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„Quaster“ warb für Veritas-Nähmaschinen

Wittenberge „Quaster“ warb für Veritas-Nähmaschinen

Etwa 4500 Menschen kamen zur Vorstellung der neuen Veritas-Nähmaschinen auf den Berliner Alexanderplatz. Viele Wittenberger hatten ihre alten Veritas-Nähmaschinen mitgebracht, um sie gegen das neueste Modell der Marke zu tauschen. Stargast war Ex-Puhdys-Gitarrist Dieter „Quaster“ Hertrampf“. Der Rocker hat sich auch früher selbst an die Nähmaschine gesetzt.

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„Quaster“ alias Dieter Hertrampf von den inzwischen aufgelösten Puhdys ließ sich von den Mitgliedern seines Fanclubs zum Spaß anbeten. Quelle: Veritasklub

Berlin/Wittenberge. Bereits um 6.14 Uhr war Günter Riek aus Wittenberge am Sonnabend in den Zug nach Berlin gestiegen. der ehemalige Nähmaschinenwerker wollte auf keinen Fall die Gelegenheit verpassen, seine alte Veritas-Nähmaschine gegen eine nigelnagelneue Veritas vom Typ „Alina“ einzutauschen. Die Möglichkeit dazu hatte der Eigentümer der Namensrechte, die Firma Crown Limited, interessierten Besuchern der Relaunch-Party auf dem Alexanderplatz geboten.

50 Wittenberger hatten alte Nähmaschinen im Gepäck

„Wir waren gespannt, wie viele Menschen kommen würden und waren am Ende von der großen Resonanz überrascht“, sagte Lothar Wuttke vom Veritasklub aus Berlin. Seinen Angaben zufolge besuchten im Lauf des Tages rund 4500 Gäste die Party an der „Alex-Oase“. Allein aus Wittenberge waren 50 Leute angereist, die meisten von ihnen mit einer Veritas-Maschine im Gepäck.

„Quaster“ hat die Bühnengarderobe selbst genäht

Einer der Gründe, das Ereignis zu besuchen, war sicherlich der Auftritt von Dieter „Quaster“ Hertrampf, Leadgitarrist der legendären DDR-Band Puhdys. Die Mannen sind bekanntlich Anfang des Jahres in die „Rockerrente“ gegangen, aber das tut der Popularität der Mitglieder keinen Abbruch. Mit „Quaster" hatten die Organisatoren darüber hinaus einen durchaus glaubwürdigen Markenbotschafter engagiert. Der Musiker hat in den vielen Jahren seiner Karriere das meiste der Bühnengarderobe selbst genäht – natürlich auch auf Nähmaschinen aus Wittenberge.

Rarität von der Gesellschaft Elblandfestspiele

Zu den Gästen am Stand gehörten Lutz Lorenz und Dirk Hohwieler. Der künstlerische und der technische Leiter der Elblandfestspiele hatten eine Nähmaschine von Clemens Müller im Gepäck. Der sächsische Ingenieur gilt als Erfinder des Markennamens Veritas. Das Modell aus dem Kriegsjahr 1943 ist in doppelter Hinsicht eine Rarität „Damals durften Nähmaschinen nur noch für Uniformschneidereien hergestellt werden“, sagte Lothar Wuttke. Die seltene Maschine wird einen Platz im geplanten Veritas-Marken-Museum erhalten, das in Steckborn in der Schweiz aufgebaut wird.

Profi-Maschine wurde aus Wittenberge geholt

Günter Frommhold aus Wittenberge brachte gleichfalls ein seltenes Stück zur Tauschaktion mit. Seine Veritas „Profi 1770“ war eine Gewerbenähmaschine, die es im normalen Handel – wie so vieles zu DDR-Zeiten – nicht zu kaufen gab. Wegen ihrer Maße und ihres Gewichts wurde die Maschine allerdings von Mitgliedern des Veritasklubs aus Wittenberge nach Berlin gebracht. Auch er erhielt im Tausch eine neue Alina-Maschine. Gleiches gilt für den Berliner Senat. Ein Vertreter des Regierenden Bürgermeisters Christian Müller nahm das Gerät in Empfang, das einer Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung gestellt werden soll.

Für „Alt wie ein Baum“ war es zu heiß

Und was war mit dem Versprechen von Quaster zu nähen, und dabei „Alt wie ein Baum“ zu singen? „Er hat ein paar Takte angestimmt, aber es war dann einfach zu heiß“, sagte Lothar Wuttke. Dafür machte der Ex-Puhdy manchen Quatsch mit, ließ sich zum Beispiel von den Mitgliedern seines Fanclubs „anbeten“. Genäht hat der Rocker dann übrigens doch noch. „Wir wollen die Zusammenarbeit mit Quaster und vielleicht auch noch anderen ehemaligen Mitgliedern der Puhdys gerne ausbauen“, sagte Lothar Wuttke. Als die 55 Maschinen, die der Hersteller für die Tauschaktion bereitgestellt hatte, weg waren, wurden weitere Alina-Modelle in „zweistelliger Anzahl“ nachgeschoben, wie Lothar Wuttke sagte. Die waren schnell vergriffen.

Von Andreas König

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