlitz zu benennen, muss sich noch erweisen. Denn in der Stadtverordnetenversammlung wird am heutigen Donnerstag bereits die dritte Idee dafür vorgelegt. Jetzt soll der Platz vor dem Putlitzer Rathaus in Gebhard-zu-Putlitz-Platz umbenannt werden.

Einen entsprechenden Vorstoß dafür unternehmen die Fraktionen „Die Linke“ und „Bürger für Stadt und Land“. Um ihren Vorschlag in die Tat umzusetzen, müsste allerdings der erst auf der letzten Sitzung verabschiedete Beschluss zur Umbenennung des Jungfernstegs in Gebhard-zu-Putlitz-Straße wieder aufgehoben werden. Eine entsprechende Beschlussvorlage liegt den Stadtverordneten ebenfalls vor.

Von Nationalsozialisten und Kommunisten gleichermaßen inhaftiert

Gebhard zu Putlitz war mit der Idee, eine Straße nach seinem gleichnamigen Vater zu benennen, an die Stadt Putlitz herangetreten. „Ich würde mich sehr, sehr freuen, wenn eine Straße in Putlitz nach meinem Vater benannt wird“, hatte er im Stadtparlament betont. Schließlich habe sein Vater auch ein Alleinstellungsmerkmal, weil er sosowohl von den Nationalsozialisten als auch von den Kommunisten inhaftiert worden sei. Dieser Aspekt sowie die Geburts- und Todesdaten sollen auch auf einem zusätzlichen Erklärschild unter dem Straßenschild zu lesen sein.

Die Benennung einer Straße nach einem Mann, der eine solche unbestritten verdient hat, verlief aber von Anfang an unglücklich. Die erste und bereits am 20. Februar mit Wohlwollen vom Hauptausschuss bedachte Idee, die Straße „Zur Burghofwiese“ dafür auszuwählen, scheiterte kurzfristig an Bedenken aus der Amtsverwaltung sowie von Edeka Bockelmann wegen des mit der Umbenennung verbundenen Aufwands.

Kommunalaufsicht monierte Beschluss

Also wurde flugs ein zweiter Vorschlag ins Spiel gebracht und den Stadtverordneten am 20. März zur Abstimmung gestellt: Jetzt sollte der Jungfernsteg umbenannt werden. Gebhard zu Putlitz, der selbst zuvor die Burghofwiese vorgeschlagen hatte, konnte sich mit dieser Idee aber auch anfreunden. Aber auch dies verlief unglücklich.

Zunächst musste die Abstimmung für den 27. Juli neu angesetzt werden, weil die Kommunalaufsicht den Beschluss vom 20. März für nichtig erklärt hatte. Begründung: Aus der Tagesordnung am 20. März sei nicht hervorgegangen, um welche Straße es sich handele. Dies sei ein Verstoß gegen den Grundsatz der Öffentlichkeit. So wurde der Beschluss erneut angesetzt, diesmal mit genaueren Angaben.

Bürgerbegehren steht im Raum

Zwar beschlossen die Stadtverordneten dann erneut mit klarer Mehrheit die Umbenennung, doch gab es auch kritische Stimmen. Ein Anlieger des Jungfernstegs wehrte sich dagegen, dass so ein alter historischer Straßenname aus der Stadt verschwindet. Im Raum steht, dass er auch ein Bürgerbegehren in der Sache auf den Weg bringen will. Offenbar bewegte das die beiden Fraktionen, nun erneut das Thema mit einem neuen Vorschlag auf die Tagesordnung zu setzen.

Bürgermeister Bernd Dannemann, der auf der vergangenen Sitzung mit Vehemenz die Entscheidung für die Umbenennung des Jungfernstegs verteidigt hatte, wollte sich zu der neuerlichen Wendung nicht vor der Sitzung der Stadtverordneten äußern.

Von Bernd Atzenroth

Mit der Freigabe des 1860 Meter langen Streckenstücks zwischen Schmarsow und Mertensdorf ist die Kreisstraße 7023 grundhaft erneuert. Die Straße wurde auf 5,50 Meter verbreitert.

20.09.2018

Es war eine schauspielerische Glanzleistung: Das Theater „Blaue Blume“ führte sein Stück „Essen“ in Lindenberg auf. Wie immer gab es auch eine Wechselwirkung mit dem Aufführungsort.

17.09.2018

Adressenänderungen im Führerschein sind ab Januar kreisweit auch im Meldeamt möglich. Hingegen ist weiter offen, ob Pritzwalk eine Kfz-Zulassungsstelle und sein Altkennzeichen wieder erhält.

14.09.2018