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Quartierskonzept als Ganzes nicht realisierbar

Meyenburg Quartierskonzept als Ganzes nicht realisierbar

Das Projekt „Quartier Meyenburg“ ist als Gesamtkonzept nicht realisierbar. Nach mehr als zwei Jahren intensiver Arbeit hat das Land eine finanzielle Unterstützung abgelehnt. Bürgermeister Falko Krassowski ist mehr als enttäuscht. In Meyenburg wird aber 2017 dennoch auf vielen größeren und kleineren Baustellen gewerkelt.

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Das Wohnhaus Mittelstraße/Ecke Marktstraße in Meyenburg wird derzeit grundlegend saniert und soll später barrierefrei sein.

Quelle: Beate Vogel

Meyenburg. Einmal mehr kritisiert Meyenburgs Bürgermeister Falko Krassowski die Landesregierung: „Das Problem sind die ausbleibenden Gelder und dass ständig die Richtlinien für die Fördermittelvergabe geändert werden“, ärgert er sich. Dabei werde in den Medien immer wieder Hoffnung verbreitet, weil das Land wieder ein neues Förderprogramm aufgelegt hat. Wenn aber das Geld nicht kommt, bewege sich nicht viel in Kommunen, die knapp bei Kasse sind. Das zeigt auch ein Rückblick auf das vergangene Jahr.

Bestes Beispiel dafür ist das Projekt „Generationengerechtes Quartier Meyenburg“: Inzwischen ist klar, dass sich das groß angelegte Vorhaben nicht wie geplant umsetzen lassen wird. „Vielleicht werden aus einem großen Projekt zwei kleinere.“ Mehr als zwei Jahre arbeiten die Meyenburger gemeinsam mit den beiden Trägern DRK Prignitz und Stephanus Wohnen und Pflege an dem Quartier. Bekanntlich sollten auf der Freifläche gegenüber dem Amtsgebäude in Meyenburg barrierefreie Wohnungen, Angebote für ambulante Betreuung sowie stationäre Pflege entstehen. Zum Konzept gehört auch die Nutzung des Clubhauses der Vereine.

Jetzt gibt es eine klare Aussage

Die Beteiligten mussten wissen, ob das Sozialministerium sie dabei unterstützt. „Jetzt haben wir die klare Aussage, dass uns das Ministerium keine finanzielle Unterstützung zukommen lassen wird“, so Bürgermeister Krassowski. Er ist mehr als enttäuscht: Von Anfang an habe das Ministerium suggeriert, dass das Konzept Pilotcharakter habe, nicht zuletzt über die Schirmherrschaft der Sozialministerin, die sogar beim Personalwechsel weitergereicht worden war. „Um eine Förderung zu bekommen, sollten wir bestimmte Bedingungen erfüllen – so war die Aussage.“ Immer wieder seien Punkte im Konzept angepasst worden.

„Als nun aber an den Punkt kam, an dem wir wissen mussten, wie viel Geld fließt, war plötzlich Ruhe“, berichtet Krassowski. Das Ministerium habe sich zurückgezogen. Für den Bürgermeister und die Beteiligten Träger ist damit klar: „Das Projekt ist nicht realisierbar.“ Weder die Stadt Meyenburg noch das Amt sind finanziell in der Lage, ein Vorhaben mit einem Umfang von mehr als 10 Millionen Euro zu unterstützen. Seit Ende des vergangenen Jahres versuchen die Meyenburger, neue Wege zu finden. „Jeder Träger bleibt an seinem Vorhaben interessiert und möchte in Meyenburg aktiv bleiben.“

Das Jahr 2016 war eher ruhig

Große Schritte gab es also 2016 kaum in der Stadt. So erlebten die kommunalen Wohnhäuser in der Pritzwalker Straße 2 und 3 eine Wohnumfeldverbesserung: Die Fundamente wurden trocken gelegt und die Begrünung vor den Häusern und im Hof erneuert. Am Gebäude in der Marktstraße 49/Ecke Mittelstraße wurde mit der geplanten Sanierung begonnen. Die Markstraße selbst bekam erstmals die hängende Begrünung, die die Meyenburger von der Siegerprämie für die Tour de Prignitz 2015 finanziert hatten.

2017 dürfte der größte Haushaltsposten der Umbau des Feuerwehrgerätehauses in der Hagenstraße werden. In der Geschwister-Scholl-Grundschule sollen die alten Toiletten abgerissen und durch neue ersetzt werden, „wobei der Schulträger ja das Amt ist“, erklärt Krassowski. Außerdem wurden Fördermittel für die Sanierung der Brücke am Hagenplatz in Aussicht gestellt, die zu den Kleingärten führt. Das Bauwerk ist seit einer Brückenprüfung 2009 für den Fahrzeugverkehr gesperrt. In der Pritzwalker Straße wird dieses Jahr das Wohnumfeld der Häuser 4 und 5 neu gestaltet sowie auch hier das Mauerwerk trockengelegt. Im Clubhaus der Vereine stehen Reparaturen an der Außenfassade und der Saaldecke sowie am Fußboden an.

Auch in den Ortsteilen soll es Bewegung geben: „Der Jugendclub in Penzlin soll wieder in Gang gebracht und als Gemeindehaus genutzt werden, dafür wollen wir eine neue Küche anschaffen und die Räume renovieren.“ Für Bergsoll steht ein neues Buswartehäuschen an der Haltestelle in Richtung Pritz­walk im Plan.

In den kommenden Wochen beraten die Meyenburger in den verschiedenen Gremien über den städtischen Haushalt für 2017.

Von Beate Vogel

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