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Putlitz Solarpark in Putlitz abgelehnt
Lokales Prignitz Putlitz Solarpark in Putlitz abgelehnt
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12:02 11.01.2019
In Höhe Weitgendorf stehen diese Solarmodule an der A 24. Freie Flächen gibt es an der Autobahn im Bereich des Amtes Putlitz-Berge inzwischen nicht mehr. Quelle: Fischer
Putlitz

Ein Solarpark am Ortsausgang von Putlitz? Mit diesem Plan konnten sich die Stadtverordneten auf ihrer Sitzung am Donnerstagabend gar nicht anfreunden und lehnten das Vorhaben mehrheitlich ab. Mit zehn Nein-Stimmen bei zwei Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen fiel das Votum entsprechend deutlich aus. „Es ist, wie es ist“, stellte Bürgermeister Bernd Dannemann fest und verabschiedete mit diesen Worten Karin Kostka.

14 Hektar für Solarmodule

Die Diplom-Ingenieurin aus Pritzwalk war vom Energieversorgungsunternehmen Trianel GmbH aus Aachen mit den Planungen beauftragt worden und stellte das Projekt den Kommunalpolitikern vor. Vorgesehen war die Bebauung von zwei Flächen entlang der alten Bahnverbindung von Putlitz in Richtung Pritzwalk. Die westlich des ehemaligen Gleises gelegene Fläche sollte rund neun Hektar umfassen. Auf der östlichen Seite wären noch einmal 3,6 Hektar dazugekommen, die sich südlich an das Gelände der Firma Stolz Recycling angeschlossen hätten. Der produzierte Strom hätte 2450 Haushalte im Jahr versorgen können.

Natur nicht weiter verschandeln

Bereits in der zuvor aufgerufenen Einwohnerfragestunde hatte sich Bernd Knacke zu dem Thema gemeldet und sich als Gegner zu erkennen gegeben. „Ich bin schockiert, dass wir schon wieder über einen Solarpark abstimmen. Ich dachte, wir waren uns einig, das bisschen an Natur nicht weiter zu verschandeln“, sagte er in Richtung der Abgeordneten. Die hatten sich vor wenigen Jahren schon einmal mit solch einem Investitionsprojekt am Rande der Stadt beschäftigt.

Während Knacke als passionierter Jäger das Wohl des Wildes im Auge hatte, versuchte Kostka mit dem Hinweis auf Blühwiesen für Bienen und Co. zu punkten, die unterhalb der Solarmodule angelegt werden sollten. Der Park hätte ein Pilotprojekt werden können, wissenschaftlich begleitet durch das Länderinstitut für Bienenkunde in Hohen Neuendorf.

Keine freien Flächen an der A24

In der Diskussion war der Entschluss der Versammlung bereits herauszuhören. Steffi Kührmann (Fraktion Bürger für Stadt und Land) sprach sich klar gegen den Verlust weiterer Agrarflächen aus. Thomas Hochhardt (Fraktion Die Linke) bezeichnete die Module als „Objekte, die nicht in die Landschaft passen“. Christian Tanneberger (Bürger für Stadt und Land) wollte wissen, ob es vielleicht alternativ Flächen an der Autobahn A 24 gäbe, die auf dem Gebiet der Stadt Putlitz oder im Amtsbereich lägen und die man anbieten könnte. Das musste Amtsdirektor Hergen Reker jedoch verneinen.

Jetzt liegt das Projekt auf Eis. Einen Plan B für die Realisierung haben die Investoren nicht.

Von Stephanie Fedders

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