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Putlitz Umweltstiftung sucht Putlitzer Preisträger
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00:27 02.08.2018
Stiftungsvorstand und Preisträger v. l. n. r.: Gisela Schnelle, Doris Törkel, Dieter Schnelle, Heinz-Thomas Bangert und Hergen Reker. Quelle: Stadt Düsseldorf / Uwe Schaffmeister
Putlitz

Für den Erhalt von Natur und Umwelt hat die „Gisela und Dieter Schnelle Stiftung“ vor gut zwei Wochen erstmals einen Geldpreis in Höhe von 2000 Euro verliehen. Ausgezeichnet wurde eine Düsseldorfer Obstwiese, doch wird im kommenden Jahr ein Preisträger aus dem Amtsbereich von Putlitz-Berge gesucht. Möglichst im Wechsel zwischen beiden Regionen soll der Preis vergeben werden. Diese ungewöhnliche Kombination ist dem Umstand zu danken, dass die Stiftungsvorstände Gisela und Dieter Schnelle ihr Herz nicht nur an Düsseldorf, sondern auch an Lütkendorf bei Putlitz verloren haben.

„Rote Sternrenette“ und „Goldparmäne“

Wie bereits vor einigen Monaten berichtet, haben Gisela und Dieter Schnelle ihre Wurzeln in dem Ortsteil von Putlitz. Jetzt wollen die beiden, die 82 und 86 Jahre alt sind, ihrer Heimatregion etwas zurückgeben: Mit ihrer im November 2017 in Düsseldorf gegründeten Stiftung zur Förderung von Umwelt, Natur und Landschaft sollen Projekte in Natur und Landschaft gefördert werden.

Der erste Preisträger Heinz-Thomas Bangert hat, wie aus einer Mitteilung der Stadt Düsseldorf hervorgeht, auf seiner 9000 Quadratmeter großen Ackerfläche neben dem Ausflugslokal Kaisershaus in Hubbelrath im Frühjahr 2013 eine Obstwiese angelegt. Er säte mit Hilfe eines Landwirts die Wiese ein und pflanzte 36 hochstämmige Obstbäume alter Sorten. Darunter sind auch besonders robuste Sorten wie die „Rote Sternrenette“, der „Seestermüher Zitronenapfel“, die „Doppelte Phillipsbirne“ und die „Große Prinzessinnenkirsche“.

Zudem sind die über 300 Jahre alte Apfelsorten „Goldparmäne“ und der besonders schmackhafte und zugleich groß und alt werdende „Gravensteiner“ dabei. Auch die ältere traditionelle „Hauszwetsche“ hat er angepflanzt.

Reker wünscht sich weitere Vorschläge

„Auch wir sollten etwas finden, sonst gehen die Preise immer nach Düsseldorf“, hatte der Amtsdirektor bereits Anfang März im Amtsausschuss verlauten lassen. Dort gebe es eine lange Liste mit Projekten. Jetzt erneuerte Hergen Reker noch mal seinen Aufruf.

Gemeinsam mit dem Stifterehepaar und der Düsseldorfer Gartenamtsleiterin Doris Törkel gehört er dem Stiftungsrat an und war als solcher am 19. Juli bei der Preisverleihung an den ersten Preisträger Heinz-Thomas Bangert in Düsseldorf dabei. Dabei bekräftigte der Stiftungsrat noch einmal den angestrebten stetigen Wechsel zwischen Preisträgern aus Düsseldorf und aus Putlitz-Berge.

Stiftung ist auf ewig angelegt

Zwar gebe es bereits Ideen, aber weitere Vorschläge sind erwünscht – zumal die Stiftung auf ewig angelegt ist. Sie wird sogar das jetzige Amt Putlitz-Berge überdauern, sollte es dieses im Zuge weiterer Gemeindegebietsreformen nicht mehr geben. Jedoch werden selbst dann nur Projekte bedacht, die auf dem jetzigen Amtsgebiet angesiedelt sind.

Hergen Reker betont, dass es das Preisgeld nicht im Vorgriff auf ein Vorhaben gibt: „Das Projekt muss bereits da sein“, betont er, „der Preis wird immer nur nachträglich vergeben.“

Von Bernd Atzenroth

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