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Prignitz Quartett vor dem ersten Auftritt
Lokales Prignitz Quartett vor dem ersten Auftritt
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00:18 04.12.2016
Proben fürs Konzert (v.l.): Robert Steffen, Jonas Wille und Niklas Pingel mit Musikschullehrer Peter Jekal Quelle: Andreas König
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Pritzwalk

„Nein, du bist zu hoch“, tadelt Peter Jekal. Jonas Wille stimmt sein Tenorsaxophon, bis es klingt, wie es soll. Robert Steffens Sopran-Instrument ist hingegen zu tief gestimmt, doch auch das wird unter der kundigen Anleitung des Musikschullehrers korrigiert. Niklas Pingel muss noch eine wichtige Nachricht auf seinem Smartphone checken, doch dann ist das Saxophonquartett einsatzbereit.

Der Klassiker „Jingle Bells“ klingt ungewohnt, aber schon nach wenigen Takten muss man unweigerlich mit dem Fuß wippen. Genau darauf setzen die drei Jungs und ihr Musikschullehrer beim Programm für ihr erstes Konzert.

Beliebte Weihnachtsklassiker im Repertoire

Mehr als ein Jahr Vorbereitungs- und Probenzeit haben die jungen Musiker bereits investiert, da möchten sie, dass möglichst viele Zuschauer in den Saal der Kreismusikschule in Pritzwalk, Meyenburger Tor 3-5, kommen. Am Mittwoch, 14. Dezember ist es soweit. Dann gibt das Saxophonquartett sein erstes Konzert. Um 18.30 Uhr soll es losgehen.

Wie ist diese Idee entstanden? „Mit dem normalen Repertoire, das wir im Musikunterricht behandeln, hätten wir kein Konzert bestreiten können“, sagt Peter Jekal. Er kam daher auf die Idee, beliebte Weihnachtsklassiker in aufzunehmen. „Das passt nicht nur sehr gut in die Zeit, es ist auch sehr beliebt und ergänzt die anderen Stücke“, erklärt der Lehrer.

Notenmaterial ist nicht immer vorhanden

Wenn dieses Rezept bei großen Stars funktioniert, warum sollten sich die Nachwuchsmusiker nicht gleichfalls daran orientieren? Doch Niklas Pingel, Jonas Wille und Robert Steffen bringen – immer unter der fachkundigen Leitung Peter Jekals – nicht nur besinnliche Lieder zu Gehör. „Wir haben auch Swingnummern und jazzig angehauchte Sachen im Programm“, erklärt der Lehrer. Eine Schwierigkeit war es, geeignetes Notenmaterial zu bekommen. Saxophonnoten seien oftmals recht kompliziert zu lesen. Doch inzwischen sind die benötigten Notenblätter vorhanden

Ist denn das Saxophon nach seinem geradezu inflationären Einsatz in den 1980er und frühen 1990er Jahren überhaupt cool genug für junge Männer? Die drei grinsen etwas verlegen. „Einem Schüler aus meiner Klasse gefällt es total gut. Er sagt, das Saxophon ist sein Lieblingsinstrument“, berichtet Niklas Pingel. Das Lob, ja die Begeisterung eines gleichaltrigen wiegt doppelt schwer bei jungen Leuten.

Auf die Muskulatur kommt es an

Nach einem anderen Stück, setzt einer der Saxophonisten sein Instrument ab, und atmet erst einmal tief durch. Ist es anstrengend, eine Stunde lang Saxophon zu spielen, kommt man dabei aus der Puste? „Das eigentlich weniger“, sagt Peter Jekal. „Aber die Gesichtsmuskulatur, vor allem die der Lippen und Wangen, hat schon ordentlich zu tun.“ Nicht zuletzt deswegen sei es so wichtig, häufig zu proben und zu trainieren. „Wenn man die Muskulatur nicht ausreichend darauf vorbereitet, hängt bei ungeübten Saxophon- oder auch Trompetenspielern nach einer Viertelstunde die Unterlippe vor Erschöpfung herunter“, sagt der erfahrene Lehrer.

Die Gefahr besteht bei Niklas, Jonas und Robert nicht. Sie spielen regelmäßig und freuen sich auf ihren großen Auftritt. Was bisher zu hören ist, klingt richtig gut, und der Eintritt ist frei.

Von Andreas König

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