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Prignitz Putlitzer Preis 2017 geht an Karolin Bettge
Lokales Prignitz Putlitzer Preis 2017 geht an Karolin Bettge
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00:18 14.06.2017
Glücklicher zweiter Platz: Regina Schleheck (l.) neben der Drittplatzierten Karin Pelka (2.v.l.) Quelle: Beate Vogel
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Putlitz

Karolin Bettge gewann den Putlitzer Preis 2017. Das gab am Samstagabend in der Putlitzer Kirche Cordula Hamann bekannt. Die Vorsitzende des Vereins der 42er Autoren führte mit ihrem Vize H. Dieter Neumann durch die 13. Preisverleihung. Die Gewinnerin konnte den Preis nicht persönlich entgegennehmen, sie war krank. Platz 2 erschrieb sich Regina Schleheck, Platz 3 errang Karin Pelka. Das diesjährige Stipendium erhält die Berliner Autorin Sina Lippmann.

Mit der Kurzgeschichte „Bedingungslos“ hatte sich Karolin Bettge zum diesjährigen Thema „Geschenkt“ beworben. Darin beschreibt sie die Beziehung zwischen Großvater und Enkel, die sich über Jahre gegenseitig helfen, bis der Enkel dem Opa den letzten Dienst schenkt – eben bedingungslos.

Regina Schleheck hatte ihre bitterböse Geschichte „Magdas Muttertagsgeschenk“ im Dritten Reich angesiedelt. Sie erzählt von der naiven Schwärmerei eines jüdischen Mädchens für den „blonden Hans“, die am Ende ein Todesopfer fordert. Die Drittplatzierte Karin Pelka lässt in ihrer Story „Für immer Julia“ eine alternde Schönheit in romantischen Gefühlen schwelgen. Für sich und um die Nachbarin zu ärgern, beschenkt sie sich selbst.

So verschieden wie die drei Preisträger gingen auch andere Einsender an das Thema heran – mal mit Witz, mal mit Dramatik, mal leicht, mal polarisierend. Knapp 200 Geschichten hatte die Jury zu lesen. Sechs Autoren waren zur Preisverleihung eingeladen, vier kamen. Ihre Geschichten lasen wieder Schülerinnen und Schüler des Pritzwalker Goethe-Gymnasiums. Musikalisch begeisterte ein in doppeltem Sinne junges Ensemble der Kreismusikschule Prignitz: Die 13 Kinder im Alter von neun bis zwölf Jahren spielen Barockmusik.

Cordula Hamann verkündete zur Preisverleihung allerlei Neuigkeiten. So ist der Putlitzer Preis jetzt eine eingetragene Marke, darf sich also mit dem kleinen „R“ schmücken. Da sei die Idee aufgekommen, den Preis zu erweitern, so Hamann: „Wir wollen künftig auch einen Romanpreis vergeben – für den spannendsten, witzigsten und unterhaltsamsten Roman des Jahres aus Deutschland.“ Die 42er Autoren haben dazu 23 renommierte Verlage angeschrieben, die nun bis zum 31. Juli Zeit haben, ihre Vorschläge einzusenden und so die Autoren für den Preis zu nominieren. Was daraus wird, ist aber noch völlig offen, betonte die Vereinsvorsitzende: „Wir wissen nicht, wie viele Verlage sich beteiligen.“

Der Sieger einer solchen Auszeichnung könne sein Werk aber später auf dem Einband mit dem Preis schmücken. „Und ich bin sicher, dass viele Leute das ’t’ im Putlitzer Preis gar nicht gleich sehen“, meint Cordula Hamann augenzwinkernd. So könne sich der Autor von der (gewollten) Namensverwandtschaft zum großen Pulitzer Preis profitieren.

Die 42er dankten während des Abends immer wieder den vielen Unterstützern und Sponsoren, ohne die die Verleihung des Putlitzer Preises nicht möglich wäre.

Von Beate Vogel

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