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Putlitz Schlechter Belag, schmale Fahrbahn
Lokales Prignitz Putlitz Schlechter Belag, schmale Fahrbahn
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19:01 11.12.2018
Ortsvorsteher Peter Brockmann muss noch weiter warten, bis die Straße in Silmersdorf saniert wird. Quelle: Foto: Atzenroth
Silmersdorf

Für diese Straße wird es Zeit: Wer rund um Silmersdorf (Amt Putlitz-Berge) auf der Kreisstraße K 7022 unterwegs ist, weiß um die schlechte Qualität der Verbindung. Vor allem der ausgefahrene Seitenstreifen neben der schmalen Fahrbahn ist ein Problem. Zudem stehen an vielen Stellen Pfützen, wo keine sein müssten – Schlaglöcher, schlechter Belag und schlechte Entwässerung sind Gründe dafür.

Doch wann und ob die Straße von Mertensdorf über Silmersdorf in Richtung Landesstraße 13 nach Frehne denn nun komplett durchsaniert wird, steht derzeit noch in den Sternen. Für Peter Brockmann, Ortsvorsteher von Silmersdorf, ist das ein Unding, auch wenn jüngst tatsächlich in der Ortslage von Silmersdorf und in einem Kurvenbereich außerhalb des Orts an den Banketten gearbeitet worden ist.

Das rechnet er der Kreisstraßenmeisterei auch hoch an – aber dennoch weiß er, dass von einem Ausbau der Straße und der Ortsdurchfahrt im Moment schon gar nicht mehr geredet wird. „Zumindest das, was sie hier gemacht haben, sollten sie auf der ganzen Straßenlänge komplett durchziehen“, findet er.

Wenn Gegenverkehr kommt, ist man auf dieser Straße ganz schnell im Matsch. Quelle: Bernd Atzenroth

Dabei stand die Straße schon einmal für 2013 auf dem Plan. Daraus wurde dann aber doch nichts. Brockmann erzählt davon, dass im April 2014, just zu der Zeit, als sich Torsten Uhe anschickte, zum neuen Landrat gewählt zu werden, 500 Unterschriften für den Ausbau der Straße gesammelt wurden. Damals sei die Liste noch dem alten Landrat Hans Lange übergeben worden. Die Argumente waren damals schon die gleichen, doch gebracht hat das bislang nichts.

Und nach Auskunft des Leiters der Kreisstraßenmeisterei, Michael Becker, wird es auch in den kommenden fünf Jahren nichts damit werden. „Da gibt es eine ganze Reihe Kreisstraßen, die in noch schlechterem Zustand sind“, sagt er auf MAZ-Nachfrage. Michael Becker gibt aber auch zu, dass die Straße ausbauwürdig sei. Die jüngste Unterhaltungsmaßnahme hilft zwar weiter. Da die Bankette in der Regel nur gemulcht werden, wachsen sie. So war es nun an der Zeit, sie abzubaggern, um eine vernünftige Entwässerung der Straße zu ermöglichen. Aber eine Sanierung ersetzt das nicht – das weiß auch Becker.

Jetzt wird zwischen Mertensdorf und Triglitz gebaut

Immerhin: An der K 7022 wird in den kommenden beiden Jahren tatsächlich gebaut, aber an anderer Stelle: 2019 an der Brücke über die Kümmernitz vor Mertensdorf und 2020 dann an der freie Strecke in Richtung Triglitz – immer vorausgesetzt, dass dafür auch die Fördermittel überhaupt fließen werden.

Mehr ist aber auch kaum drin. Im Schnitt schafft es nach Angaben Beckers der Kreis pro Jahr, fünf Kilometer eigene Straßen zu sanieren – bei einem Kreisstraßennetz von 322 Kilometern Länge. „Das ist eigentlich gar nicht machbar“, sagte er. Im vergangenen Jahr waren es nur ausnahmsweise etwa doppelt so viele, weil zusätzliche Fördermittel aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz und aus dem Hilfsprogramm Hochwasser in Anspruch genommen werden konnten.

Keine Umstufung von Landesstraßen zu Lasten der Kreisstraßen

Nun aber tut sich ein zusätzliches Problem auf: „Jetzt steht die große Abstufungsaktion im Raum“, erläutert dies Michael Becker. Denn wie bereits berichtet, möchte sich das Land von Landesstraßen im grünen Netz trennen und diese den Landkreisen und Kommunen überlassen – wie zum Beispiel bei der ehemaligen L 146, die jetzt K 7054 heißt und jetzt durchsaniert wird – gerade am Donnerstag wird der Abschnitt in Seefeld wieder freigegeben. Wie es bei anderen Verbindungen wie der L 154 und der L 155 weitergeht, steht auch noch in den Sternen.

„Das Land wird noch einmal auf die Landkreise zukommen“, weiß Becker. All das würde aber zusätzliche Sanierungsarbeit für den Kreis mit sich bringen. „Die Umstufung von Landesstraßen kann jetzt nicht zu Lasten der Kreisstraßen gehen“, betont Michael Becker. Denn dann würden auch unerledigte Sanierungen wie bei Silmersdorf noch länger auf sich warten lassen als ohnehin.

Von Bernd Atzenroth

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