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Putlitz Putlitzer Recyclingfirma bekommt mehr Platz
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15:25 16.01.2019
Das Gelände der Firma Stolz Recycling in der Pritzwalker Straße in Putlitz hat seit kurzem eine neue Zufahrt. Quelle: Stephanie Fedders
Putlitz

Die Firma Herbert und Ingo Stolz Recycling GmbH braucht mehr Platz in Putlitz. Der Sortier- und Sammelplatz an der Pritzwalker Straße 10 soll vergrößert werden. Für den entsprechenden Ankauf eines angrenzenden Grundstückes gaben die Putlitzer Stadtverordneten im nicht-öffentlichen Teil der jüngsten Sitzung grünes Licht. Nicht einstimmig, aber mehrheitlich, sagte Bürgermeister Bernd Dannemann.

Bereits in der Einwohnerfragestunde beschäftigte das Thema Bürger und die Kommunalpolitik. Anwohner der Pritzwalker Straße meldeten sich zu Wort und versuchten mit entsprechenden Argumenten, die anwesenden 14 Stadtverordneten von einer Zustimmung zum Kaufvertrag abzubringen. Ohne Erfolg.

Weniger Wohnqualität befürchtet

Das Grundstück, das westlich an die Pritzwalker Straße und östlich an das bereits von der Firma Stolz genutzte Gelände angrenzt, ist derzeit großenteils mit Bäumen bewachsen. Dass diese in Zukunft nicht mehr alle stehen werden, befürchtet Sven Schönhardt. Der Putlitzer wohnt in der Pritzwalker Straße 16 und vermutet, „das Wäldchen wird abgeholzt“. Noch sei es Heimat für Fledermäuse und Waldkauz, sagte Schönhardt. Sollte sich die Firma vergrößern, wäre die Wohnqualität entlang der Pritzwalker Straße eingeschränkt. „Gewerbeflächen kann man doch nicht in der Stadt ansiedeln“, hielt er den Abgeordneten und Verwaltungschef Hergen Reker vor. Vor der Entscheidung mögen sie überdenken, dass sie für das Wohl der Bürger da seien.

Aufforderung, nach Alternativen zu suchen

Neben Schönhardt meldete sich auch Bernd Krause zu Wort, der mit seinem Betrieb BK Automobile in der Pritzwalker Straße 14 ansässig ist. Er fragte, ob die Stadt nicht ein anderes Grundstück anbieten könnte. Die Erweiterung müsse aus seiner Sicht auf einer „geeigneten Fläche“ erfolgen. Krause stellte die rhetorische Frage, wie das denn zusammen passe, wenn man aus Richtung Pritzwalk nach Putlitz hineinfahre und als erstes einen Schuttberg sehe? Krause argumentierte auch mit einer zusätzlichen Belastung der Luft, wenn der Westwind über den Bauschutt weht. Er bat die Entscheidungsträger, „nach Alternativen zu suchen“.

An der Pritzwalker Straße in Putlitz liegt rechter Hand das kleine Wäldchen, das die Firma Stolz erworben hat. Quelle: Stephanie Fedders

Bürgermeister Bernd Dannemann zeigte Verständnis für die Bedenken, hielt sie aber in dieser Form für überzogen. Am Hauptsitz der Firma in der Chausseestraße „habe sich noch keiner beschwert“, sagte der Bürgermeister. Für ihn sei auch wichtig, Betriebe zu unterstützen und Arbeitsplätze zu sichern. „Die Stadt sollte ortsansässigen Unternehmen das Leben nicht zu schwer machen“, erklärte Dannemann.

Platz für Container nutzen

In Sachen Emissionswerte und Naturschutz vertrat er zwei Standpunkte: „Die Abholzung des Waldes stünde nicht zur Debatte und den Emissionsschutz habe die Untere Naturschutzbehörde (UNB) des Landkreises im Blick.“

Firmeninhaber Ingo Stolz bewirtschaftet an der Pritzwalker Straße 10 derzeit eine Fläche von rund 25 000 Quadratmetern, für deren Nutzung es bereits das Einverständnis der UNB gegeben habe. Die Erweiterung sei notwendig, um Platz für die Lagerung der Container zu haben, von denen sich 300 Stück im Firmenbesitz befinden. „ Damit die Fläche von der Straße aus nicht einsehbar ist, werden wir für Sichtschutz sorgen“, verspricht Stolz.

Von Stephanie Fedders

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